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In Liebe lassen (2021)

De son vivant

Französisches Drama mit Benoît Magimel und Catherine Deneuve: Ein Mann Ende 30 ist unheilbar an Krebs erkrankt – und muss lernen, Abschied zu nehmen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Benjamin Boltanski (Benoît Magimel) ist 39 Jahre alt und wird von seiner Klasse als Schauspiellehrer verehrt. Als er von seinem Arzt Dr. Eddé (Gabriel A. Sara) erfährt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist, will er dies zunächst nicht wahrhaben. Auch seiner Mutter Crystal (Catherine Deneuve) fällt es schwer, mit der Nachricht umzugehen. Gemeinsam mit der Krankenschwester Eugénie (Cécile de France) versucht Dr. Eddé, den Sterbenden beim Abschiednehmen zu unterstützen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Die französische Filmemacherin Emmanuelle Bercot ("Madame empfiehlt sich", "Die Frau aus Brest") widmet sich in ihrem neuen Werk "In Liebe lassen" dem Sterben – vor allem aber dem schwierigen Prozess des Abschiednehmens und Loslassens. Sie legt kein hochtouriges Melodram vor, sondern ein bedacht erzähltes, leises Drama.

Inspiriert wurde sie dazu von dem New Yorker Onkologen Dr. Gabriel A. Sara, der im Film die Rolle des behandelnden Arztes übernimmt. Die Figur Dr. Eddé bemüht sich – ebenso wie ihr reales Vorbild – darum, dem Patienten zu vermitteln, wie wichtig es ist, den sogenannten "Schreibtisch des Lebens" aufzuräumen, bevor es zu spät dafür ist. Ebenso zeigt Bercot, wie der Arzt einen Zugang zu den verzweifelten Angehörigen sucht – und wie er mit seinem Personal intensive Gruppengespräche führt und gemeinsam Musik macht.

Neben der humanistischen Methode von Dr. Eddé konzentriert sich die Regisseurin, die zusammen mit Marcia Romano auch das Drehbuch schrieb, auf die komplizierte Beziehung zwischen dem Protagonisten Benjamin und dessen Mutter Crystal. Der facettenreiche Benoît Magimel ("Die Klavierspielerin") und die legendäre Catherine Deneuve liefern sehr einfühlsame Leistungen. Das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn wird ambivalent gezeichnet, zwischen Crystals (Über-)Fürsorge und Benjamins oft verletzender Distanz. Während manche Stellen des Films etwas zu klischeehaft ausfallen, sind die Momente zwischen Benjamin und Crystal stets treffend und äußerst anrührend. Auch die Angst von Benjamin, in seinem Leben nichts erreicht zu haben, kommt auf ergreifende Weise zum Ausdruck.

Fazit: Ein kluges, behutsam geschildertes Drama mit bemerkenswerter Besetzung – von den Stars Benoît Magimel und Catherine Deneuve bis zum Schauspiel-Laien Dr. Gabriel A. Sara.




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Land: Frankreich
Jahr: 2021
Genre: Drama
Länge: 120 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 20.01.2022
Regie: Emmanuelle Bercot
Darsteller: Catherine Deneuve als Crystal Boltanski, Benoît Magimel als Benjamin Boltanski, Gabriel A. Sara als Dr. Eddé (as Gabriel Sara)
Verleih: Studiocanal

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