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The Sadness (2021)

Ku bei

Horror: Ein Paar kämpft ums Überleben, als ein Virus die Menschen in Taipeh in Monster verwandelt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Kat (Regina Lei) und ihr Freund Jim (Berant Zhu) leben in Taipeh. Als das sogenannte Alvin-Virus um sich greift und sich immer mehr Menschen in der Stadt infizieren, scheint es keinen sicheren Ort mehr zu geben. Das Virus lässt alle Betroffenen zu sadistischen Monstern mutieren, die überall ein Blutbad anrichten. Verzweifelt versucht Jim, seine Freundin zu finden, die nach einem Angriff in der U-Bahn auf der Flucht ist.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

"The Sadness" ist das Langfilmdebüt des Kanadiers Rob Jabbaz. Wie schon ein Großteil seiner bisherigen Kurzfilm-Arbeiten entstand auch dieses Werk in Taiwan und hat die Stadt Taipeh als Schauplatz. Der Regisseur und Drehbuchautor entwirft eine dystopische Welt, in der ein hochansteckendes Virus Menschen zu Bestien macht, die keinerlei Hemmungen kennen. Wie etwa auch die Zombies im britischen Endzeit-Horrorthriller "28 Days Later" (2002) sind die Infizierten hier schneller als die wankenden Untoten früherer Genre-Beiträge, wodurch sie noch bedrohlicher anmuten. Sie sind gewissermaßen die von allen Skrupeln und jeglicher Moral befreiten Versionen ihrer menschlichen Form und lassen sich gänzlich von ihren Trieben steuern. Dies führt zu grauenhaften Gewaltakten, die der Film in aller Deutlichkeit zeigt.

Als Splatter-Movie mit handgemachten Effekten hat "The Sadness" fraglos seine Qualitäten. Der übersteigerte Blutrausch driftet zuweilen in die (unfreiwillige?) Komik ab; dennoch verfügt das Werk über die nötige Spannung und demonstriert eindringlich, wie die Stadt im tödlichen Chaos versinkt. Die Virus-Thematik hat durch die COVID-19-Pandemie eine besondere Brisanz und Aktualität. So geht es anfangs auch darum, dass die Gefährlichkeit des Virus heruntergespielt wird. Als gesellschaftskritischer Kommentar funktioniert der Film dennoch nur bedingt. Nicht nur deshalb, weil er sich nicht für subtile Zwischentöne interessiert, sondern vor allem, weil die ins Bild gesetzte Brutalität – darunter auch Momente sexualisierter Gewalt – etwas ziemlich Selbstzweckhaftes hat: Der Film zelebriert das, was er anzuprangern vorgibt, zu sehr, um als Kritik wirklich ernst genommen werden zu können.

Die Kraft von Klassikern wie "Die Nacht der lebenden Toten" (1968), "Zombie" (1978) oder die bereits erwähnte moderne Variante von Danny Boyle erreicht "The Sadness" somit nicht. Als Talentprobe eines Filmemachers mit Leidenschaft für das Genre kann das Werk indes durchaus dienen.

Fazit: Ein äußerst drastischer Schocker mit heftigen Splatter-Einlagen, dessen gesellschaftskritische Ebene jedoch nicht ganz zu überzeugen vermag.




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Besetzung & Crew von "The Sadness"Alles anzeigen

Land: Taiwan
Jahr: 2021
Genre: Horror
Originaltitel: Ku bei
Länge: 99 Minuten
FSK: 18
Kinostart: 03.02.2022
Regie: Rob Jabbaz
Darsteller: Ying-Ru Chen, Ralf Chiu, Wei-Hua Lan
Verleih: Central Film, Capelight Pictures

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