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Love, Sex and Pandemic (2022)

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Liebe und Sex in der Pandemie? Wie und ob das zusammenpasst untersucht der polnische Regisseur Patryk Vega in seinem Film "Love, Sex and Pandemic", in dem es vier Personen mit der Monogamie nicht so genau nehmen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Im Zentrum von "Love, Sex and Pandemic" steht die epidemische Einsamkeit, die wir seit nunmehr fast zwei Jahren erleben. Der Film folgt vier Personen, drei Frauen und einem Mann, die es mit der Monogamie nicht so genau nehmen. Bis zur Corona-Pandemie, die Anfang 2020 die Welt verändert – und auch etwas mit den Protagonist/innen macht. Denn trotz ihres beständigen Verlangens nach Sex und wechselnden Beziehungen wollen sie nun versuchen enge, ernste Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Die Pandemie als ungeahnte Möglichkeit, die eigene Lebensweise zu hinterfragen und Lebenseinstellungen zu ändern? "Love, Sex and Pandemic" zeigt vier verschiedene Perspektiven und Herangehensweisen auf.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

Filmemacher Patryk Vega, geboren in Warschau, gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Regisseuren seiner polnischen Heimat. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Krimi-Reihe "Pitbull" und die Mini-Serie "Small World". Der 45-Jährige begann seine Karriere in den frühen 00er-Jahren, zu den meisten seiner Filme schreibt er auch das Drehbuch.

Vega liebt es, mit seinen Filmen zu provozieren und gesellschaftskritische Themen anzusprechen. "Love, Sex and Pandemic" bildet da keine Ausnahme. Letztlich ist der Titel aber etwas irreführend, denn die Handlung lässt sich zwar grob in die Zeit vor und nach der Pandemie einteilen und Vega zeigt auch die mit dem Lockdown einhergehenden menschenleeren Straßen und ausgestorbenen Innenstädte – aber thematisch oder inhaltlich eingehender setzt er sich mit der weltweiten Pandemie nicht wirklich auseinander.

Sein als Episodenfilm angelegtes Werk verspielt dabei eine echte Chance, die Auswirkungen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen auf die unterschiedlichen Charaktere sowie deren Seelen- und Sozialleben zu zeigen. Stattdessen überhöht er die Bedeutung von sexueller Freizügigkeit und offenen Beziehungen und stellt die steile These auf, dass das Ende von durchtanzten Diskonächten und der ständigen Verfügbarkeit von anonymem Sex mit wechselnden Partnern zu den schlimmsten und verheerendsten Folgen der Corona-Pandemie zähle. Da all dies in Zeiten von geschlossenen Clubs und einer um sich greifenden Angst vor Ansteckung nicht mehr möglich ist. Das ist natürlich mehr als fragwürdig, auch wenn Vega ganz bewusst übertreibt und, wie erwähnt, mit Vorliebe provoziert.

In gefühlt jeder zweiten Szene geht es um sexuelle Lust und den menschlichen Urtrieb, ums Vögeln und Rummachen, sieht man (halb)nackte, sehr attraktive männliche und weibliche Körper oder unterhalten sich Menschen über diese Themen. Hinsichtlich der Figurenzeichnung und der unterschiedlichen, im Film auftretenden Persönlichkeiten beweist Vega zwar Vielfalt und Kreativität – wir tauchen ein ins Leben einer Boulevardjournalistin, einer Aktfotografin, einer Feministin und eines schüchternen, sexuell unerfahrenen Mittzwanzigers. Doch leider fehlt es ihnen allen an charakterlichen Weiterentwicklungen und Tiefgründigkeit. Letzteres geht leider auch dem Film völlig ab.

Fazit: Spekulativer, plakativer und allzu reißerischer Episodenfilm, dem es an inhaltlichen Nuancen und einem dem Thema entsprechenden Feingefühl fehlt.




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Land: Polen
Jahr: 2022
Genre: Drama, Romantik
Länge: 120 Minuten
Kinostart: 10.02.2022
Regie: Patryk Vega
Darsteller: Anna Mucha, Zofia Zborowska, Michal Czernecki
Verleih: Kinostar

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