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The Dark and the Wicked (2020)

Böses auf dem Bauernhof: US-Horrorfilm über eine Familienfarm, auf der unerklärliche Dinge vor sich gehen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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David Straker (Michael Zagst) liegt im Sterben. Seine Kinder Louise (Marin Ireland) und Michael (Michael Abbott Jr.) kehren auf die Familienfarm in Texas heim, um sich von ihm zu verabschieden und ihrer Mutter Virginia (Julie Oliver-Touchstone) beizustehen. Virginias Warnungen, nicht zu kommen, weil etwas Böses auf dem Hof umginge, tun sie als Hirngespinste ab. Doch dann beginnen sie, Dinge zu sehen, die sie sich nicht erklären können. Nach und nach werden auch andere Besucher der Farm wie Davids Pflegerin (Lynn Andrews) und ein durch die Gegend ziehender Priester (Xander Berkeley) davon ergriffen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Bryan Bertino hat sich dem Horror verschrieben. Als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent hat der 1977 in einer Kleinstadt geborene Texaner bislang ausschließlich Grusel auf die große Leinwand gebracht. Gern siedelt er diesen in ländlichen Gegenden an. Seinen neuesten Film hat er auf der Farm seiner Familie gedreht. Und um den Horror, der innerhalb mancher Familien schlummert, geht es dann auch.

Die Geschwister Louise (wie immer großartig: Marin Ireland) und Michael (Michael Abbott Jr.) sind heimgekehrt, um ihrer Mutter (Julie Oliver-Touchstone) auf der elterlichen Ziegenfarm zur Hand zu gehen und um sich von ihrem im Sterben liegenden Vater (Michael Zagst) zu verabschieden. Schnell wird jedoch klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, wenn Bertino die ersten Schockmomente auspackt. Und die sind clever inszeniert, weil der Regisseur die richtige Mischung aus Anspannung und Entladung, aus lediglich Angedeutetem und tatsächlich gezeigter, roher Gewalt findet. Wenn die Mutter beispielsweise mit dem Küchenmesser hantiert, dann wird es ganz schön fies.

Bertino spielt geschickt mit der Abgeschiedenheit seines Settings. Irgendwo im texanischen Nirgendwo hört dich keiner schreien. Der kalten Jahreszeit, der ländlichen Gegend und dem Farmleben angepasst, taucht sein Kameramann Tristan Nyby die Filmbilder in fahles Licht. Gedeckte Farben und Erdtöne dominieren die Szenerie, wie sich dieser Film überhaupt sehr erdig anfühlt, so als würden seine Figuren mit ihren Fingern im Dreck ihrer Familiengeschichte wühlen.

Nach seinem Regiedebüt, dem Home-Invasion-Horror "The Strangers" (2008), dem Found-Footage-Horror "Play – Tödliches Spiel" (2014) und dem Creature Feature "The Monster" (2016) bietet Bertino seinem Publikum mit seinem Take zum Haunted-House-Film auch dieses Mal ein neues Subgenre an. Seine Schwächen bleiben jedoch die alten. Bertinos Drehbuch lässt wieder einmal bei der Figurenzeichnung zu wünschen übrig. Warum hier keiner mit dem anderen über das, was vorfällt, kommuniziert, bleibt ein Rätsel. Ebenso denkt Bertino das allem übergeordnete Thema nicht konsequent zu Ende.

Es geht um den Tod, ein mögliches Leben danach und um die menschliche Seele und was mit ihr nach dem Ableben geschieht. All das hätte in einen Horrorfilm münden können, der nicht nur schockiert, sondern auch erhellt. Bryan Bertino konzentriert sich indessen auf das, was er am besten kann: Grusel versiert auf die Leinwand bringen.

Fazit: Nach einer Home Invasion, etwas Found Footage und einem Creature Feature widmet sich Bryan Bertino dieses Mal einem Haunted House. Sein Horrorfilm ist clever inszeniert und hat mit Marin Ireland eine starke und überzeugende Hauptdarstellerin. Erzählerisch bleibt Bertino aber ein weiteres Mal deutlich hinter dem Potenzial zurück, das in der Ausgangslage steckt.




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Land: USA
Jahr: 2020
Genre: Horror
Länge: 95 Minuten
Kinostart: 14.04.2022
Regie: Bryan Bertino
Darsteller: Marin Ireland als Louise Straker, Michael Abbott Jr. als Michael Straker, Julie Oliver-Touchstone als Virginia Straker
Verleih: Drop-Out Cinema eG

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