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Mein Vater, die Wurst (2022)

Mijn Vader is een Saucisse

Verrückte Familienbande: Anouk Fortunier hat Agnès de Lestrades Buch "Mon père est une saucisse" verfilmt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Die elfjährige Zoë (Savannah Vandendriessche) lebt mit ihren Eltern und ihren zwei älteren Geschwistern Fien (Jade De Ridder) und Kas (Ferre Vuye) im malerischen Gent. Ihre Mutter (Hilde De Baerdemaeker), die das Familienunternehmen, eine Pralinenfabrik, übernommen hat, ist ständig unterwegs und oft im Ausland, um Geschäfte zu machen. Deshalb bekommt sie zunächst gar nicht mit, als ihr Mann Paul (Johan Heldenbergh) seinen Job bei einer Bank hinschmeißt, um seinem Jugendtraum zu folgen und Schauspieler zu werden.

Zoës Mutter und Geschwister sind entsetzt und halten Pauls Traum für eine Spinnerei, die schnell wieder vorübergeht. Einzig Zoë glaubt an ihren Vater und unterstützt ihn bald auch während seiner Castings. Mit Papas Erlaubnis schwänzt sie die Schule und begleitet ihn auf Schritt und Tritt. Nach einer Reihe von Misserfolgen landet Paul das erste Engagement: Er soll in einem Werbeclip eine Wurst, Pardon, einen vollwertigen Fleischersatz spielen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Deutschlands kleiner Nachbar Belgien hat nicht nur ein Händchen für schräge Filme mit skurriler Prämisse, sondern auch eins für geerdete Kinder- und Familienunterhaltung. Anouk Fortuniers Langfilmdebüt zählt dazu. Ihre Adaption eines Buchs von Agnès de Lestrade handelt von einer Tochter, die während der Midlife-Crisis ihres Vaters gemeinsame Sache mit ihm macht. Die warmherzige Familienkomödie lief auf verschiedenen Festivals, darunter das Schlingel Film Festival in Chemnitz, und startet jetzt in den deutschen Kinos.

Wie so viele andere belgische Kinderfilme fährt auch Anouk Fortunier nicht die großen Geschütze auf. Bei ihr geht es weder um Zauberlehrlinge oder sprechende Bären noch um kleine Detektive oder geschrumpfte Lehrer, Eltern und Freunde. Familie, Schule und Beruf kommen in diesem Film einfach so vor, wie sie sind: alltäglich und doch anstrengend und kompliziert. Es geht darum, dass selbst die Erwachsenen nicht immer wissen, was sie im Leben wollen. Es geht darum, mit dem Träumen auch im fortgeschrittenen Alter nicht aufzuhören. Und letzten Endes geht es auch darum, wie ein Mädchen an den Träumen ihres Vaters wächst und schließlich weiß, was sie selbst im Leben will.

Das Schöne an diesem Film ist, dass er seine junge Protagonistin ernst nimmt. Er ist auf Augenhöhe gefilmt, aus ihrer Sicht erzählt und mit Collagen, die sie in ihrer Freizeit bastelt, visuell angereichert. Dabei sitzt nicht jede Pointe und zwischendurch ergeben sich Längen, aber alles in allem bietet "Mein Vater, die Wurst" eineinhalb Stunden lang eine innige Vater-Tochter-Beziehung.

Fazit: Auf Augenhöhe gefilmt und aus Sicht der jungen Hauptfigur erzählt, packt "Mein Vater, die Wurst" das Thema Midlife-Crisis einmal anders an. In diese Buchadaption geht es um alte und junge Lebensträume und eine innige Vater-Tochter-Beziehung, die sich sehen lassen kann.




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Land: Deutschland, Belgien, Niederlande
Jahr: 2022
Genre: Komödie
Länge: 93 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 20.03.2022
Regie: Anouk Fortunier
Darsteller: Johan Heldenbergh als Paul, Savannah Vandendriessche als Zoë, Hilde De Baerdemaeker als Mum
Verleih: farbfilm verleih

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