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River (2021)

Im Fluss: zweiter Teil einer australischen Dokumentarfilmtrilogie über die Faszination der Natur.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

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Die Beziehungen zwischen Menschen und Flüssen sind so alt wie die Menschheit selbst. Menschen siedeln an Flüssen, weil deren Wasser für fruchtbare Böden sorgt und als Handelsweg genutzt werden kann. Flüsse bringen aber auch Naturkatastrophen und Zerstörung mit sich. Das ist ein Grund, warum der Mensch im Verlauf seiner Geschichte Flüsse begradigt, gestaut und gebändigt hat, was mitunter kuriose Folgen nach sich zieht.

Die Filmemacherin Jennifer Peedom widmet sich in ihrem Dokumentarfilm Flüssen auf der ganzen Welt. Mehrere Kamerateams haben in 39 Ländern auf sechs Kontinenten gedreht. Sie zeigen Flüsse unter Gletschern und in Wüstenlandschaften sowie die "Flüsse des Himmels": Wolken, wie man sie noch nie auf der großen Leinwand gesehen hat.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse5 / 5

Jennifer Peedom hat sich viel vorgenommen. Nach ihrem Dokumentarfilm "Sherpa" (2015) über das schwierige Leben der Sherpas und die fragwürdige Moral westlicher Bergsteiger schwebte der australischen Produzentin, Drehbuchautorin und Regisseurin nichts Geringeres als eine Dokumentarfilm-Trilogie vor, die "die Auswirkungen der Landschaft auf das menschliche Herz erforschen". Den Auftakt bildete "Mountain" (2016), in dem es um die Faszination der Berge ging. Jetzt nimmt sich Peedom der Faszination der Flüsse an.

An ihrer Seite ist Joseph Nizeti als Co-Regisseur neu hinzugekommen. Das Konzept ist dasselbe geblieben. Unter der Leitung von Richard Tognetti spielt das Australian Chamber Orchestra Musik von Johann Sebastian Bach bis Radiohead sowie Eigenkompositionen. (Peedom versteht die Filme ihrer Trilogie auch immer als Orchesterfilme, die abseits eines Kinosaals auf einer Konzertbühne aufgeführt werden können.) Die betörenden Töne korrespondieren wunderbar mit den erhabenen Aufnahmen, von renommierten Kameramännern wie Yann Arthus-Bertrand ("Human") und Renan Ozturk ("Lost on Everest) eingefangen und durch fabelhafte Drohnenflüge ergänzt, sowie mit der sonoren Stimme Willem Dafoes, der nachdenkliche Texte des Schriftstellers Robert Macfarlane zu den Bildern spricht.

Die Dreharbeiten des zweiten Teils dieser geplanten Trilogie waren erschwert. Die Corona-Pandemie verhinderte, dass Peedom überall vor Ort sein konnte. Stattdessen koordinierte sie alles von Australien aus. Dem fertigen Film ist diese Erschwernis nicht anzumerken. Ganz im Gegenteil ist "River" ein Film geworden, der durch seine schiere Perfektion besticht. "River" ist ein filmisches Gedicht, das die Schönheit der Natur preist, ohne sie spirituell zu überhöhen, und das auf die Zerstörung der Natur hinweist, ohne sein Publikum zu belehren.

Fazit: Im zweiten von drei geplanten Dokumentarfilmen nimmt Regisseurin Jennifer Peedom ihr Publikum mit auf eine Reise zu den Flüssen dieser Welt. "River" ist ein filmisches Gedicht über die Schönheit, die Verletzlichkeit und die Regenerationsfähigkeit der Natur. Hier ist alles im Fluss. Bilder, Musik und Erzähltext harmonieren perfekt miteinander.




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Land: Australien
Jahr: 2021
Genre: Dokumentation
Länge: 75 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 21.04.2022
Regie: Jennifer Peedom, Joseph Nizeti
Darsteller: Willem Dafoe
Verleih: Die FILMAgentinnen

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