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We are all Detroit - Vom Bleiben und Verschwinden
We are all Detroit - Vom Bleiben und Verschwinden
© Real Fiction

We are all Detroit - Vom Bleiben und Verschwinden (2021)

We are all Detroit

Dokumentarfilm: Die nordrhein-westfälische Stadt Bochum und die US-Großstadt Detroit in Michigan wurden stark von der Autoindustrie geprägt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Im Dezember 2014 endete nach über 50 Jahren die Autoproduktion in Bochum: Das Opel-Werk wurde geschlossen. 3500 Menschen, die dort bis dato noch arbeiteten und angestellt waren, verloren ihren Job. Mit diesen Arbeitsplätzen waren wiederum etliche weitere Arbeitsplätze verbunden. So verschwand ein Stück Industriekultur.

Und auch in Detroit kam es zum Niedergang der örtlichen Fahrzeugproduktion. Die einstige Metropole des Reichtums war plötzlich von Ruinen gekennzeichnet. Die Bevölkerung sank von zwei Millionen Menschen auf 600 000. Mittlerweile lässt sich in Downtown jedoch wieder ein leichter Aufschwung erkennen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Bereits in ihrer Ruhrgebiets-Trilogie, bestehend aus "Losers and Winners" (2006), "Arbeit Heimat Opel" (2012) und "Göttliche Lage" (2014), haben sich Ulrike Franke und Michael Loeken mit dem Arbeitsleben und mit dem Wandel der Industriegesellschaft befasst. Daran knüpfen sie nun in ihrem neuen Werk "We are all Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden" an. Sie erzählen von Umbrüchen und wie sich diese auf die Bevölkerung auswirken.

Dabei begleiteten sie Menschen in der nordrhein-westfälischen Stadt Bochum, in er es 2014 zur Schließung des Opel-Werks kam, und in der US-Großstadt Detroit in Michigan – einer einstmals boomenden Autoindustrie-Metropole, in der sich der Niedergang der dortigen Fahrzeugproduktion etwa in verwahrlosten und verbarrikadierten Gebäuden und riesigen Brachen nachvollziehen lässt. Der Film unternimmt keine vergleichende Schilderung, sondern eine korrespondierende: Im Bewusstsein der unterschiedlichen sozialen und politischen Systeme sowie der unterschiedlichen Vergangenheiten der beiden Städte zeigt das Regie-Duo, wie die Leute hier wie dort mit den globalen Entwicklungen konfrontiert werden und versuchen müssen, damit zurechtzukommen.

Der Film lebt von der Offenheit der Befragten – darunter ein Autoingenieur, eine Bedienung und ein Werkzeugladen-Inhaber aus Detroit sowie ein gelernter Industriemechaniker, der sich nach dem Ende der Produktion im Bochumer Opel-Werk dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb widmete. Bei aller Wehmut, die mit dem Thema zwangsläufig einhergeht, nehmen die Zukunftsstrategien der Menschen eine wichtige Rolle ein. Franke und Loeken halten die verschwindenden Dinge filmisch fest, sie vermitteln die Wunden und Narben, die bei den Menschen zurückbleiben – und sie lassen die Bemühungen eines Um- und Aufschwungs erkennen.

Fazit: Ein fein beobachteter Dokumentarfilm, der dem Wandel zweier Städte und den gesellschaftlichen Konsequenzen nachgeht.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollWas haben Detroit und Bochum gemein? - Richtig, die Automobilindustrie, oder besser gesagt, dass aus beiden Städten die Autoindustrie verschwunden ist. WE ARE ALL DETROIT ? VOM BLEIBEN UND VERSCHWINDEN ist eine Geschichte des Verfalls. Was Detroit [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2021
Genre: Dokumentation
Länge: 118 Minuten
Kinostart: 12.05.2022
Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken
Darsteller: Armin Laschet als Minister
Verleih: Real Fiction

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