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Trauzeugen (2022)

Deutsche Komödie um zwei grundverschiedene Trauzeugen, die sich trotz aller Streitigkeiten zusammenraufen müssen um die Hochzeit ihrer besten Freunde zu retten.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.2 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 39 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Sie arbeiten an jeweils entgegengesetzten Enden derselbe Branche: Scheidungsanwalt Jakob (Edin Hasanovic) und Paartherapeutin Marie (Almila Bagriacik). Während Jakob, ein verbissener und von sich selbst überzeugter Workaholic, Beziehungen vor Gericht beendet, versucht Marie sie zu retten. Ausgerechnet diese Beiden müssen fortan an einem Strang ziehen, denn: Als Trauzeugen sollen sie die Hochzeit ihrer besten Freunde Ruth (Cristina do Rego) und Tobi (László Branko Breiding) organisieren. Oder besser, retten. Denn aufgrund widriger Umstände steht diese kurz davor abgesagt zu werden. Schnell stellt sich heraus, dass hinter so einer "Rettungsaktion" und Hochzeitsplanung enorm viel Zeit, Aufwand und Zusammenarbeit stecken. Kann das funktionieren, wenn die Hochzeitsplaner wider Willen zwei solch gegensätzliche Sturköpfe sind?

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"Trauzeugen": Unglaubwürdig und absehbar

Regisseur Finn Christoph Stroeks und seine Kollegin Lena May Graf legen "Trauzeugen" von Beginn an als Romantik-Komödie nach Schema F an, bei der man Verlauf und Ende bereits frühzeitig absehen kann. Nun gibt es dutzende Filme, in denen zwei grundverschiedene Personen, die sich zunächst spinnefeind sind, füreinander romantische Gefühle entwickeln. In "Trauzeugen" passiert das alles aber auf eine derart unglaubwürdig-suspekte Art und ohne jegliche charakterliche Entwicklung, dass es bisweilen eine echte Zumutung ist dem Treiben auf der Leinwand beizuwohnen.

Dabei machen die beiden Hauptdarsteller Edin Hasanovic und Almila Bagriacik ihre Sache gut. Voller Energie und Lust am Spiel treten sie hier auf, mit Ausdrucksstärke und Charisma sind beide ohnehin gesegnet. Sie kämpfen allerdings gegen ein ärgerliches, wenig ausgeklügeltes Drehbuch an, das aus ihren Figuren anstrengende, stereotype und unsympathische Protagonisten macht – vor allem aus Jakob. Dieser ist ein arroganter und wohlhabender Jung-Anwalt, dem die Karriere und der SUV über alles gehen. Er verhält sich extrem egoistisch und bringt mit seinen selbstgezogenen Aktionen eins ums andere Mal die Hochzeitsvorbereitungen in Stocken.

Konstruierte Zufälle und unnötige Sub-Plots

Als Zuschauer fragt man sich: Wieso lassen ihm Marie und nicht zuletzt das Brautpaar dieses Fehlverhalten durchgehen? Eine erwähnenswerte Läuterung und oder Wandlung gestehen Stroeks und Graf ihm auch nicht zu. Marie ist zwar das komplette Gegenteil: Sie glaubt an das Gute, liebt Romantik und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Dennoch fällt es schwer, selbst für sie Sympathien zu entwickeln oder gar mit ihr zu fühlen. Dafür ist sie zu naiv, redet zu viel und besticht insgeheim durch ein ganz schön hochmütiges, störrisches Wesen.

Extrem unglaubwürdig ist, dass sie tatsächlich und ganz plötzlich Gefühle für ihren verhassten Trauzeugen-Kollegen entwickelt. Hätte das Drehbuch die Hassliebe zwischen den Beiden weiter aufrechterhalten: es wäre realistischer und glaubhafter gewesen. Zu all diesen Ärgernissen gesellen sich konstruierte Wendungen (eine kurzfristige Location-Änderung), plumper Slapstick-Humor sowie umständlich in den Hauptplot eingebaute Nebenhandlungen. Einige von ihnen, darunter Jakobs neuester gerichtlicher Fall, geraten später völlig in Vergessenheit – nur um gegen Ende unvermittelt erneut aus dem Hut gezaubert zu werden.

Fazit: Zwei charismatische Hauptdarsteller und eine dynamische Inszenierung sind nicht genug: Die inhaltlich wenig überraschende Rom-Com "Trauzeugen" enttäuscht mit konstruierten Zufällen, einer unausgereiften Figurenzeichnung und allerlei Klischeebildern.




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Besetzung & Crew von "Trauzeugen"

Land: Deutschland
Jahr: 2022
Genre: Komödie
Länge: 99 Minuten
Kinostart: 14.09.2023
Regie: Lena May Graf, Finn Christoph Stroeks
Darsteller: Edin Hasanovic als Jacob, Almila Bagriacik als Marie, Cristina Do Rego, Sinha Gierke, Adél Onodi
Verleih: Paramount Pictures Germany

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