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Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende...fuhr
Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr
© Central Film

Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr (2022)

The Last Bus

Drama: Ein Witwer begibt sich auf eine lange Busreise, um eine persönliche Mission zu erfüllen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Einst lernten sich Tom (Ben Ewing) und Mary (Natalie Mitson) im englischen Land's End kennen – und verließen gemeinsam den Ort, um im Norden Schottlands ein neues Leben zu beginnen. Als Mary (nun verkörpert von Phyllis Logan) im hohen Alter verstirbt, fasst der inzwischen 90-jährige Tom (jetzt Timothy Spall) den Entschluss, eine mehr als 1300 Kilometer lange Reise zurück nach Land's End anzutreten. Hierfür will er ausschließlich Nahverkehrsbusse nutzen und sein Rentnerticket einsetzen. Unterwegs kommt es zu mal mehr, mal weniger erfreulichen Begegnungen mit anderen Menschen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr" ist ein Roadmovie der besonders bedächtigen Art. Der Regisseur Gillies MacKinnon ("Marrakesch") zeigt uns, wie sich ein 90-jähriger Witwer mit seiner Senioren-Busfahrkarte vom nördlichsten Punkt Schottlands zum südlichsten Punkt Englands bewegt – und damit, in umgekehrter Richtung, eine Route wiederholt, die er vor etlichen Dekaden zusammen mit seiner inzwischen verstorbenen Frau zurückgelegt hat. Das betont zurückhaltende Tempo lässt an David Lynchs ungewöhnlichen Genre-Vertreter "Eine wahre Geschichte – The Straight Story" (1999) denken, in dem ein älterer Mann fast 400 Kilometer auf einem Aufsitz-Rasenmäher hinter sich lässt.

Hier ist es der britische Charakterkopf Timothy Spall ("Mr. Turner – Meister des Lichts"), der sich auf Reisen begibt. Während der Schauspieler oft eher in grimmigen Rollen zu sehen ist, tritt er nun überraschend freundlich auf: Der Protagonist Tom ist ein aufgeschlossener Mann, der gut mit Kindern umgehen kann und in entscheidenden Momenten Zivilcourage demonstriert, wodurch er (ohne sein Wissen) sogar zu einer nationalen Berühmtheit und zum Alltagshelden avanciert. Das Drehbuch von Joe Ainsworth und dessen Umsetzung enthüllen die Motivation für Toms Unternehmung erst nach und nach; Erinnerungen an die Zeit mit seiner Frau in jungen Jahren und kurz vor ihrem Tod werden in die aktuelle Odyssee des Pensionärs integriert. Die Atmosphäre des Werks hat stets etwas Melancholisches. Wenn Tom bei einem kaputten Fahrzeug auf der Straße behilflich ist oder auf Schafe im Bus trifft, blitzt Humor auf; zudem sind einige der zwischenmenschlichen Begegnungen in ihrer Abstrusität sehr amüsant. Es dominiert jedoch die leise Tragik, die den Plot vorantreibt.

Im Laufe der Reise zieht sich Tom allerlei Schrammen und Verletzungen zu und landet schließlich gar im Krankenhaus. Kaum etwas verläuft nach Plan – dennoch verliert die Figur nie ihr finales Ziel aus den Augen. "Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr" ist ein angenehm warmherziger Film, der ganz von seinem beharrlichen Protagonisten lebt.

Fazit: Ein besonnenes Roadmovie mit liebenswerter Hauptfigur – charismatisch und einfühlsam verkörpert von Timothy Spall.




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Land: Vereinigte arabische Emirate, Großbritannien
Jahr: 2022
Genre: Drama
Länge: 92 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 11.08.2022
Regie: Gillies MacKinnon
Darsteller: Timothy Spall als Tom, Phyllis Logan als Mary, Natalie Mitson als Young Mary
Verleih: Central Film

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