oder
Violent Night
Violent Night
© Universal Pictures International

Violent Night (2022)

Actionlastige Mischung aus "Kevin - Allein zu Haus" und "Stirb Langsam" mit einer tollen Grundidee, aber nur mittelmäßiger Umsetzung
Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Santa Claus (David Harbour) hat eigentlich schon vor dem 24. genug von Weihnachten: In einer Bar sinniert er betrunken über die Unsinnigkeit des Festes und der jährlichen Geschenkeverteilung, denn die Kinder würden inzwischen nicht einmal die größten Präsente zu schätzen wissen. Dass das an diesem Abend seine geringste Sorge sein wird, weiß er da noch nicht. Denn nach dem Schornsteineinstieg im Anwesen der reichen Familie Lightstone, die gerade ihr wie gewohnt dysfunktionales Familienfest abhält, gerät Santa einer Einbrecherbande in die Quere, die den scheinbar prall gefüllten Safe der Lightstones leeren will. Während die Familie im Wohnzimmer vom Anführer Jimmy "Scrooge" Martinez festgehalten wird, kämpft Santa in bester John McClane-Manier gegen die gewalttätigen Festtagsverderber, um nicht nur die Familie Lightstone zu retten, sondern auch gleich Weihnachten an sich.

Bildergalerie zum Film "Violent Night"

Violent Night - David Harbour als Santa Claus und...rkolaViolent Night - Jason (Alex Hassell), Gertrude...bour)Violent Night - David Harbour als Santa Claus und...s BenViolent Night - David Harbour als Santa Claus


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmiggutweltklasse3 / 5

"Violent Night" lässt sich gut als Mischung zwischen "Kevin - Allein zu Haus" und den "Stirb Langsam"-Filmen beschreiben. Das ist nicht nur aufgrund des Settings und der Handlung naheliegend, beide Filme werden gleich mehrfach - und nicht auf schlechteste Art und Weise - zitiert. Die Slapstickeinlagen im letzten Drittel, bei denen Lightstone-Tochter Trudy einigen Einbrechern das Leben zur Hölle macht, orientieren sich sehr genau am Finale von "Kevin", addieren einiges an Gewalt und Brutalität - und gehören zum Besten, dass "Violent Night" zu bieten hat.

Den Rest der Laufzeit ist es eine halbwegs solide Actionkomödie, die sich zu oft in sinnlosen Gewaltorgien ergeht, als nötig und gut ist. Die Handlung bleibt da etwas auf der Strecke wenn wir dabei zusehen, wie Santa, plötzlich Actionheld, sich in mehreren minutenlangen bis gefühlt endlosen Sequenzen durch die Gegend metzelt. In der Umsetzung ist das manchmal ganz lustig, in der Masse aber bisweilen zu viel.

"Violent Night" verlässt sich dabei auch etwas zu sehr auf seine Grundidee: Santa Claus wird wider Willen zum blutigen Rächer. Denn so genial diese zwar sein mag - für einen knapp 2-stündigen Film reicht sie nicht aus. Er ist ein offensichtliche Hommage an vorher genannte Vorbilder. Und ist manchmal zu sehr von sich und seinem "Gimmick" des Santa-Rächers überzeugt, als gut ist. So werden manche andere Aspekte vernachlässigt, sei es in Form der doch recht oberflächlich entworfenen Figuren, an manchen Stellen des Dialogs oder durch unglaubwürdige Drehbuchentscheidungen.

Hervorzuheben ist aber jedenfalls David Harbour, der als mürrischer, grantiger, entnervter und saufender Santa Claus-Antiheld, der am Ende widerwillig doch für "das Gute" kämpfen muss, eine überzeugende Leistung abliefert. Man muss davon ausgehen, dass die Produzenten hinter dem Streifen (87North), die auch für "Nobody" und "John Wick" verantwortlich zeichnen, es darauf anlegen, mit dem Harbour-Santa eine neue "Kultfigur" zu etablieren, die sich dann in mehreren Fortsetzungen zu Geld machen lässt. Die Figur hat fraglos das Potential dazu - der Film als solcher ist insgesamt aber einfach zu mittelmäßig, als dass eine Fortsetzung gerechtfertigt wäre.

Fazit: Grandiose Idee, leider nur mittelmäßig umgesetzt: David Harbour überzeugt in dieser Weihnachtsklassiker-Hommage als blutiger Santa, der Weihnachten retten muss. Während seine Figur Kultpotential hat, findet man in der etwas zu langen Laufzeit zu viel sinnlose und ermüdende Gewalt und zu wenig Einfallsloskraft beim Drehbuch. Wer im Kino aber einfach den Kopf ausschalten will, wird an "Violent Night" durchaus Gefallen finden.




TrailerAlle "Violent Night"-Trailer anzeigen

Zum Video: Violent Night

Besetzung & Crew von "Violent Night"

Land: USA
Jahr: 2022
Genre: Action, Komödie
Länge: 112 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 01.12.2022
Regie: Tommy Wirkola
Darsteller: David Harbour als Santa Claus, Beverly D'Angelo als Gertrude Lightstone, John Leguizamo als Ben
Verleih: Universal Pictures International

Verknüpfungen zu "Violent Night"Alle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.