oder

Pale Flower (2023)

Kawaita hana

Das Meisterwerk des japanischen Regisseurs Masahiro Shinoda findet nach 60 Jahren endlich seinen Weg auf deutsche Kinoleinwände.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Muraki (Ryô Ikebe), ein durchtriebener Yakuza-Gangster, ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden, nachdem er dort eine langjährige Haftstrafe wegen Mordes verbüßte. Am ersten Abend in Freiheit besucht Muraki seinen alten Spielsalon und wird dort auf eine geheimnisvolle Unbekannte aufmerksam: Saeko (Mariko Kaga), eine hübsche junge Frau aus der Oberschicht, die die Rituale der männlichen Unterwelt mächtig durcheinanderwirbelt. Saeko zieht auch deshalb die Aufmerksamkeit auf sich, weil sie mit hohen Einsätzen und sehr risikofreudig spielt. Es dauert nicht lange und die Beiden verlieren sich in einer zerstörerischen Beziehung.

Bildergalerie zum Film "Pale Flower"

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse5 / 5

Zwielichtige Unterwelt

In edlen, erlesenen Schwarz-Weiß-Bildern erzählt der Japaner Masahiro Shinoda in "Pale Flower" von einer intensiven, toxischen Liebe zwischen zwei Menschen, die man als extreme, lebenshungrige Charaktere bezeichnen kann. Eingebettet ist die Geschichte in die mafiöse Welt der Yakuza-Gruppierungen, die miteinander konkurrieren und auch vor Mord nicht zurückschrecken. Für einen solchen Mord saß Muraki drei Jahre im Knast. Ryô Ikebe spielt diesen Muraki, der sich im kriminellen Milieu und den stickigen Kellern der Casinos und Bars wohler fühlt als tagsüber unter seinen Mitmenschen, mit ausladenden Gesten und expressiver Ausdrucksfähigkeit.

"Pale Flower": das Visuelle und die Musik bilden Einheit

Ihm in nichts nach steht Mariko Kaga als mysteriöse Femme Fatale, die, und das sagt sie auch in einer Szene klar und deutlich zu Muraki, gelangweilt ist vom alltäglichen Durchschnitts-Dasein. Vom routinierten und ereignislosen, nach gängigen Mustern ablaufenden Leben, wie es die meisten "normalen" Menschen führen. Vielmehr sehnt sie sich nach dem nächsten aufregenden Kick, nach Ekstase und Abwechslung. Das wird zum Beispiel in den intensiven Szenen deutlich, die Saeko beim Drogenkonsum und beim Verspielen hoher Geldbeträge zeigen oder während der waghalsigen Spritztouren in ihrem Sportwagen. Das Risiko und das Hedonistische schwingen immer mit.

Darüber hinaus braucht der Filme nur wenige Momente, um auch den Nebenfiguren eine erstaunliche Tiefe zu verleihen. Darunter der jüngere Reiji (Shin'ichirô Mikami), der sich darüber freut, den in Freiheit befindlichen Muraki endlich wiederzusehen. Oder auch Murakis Geliebte (Chisako Hara) aus der Zeit vor der Haftstrafe, die in einem Haus voller tickender Uhren lebt. Montage, Hintergrundmusik und Kamera erweisen sich zudem als Einheit und sorgen für eine stimmige Atmosphäre, einheitlich düstere Bildsprache und eine beklemmende Akustik.

Fazit: Vielschichtiger, hochatmosphärischer Trip ins abgründige Milieu der Yakuza-Mafia und die kriminelle Schattenwelt des japanischen organisierten Verbrechens. Düster, unheilvoll und brillant fotografiert.




Besetzung & Crew von "Pale Flower"

Land: Japan
Jahr: 2023
Genre: Action, Krimi
Originaltitel: Kawaita hana
Länge: 96 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 18.05.2023
Regie: Masahiro Shinoda
Darsteller: Ryô Ikebe als Muraki, Mariko Kaga als Saeko, Takashi Fujiki als Yoh, Naoki Sugiura als Aikawa, Shin'ichirô Mikami als Reiji
Kamera: Masao Kosugi
Verleih: Rapid Eye Movies



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