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Dead of Winter - Eisige Stille (2024)
The Fisherwoman
US-Survival-Thriller mit Emma Thompson von Regisseur Brian Kirk ("21 Bridges").Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Im bitterkalten Winter Minnesotas ist die Witwe Barb (Emma Thompson) zu einem einsamen See unterwegs. Hierher kam sie als junge Frau (Gaia Wise) mit ihrem Ehemann Karl (Cúán Hosty-Blaney) zum Eisfischen. Erstmals versucht Barb beim Angeln auf dem zugefrorenen Gewässer allein ihr Glück, verfranzt sich aber schon bei der Anfahrt und fragt einen Fremden (Marc Menchaca) in einer Waldhütte nach dem Weg. Der gibt zwar bereitwillig Auskunft, doch eine Blutspur im Schnee macht Barb stutzig.
Als sie im Keller der Hütte eine entführte Frau (Laurel Marsden) entdeckt, ist ihr Einfallsreichtum gefragt. Denn mitten im Nirgendwo, ohne Handyempfang und mehrere Autostunden von der nächsten Polizeistation entfernt, ist Barb bei der Befreiung der Frau auf sich allein gestellt. Müsste sie es nur mit einem Entführer aufnehmen, käme sie wohl klar, doch dann kreuzt die Ehefrau (Judy Greer) des Fremden auf. Und die versteht keinen Spaß.
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Filmkritik
"Dead of Winter": Eiskalte Entführung mit perfidem Twist
Für einen überzeugenden Thriller braucht es nicht immer ein großes Budget, große Sets und großspurig aufgefahrene Action. Das beweist Brian Kirk mit seinem neuen Film. Der 1968 in Nordirland geborene Regisseur und Produzent, der bei bekannten Fernsehserien wie "Game of Thrones", "Penny Dreadful" und jüngst "The Day of the Jackal" auf dem Regiestuhl saß, war zuletzt mit "21 Bridges" (2019) im Kino vertreten. Und darin war alles gleich zwei Nummern größer als jetzt in "Dead of Winter".
In einer seiner letzten Rollen spielte der 2020 gestorbene "Black Panther"-Darsteller Chadwick Boseman einen Polizisten, der Manhattan über Nacht abriegeln lässt, um zwei Mörder dingfest zu machen. Vor einer glitzernden Großstadtkulisse entspinnt sich ein atemloses Katz-und-Maus-Spiel. Die Action ist mitunter halsbrecherisch, wilde Schießereien und schnelle Verfolgungsjagden inklusive. Gedreht wurde "21 Bridges" allerdings nicht in New York City, sondern in Philadelphia, das als Double für den Big Apple herhalten musste. Die Praxis ist in der Filmbranche üblich – und wurde auch bei Kirks neuem Film angewendet.
Wenn die Knochen schmerzen, ist Köpfchen gefragt
Offiziell spielt "Dead of Winter" im US-Bundesstaat Minnesota, gedreht wurde die deutsch-amerikanische Co-Produktion allerdings in einem Kölner Studio und in der finnischen Wildnis. Hauptdarstellerin Emma Thompson lobte nicht nur die Effizienz der finnischen Filmcrew, die prächtige Naturkulisse bietet Kameramann Christopher Ross auch das perfekte Panorama für atemberaubende Aufnahmen. Dieser frostige Thriller sieht fabelhaft aus. Dass es darin jedoch nicht so atemlos wie noch in "21 Bridges" zugehen kann, macht bereits das fortgeschrittene Alter der Hauptfigur klar.
Wenn die Knochen schmerzen, ist Köpfchen gefragt. Und die zwei Drehbuch-Debütanten Nicholas Jacobson-Larson und Dalton Leeb lassen sich einiges einfallen, damit das Kräfteverhältnis zwischen der von Thompson gespielten Witwe Barb und ihren von Judy Greer und Marc Menchaca verkörperten Widersachern gewahrt und die Handlung glaubwürdig bleibt. Als Sahnehäubchen obendrauf gibt es eine überraschende Hintergrundgeschichte für Barb und eine perfide Wendung, was die Verbrecher anbelangt. Der Realismus ist allerdings auch die größte Schwäche des Films. Denn an Barbs Seite bewegt sich die Handlung zwischen einzelnen Orten hin und her, stets vor und dann wieder zurück. Was zwar dem menschlichen Verhalten in einer Notlage entspricht, die Dramaturgie jedoch aufweicht. Trotz der epischen Weite der Landschaft entsteht ein intensiver, beinahe kammerspielartiger Thriller, der in seinem feurigen Finale symbolisch aufgeladene Bilder auffährt.
Fazit: In Brian Kirks neuem Film "Dead of Winter" ist alles zwei Nummern kleiner als noch in "21 Bridges", was keine schlechte Sache ist. Emma Thompson überzeugt als entschlossene Witwe, die ein Entführungsopfer mitten im verschneiten Nirgendwo retten will. Ein kleiner, frostiger und beinahe kammerspielartiger Thriller vor großartiger Naturkulisse
Für einen überzeugenden Thriller braucht es nicht immer ein großes Budget, große Sets und großspurig aufgefahrene Action. Das beweist Brian Kirk mit seinem neuen Film. Der 1968 in Nordirland geborene Regisseur und Produzent, der bei bekannten Fernsehserien wie "Game of Thrones", "Penny Dreadful" und jüngst "The Day of the Jackal" auf dem Regiestuhl saß, war zuletzt mit "21 Bridges" (2019) im Kino vertreten. Und darin war alles gleich zwei Nummern größer als jetzt in "Dead of Winter".
In einer seiner letzten Rollen spielte der 2020 gestorbene "Black Panther"-Darsteller Chadwick Boseman einen Polizisten, der Manhattan über Nacht abriegeln lässt, um zwei Mörder dingfest zu machen. Vor einer glitzernden Großstadtkulisse entspinnt sich ein atemloses Katz-und-Maus-Spiel. Die Action ist mitunter halsbrecherisch, wilde Schießereien und schnelle Verfolgungsjagden inklusive. Gedreht wurde "21 Bridges" allerdings nicht in New York City, sondern in Philadelphia, das als Double für den Big Apple herhalten musste. Die Praxis ist in der Filmbranche üblich – und wurde auch bei Kirks neuem Film angewendet.
Wenn die Knochen schmerzen, ist Köpfchen gefragt
Offiziell spielt "Dead of Winter" im US-Bundesstaat Minnesota, gedreht wurde die deutsch-amerikanische Co-Produktion allerdings in einem Kölner Studio und in der finnischen Wildnis. Hauptdarstellerin Emma Thompson lobte nicht nur die Effizienz der finnischen Filmcrew, die prächtige Naturkulisse bietet Kameramann Christopher Ross auch das perfekte Panorama für atemberaubende Aufnahmen. Dieser frostige Thriller sieht fabelhaft aus. Dass es darin jedoch nicht so atemlos wie noch in "21 Bridges" zugehen kann, macht bereits das fortgeschrittene Alter der Hauptfigur klar.
Wenn die Knochen schmerzen, ist Köpfchen gefragt. Und die zwei Drehbuch-Debütanten Nicholas Jacobson-Larson und Dalton Leeb lassen sich einiges einfallen, damit das Kräfteverhältnis zwischen der von Thompson gespielten Witwe Barb und ihren von Judy Greer und Marc Menchaca verkörperten Widersachern gewahrt und die Handlung glaubwürdig bleibt. Als Sahnehäubchen obendrauf gibt es eine überraschende Hintergrundgeschichte für Barb und eine perfide Wendung, was die Verbrecher anbelangt. Der Realismus ist allerdings auch die größte Schwäche des Films. Denn an Barbs Seite bewegt sich die Handlung zwischen einzelnen Orten hin und her, stets vor und dann wieder zurück. Was zwar dem menschlichen Verhalten in einer Notlage entspricht, die Dramaturgie jedoch aufweicht. Trotz der epischen Weite der Landschaft entsteht ein intensiver, beinahe kammerspielartiger Thriller, der in seinem feurigen Finale symbolisch aufgeladene Bilder auffährt.
Fazit: In Brian Kirks neuem Film "Dead of Winter" ist alles zwei Nummern kleiner als noch in "21 Bridges", was keine schlechte Sache ist. Emma Thompson überzeugt als entschlossene Witwe, die ein Entführungsopfer mitten im verschneiten Nirgendwo retten will. Ein kleiner, frostiger und beinahe kammerspielartiger Thriller vor großartiger Naturkulisse
Falk Straub
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Besetzung & Crew von "Dead of Winter - Eisige Stille"
Land: USA, DeutschlandJahr: 2024
Genre: Action, Thriller
Originaltitel: The Fisherwoman
Kinostart: 19.02.2026
Regie: Brian Kirk
Darsteller: Judy Greer, Emma Thompson, Marc Menchaca, Brian F. O'Byrne, Gaia Wise
Kamera: Christopher Ross
Verleih: Leonine Distribution






