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Primadonna or Nothing (2025)

Deutscher Dokumentarfilm über drei Opernsängerinnen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 2.5 / 5

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Drei Opernsängerinnen an unterschiedlichen Punkten ihrer Karriere: Die deutsche Mezzosopranistin Valerie Eickhoff, Jahrgang 1996, steht am Beginn ihrer Laufbahn und möchte ihre Rolle als Zweitbesetzung hinter sich lassen. Die 1984 in Los Angeles geborene Sopranistin Angel Joy Blue feiert weltweit Erfolge, ist dafür aber auch pausenlos auf Tour und hat ihre Heimatstadt schon 15 Jahre nicht mehr gesehen. Die italienische Sopranistin Renata Scotto (1934–2023) hat ihre Karriere bereits hinter sich, kann aber selbst im hohen Alter nicht von der Opernwelt lassen.

Die Regisseurin Juliane Sauter hat die drei Sängerinnen für ihren ersten Kinodokumentarfilm über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg mit der Kamera begleitet.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse3 / 5

"Primadonna or Nothing": Alles oder nichts

Nicht nur im Kapitalismus, auch in der Kunst ist der Wettbewerb unerbittlich. Ein Leben lang nur die Zweitbesetzung zu sein, davon träumt keine Opernsängerin. Valerie Eickhoff nimmt zu Beginn dieses Dokumentarfilms genau diese Ersatzrolle ein und muss sich die Frage stellen, wie weit sie für den Erfolg gehen will. Was die deutsche Mezzosopranistin unter anderem nach Kanada zu einem kräftezehrenden und nervenaufreibenden Gesangswettbewerb führt. Die US-Amerikanerin Angel Joy Blue und die Italienerin Renata Scotto haben diese Frage schon lange für sich selbst beantwortet. Die eine steckt mitten in ihrer Karriere, die andere hat sie bereits hinter sich. Alle drei sind Teil dieses Langfilmdebüts, in dem früh klar wird, dass man alles auf eine Karte setzen muss, wenn man es in diesem Beruf zu etwas bringen will.

Drei Generationen Oper

Juliane Sauter legt mit "Primadonna or Nothing" ihren ersten langen Dokumentarfilm vor. Es handelt sich um ihren Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Bereits zuvor hatte sich Sauter in mehreren Beiträgen fürs SWR Fernsehen mit jungen Opernstars beschäftigt und unter anderem einen Beitrag über Valerie Eickhoff realisiert. In ihrem Kinodebüt erweitert sie nun den Blick. Sie begleitet drei Sängerinnen aus unterschiedlichen Generationen und Regionen der Welt durch drei sehr unterschiedliche Lebens- und Karrierephasen. Es geht um den Glauben an sich selbst, an Gott und an die Musik. Doch obwohl Sauter ihren Protagonistinnen nahekommt, bleiben diese seltsam unnahbar.

Erschwerte Bedingungen

Es mag an den erschwerten Bedingungen gelegen haben, dass der fertige Film nicht rundum überzeugt. In die Zeit der Dreharbeiten, die sich über mehrere Jahre erstreckten, fielen sowohl die Corona-Pandemie als auch der Tod Renata Scottos. "In vielen Häusern war genau vorgegeben, wo wir drehen dürfen", erinnert sich Sauter in einem Interview. Die strikten Regeln während der Pandemie hätten es oft unmöglich gemacht, dort zu drehen, "wo die Intimität eigentlich entsteht: hinter der Bühne, in der Garderobe, in der Pause", sagt Sauter. Und das merkt man dem Film an. Zum einen fallen die Szenen mit der im August 2023 gestorbenen Scotto vergleichsweise kurz aus, zum anderen mangelt es dem Film an erwähnter Intimität. Das harte Leben einer Opernsängerin, deren Stimme jeden Abend aufs Neue funktionieren muss, wird zwar (durchaus selbstkritisch) verbalisiert, aber nicht stark genug visualisiert. Angesichts der Umstände hat die Debütantin aber das Beste daraus gemacht.

Fazit: Unter erschwerten Bedingungen gedreht, legt die Regisseurin Juliane Sauter ihren ersten Kinodokumentarfilm vor. "Primadonna or Nothing" blickt drei Opernsängerinnen an unterschiedlichen Karrierepunkten über die Schulter, kommt ihnen allerdings nicht nahe genug.




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Besetzung & Crew von "Primadonna or Nothing"

Land: Deutschland
Jahr: 2025
Genre: Dokumentation
Länge: 99 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 07.08.2025
Regie: Juliane Sauter
Darsteller: Angel Blue, Valerie Eickhoff, Renata Scotto
Kamera: Sebastian Ganschow
Verleih: Camino

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