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Was ist Liebe wert - Materialists (2025)
Materialists
Romantischer Spielfilm über eine Partnervermittlerin in New York, die ihr Glück noch nicht gefunden hat.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung :
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Lucy (Dakota Johnson) ist eine erfolgreiche und sehr engagierte Partnervermittlerin in New York. Die Agentur, bei der sie angestellt ist, wird von reichen und anspruchsvollen Kunden und Kundinnen gebucht. Nur Personen zusammenzuführen, die all ihre gegenseitigen Vorstellungen erfüllen, ist aber oft nicht möglich und dann reagiert eine Seite unzufrieden, die andere verletzt. Besonders oft wird Lucys Klientin Sophie (Zoë Winters) verschmäht, obwohl ihr nach Lucys Einschätzung nichts weiter fehlt als dass sie ganz normal wirkt.
Auf der Hochzeit eines Paares, das Lucy zusammengebracht hat, lernt sie Harry (Pedro Pascal), den reichen Bruder des Bräutigams, kennen. Harry lässt sich nicht davon abbringen, Lucy persönlich zu umwerben. Er ist der perfekte Mann – attraktiv, vermögend, höflich, großzügig. Lucy sagt ihm, dass sich ihre Klientinnen um ihn reißen würden – sie aber gehöre nicht in diese Top-Liga. Auf der Party trifft Lucy überraschend auch ihren Ex-Freund John (Chris Evans) wieder. John jobbt als Kellner, strebt immer noch eine Karriere als Schauspieler an, wohnt in einer WG. Und er empfindet immer noch viel für Lucy, die sich aber zunehmend von Harry umgarnen lässt.
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Filmkritik
"Was ist Liebe wert – Materialists“: Alles muss passen
Romantische Komödien haben es bekanntlich schwer in der filmischen Gegenwart, in der große Gefühle rasch als peinliche Spaßbremsen gelten. Aber die Regisseurin Celine Song, die schon mit ihrem nachdenklichen Spielfilmdebüt "Past Lives“ Aufsehen erregte, hat sich nun mit einem sehr aktuellen Thema an das Genre herangewagt. Ihr zweiter Spielfilm "Was ist Liebe wert – Materialists“ kreist um das Problem der Partnersuche, die wie ein Geschäft aufgezogen wird. Jeder und jede gibt dabei die eigenen Vorzüge und vor allem die eigenen Ansprüche an die Person an, mit der sich ein Treffen lohnen könnte. Die Strichliste aber verstellt oft genug die Freiräume, die eine romantische Entwicklung benötigt.
Gut genug für den perfekten Mann?
Mit ihrer Hauptfigur, der von Dakota Johnson gespielten Partnervermittlerin Lucy, hält Celine Song ihren Zeitgenoss*innen einen Spiegel vor. Wer will sich schon mit der zweiten Wahl begnügen, wenn es auf dem Beziehungsmarkt auch noch Männer ohne Haarausfall und mit mehr Geld, jüngere und hübschere Frauen gibt? Lucy hält Dating für ein Geschäft. Als sie Harry kennenlernt, ein sogenanntes "Einhorn“ – so heißt in Vermittlungskreisen ein perfekter Mann – erklärt sie ihm, dass sie für ihn nicht wohlhabend genug sei. Lucy aber sehnt sich durchaus danach, ihren Wert nicht nur beruflich, sondern auch privat gespiegelt zu bekommen. Einladungen in teure Restaurants gehören dazu, ein Lebensstil, den ihr Harry bieten kann. Die Beziehung zum kellnernden Schauspieler John hatte sie einst beendet, weil der von seinem Geldmangel bestimmte Alltag so frustrierend für sie geworden war.
Sparsam gezeichnete Charaktere
Wird Lucy ihre berufliche Erkenntnis, dass sich viele Klient*innen mit überzogenen Ansprüchen den Weg zum Glück selbst verbauen, bei ihrer eigenen Partnerwahl helfen? Am meisten Komik und auch Spannung entsteht, wenn sie sich die zum Teil albernen Wünsche und die Enttäuschungen ihrer Klient*innen anhört, die für ihr Geld privates Glück erwarten. Ansonsten aber fällt auf, wie ruhig und beruhigend Dakota Johnson in ihrer Rolle wirkt, wie sparsam Charaktere wie John und Harry gezeichnet sind. Es erscheint nicht ganz schlüssig, wie Lucy ihre Einstellung weiter entwickelt. Das mag auch daran liegen, dass es im realen Beziehungsleben nur selten entweder die reine und wahre Liebe, oder die Orientierung an Status und materiellen Bedürfnissen gibt. Um auszuloten, wie die Charaktere im emotionalen Miteinander ihr Sowohl-als-Auch finden könnten, ist die Geschichte aber zu flüchtig erzählt.
Fazit: In ihrem zweiten Spielfilm geht die Regisseurin und Drehbuchautorin Celine Song der Frage nach, ob die moderne Anspruchshaltung romantische Beziehungen eher verhindert als fördert. Dakota Johnson spielt auf sanfte und ruhige Art eine erfolgreiche Partnervermittlerin, welche die Ehe für ein Geschäft zum gegenseitigen Nutzen hält. Die ungleichen Männer, die sie auf ihrer Suche nach dem privaten Glück begleiten, sind mit Pedro Pascal und Chris Evans prominent besetzt. Das aktuelle Thema und die Realitätsnähe sprechen für die Geschichte, die sich aber etwas spannungsarm um den Gegensatz zwischen Liebe und kommerziellem Denken windet.
Romantische Komödien haben es bekanntlich schwer in der filmischen Gegenwart, in der große Gefühle rasch als peinliche Spaßbremsen gelten. Aber die Regisseurin Celine Song, die schon mit ihrem nachdenklichen Spielfilmdebüt "Past Lives“ Aufsehen erregte, hat sich nun mit einem sehr aktuellen Thema an das Genre herangewagt. Ihr zweiter Spielfilm "Was ist Liebe wert – Materialists“ kreist um das Problem der Partnersuche, die wie ein Geschäft aufgezogen wird. Jeder und jede gibt dabei die eigenen Vorzüge und vor allem die eigenen Ansprüche an die Person an, mit der sich ein Treffen lohnen könnte. Die Strichliste aber verstellt oft genug die Freiräume, die eine romantische Entwicklung benötigt.
Gut genug für den perfekten Mann?
Mit ihrer Hauptfigur, der von Dakota Johnson gespielten Partnervermittlerin Lucy, hält Celine Song ihren Zeitgenoss*innen einen Spiegel vor. Wer will sich schon mit der zweiten Wahl begnügen, wenn es auf dem Beziehungsmarkt auch noch Männer ohne Haarausfall und mit mehr Geld, jüngere und hübschere Frauen gibt? Lucy hält Dating für ein Geschäft. Als sie Harry kennenlernt, ein sogenanntes "Einhorn“ – so heißt in Vermittlungskreisen ein perfekter Mann – erklärt sie ihm, dass sie für ihn nicht wohlhabend genug sei. Lucy aber sehnt sich durchaus danach, ihren Wert nicht nur beruflich, sondern auch privat gespiegelt zu bekommen. Einladungen in teure Restaurants gehören dazu, ein Lebensstil, den ihr Harry bieten kann. Die Beziehung zum kellnernden Schauspieler John hatte sie einst beendet, weil der von seinem Geldmangel bestimmte Alltag so frustrierend für sie geworden war.
Sparsam gezeichnete Charaktere
Wird Lucy ihre berufliche Erkenntnis, dass sich viele Klient*innen mit überzogenen Ansprüchen den Weg zum Glück selbst verbauen, bei ihrer eigenen Partnerwahl helfen? Am meisten Komik und auch Spannung entsteht, wenn sie sich die zum Teil albernen Wünsche und die Enttäuschungen ihrer Klient*innen anhört, die für ihr Geld privates Glück erwarten. Ansonsten aber fällt auf, wie ruhig und beruhigend Dakota Johnson in ihrer Rolle wirkt, wie sparsam Charaktere wie John und Harry gezeichnet sind. Es erscheint nicht ganz schlüssig, wie Lucy ihre Einstellung weiter entwickelt. Das mag auch daran liegen, dass es im realen Beziehungsleben nur selten entweder die reine und wahre Liebe, oder die Orientierung an Status und materiellen Bedürfnissen gibt. Um auszuloten, wie die Charaktere im emotionalen Miteinander ihr Sowohl-als-Auch finden könnten, ist die Geschichte aber zu flüchtig erzählt.
Fazit: In ihrem zweiten Spielfilm geht die Regisseurin und Drehbuchautorin Celine Song der Frage nach, ob die moderne Anspruchshaltung romantische Beziehungen eher verhindert als fördert. Dakota Johnson spielt auf sanfte und ruhige Art eine erfolgreiche Partnervermittlerin, welche die Ehe für ein Geschäft zum gegenseitigen Nutzen hält. Die ungleichen Männer, die sie auf ihrer Suche nach dem privaten Glück begleiten, sind mit Pedro Pascal und Chris Evans prominent besetzt. Das aktuelle Thema und die Realitätsnähe sprechen für die Geschichte, die sich aber etwas spannungsarm um den Gegensatz zwischen Liebe und kommerziellem Denken windet.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Was ist Liebe wert - Materialists"
Land: USA, FinnlandJahr: 2025
Genre: Komödie, Romantik
Originaltitel: Materialists
Länge: 116 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 21.08.2025
Regie: Celine Song
Darsteller: Dakota Johnson als Lucy, Chris Evans als John, Pedro Pascal als Harry, Zoe Winters als Sophie, Marin Ireland als Violet
Kamera: Shabier Kirchner
Verleih: Sony Pictures