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Junge Mütter - Jeunes Mères (2025)

Jeunes mères

Belgisches Episodendrama über die Schwierigkeiten früher Mutterschaft.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Jessica (Babette Verbeek) ist schwanger und will es nach der Geburt des Babys besser machen als ihre eigene Mutter Morgane (India Hair), die Jessica weggegeben hat. Was Jessica und Morgane verbindet, sind das junge Alter, in dem beide schwanger wurden, und die schwierigen sozialen Verhältnisse, aus denen sie stammen. Im Gegensatz zu ihrer Mutter hat Jessica aber Unterstützung.

Der Teenager lebt gemeinsam mit anderen jungen Müttern in einem Heim, in dem sie auf das Leben mit einem Kind vorbereitet werden. Manche von ihnen wie Naïma (Samia Hilmi) stehen kurz vor dem Absprung in eine vielversprechende Zukunft, andere stehen vor großen Herausforderungen. Perla (Lucie Laruelle) hadert mit ihrem unzuverlässigen Freund Robin (Günter Duret), Ariane (Janaina Halloy Fokan) ringt mit ihrer übergriffigen Mutter Nathalie (Christelle Cornil) und Julie (Elsa Houben) kämpft gegen einen Rückfall in die Drogensucht.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse3 / 5

"Junge Mütter – Jeunes Mères": Auf der Suche nach Halt

Man muss kein Fan der Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne sein, um ihren Stellenwert im Weltkino anzuerkennen. Die 1951 und 1954 geborenen Belgier sind Stammgäste bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, in deren Wettbewerb sie bereits zweimal triumphierten. Für "Rosetta" (1999) und für "Das Kind" (2005) erhielten sie die Goldene Palme. Damit endete der Preisregen an der Croisette allerdings noch lange nicht. Für "Lornas Schweigen" (2008) gewannen sie den Drehbuchpreis, für "Der Junge mit dem Fahrrad" (2011) den Großen Preis der Jury und für "Young Ahmed" (2019) den Preis für die beste Regie.

Großen Unterhaltungswert besitzt das Kino der Dardennes allerdings nicht, dafür viel gesellschaftliche Relevanz. Die Brüder kommen vom Dokumentarfilm und genau so, also wie nüchtern inszenierte Dokus, sehen auch ihre sozialrealistischen bis sozialkritischen Spielfilme aus. Was nicht heißt, das sie keine emotionale Wucht besäßen, um das Publikum aus den Kinosesseln zu hauen.

Preisgekröntes Drehbuch, aber kein ausgezeichneter Film

Auch Jean-Pierre und Luc Dardennes jüngster Film "Junge Mütter" lief im Wettbewerb von Cannes, und auch dieser Film ist preisgekrönt. Ein weiteres Mal wurden die Brüder mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet, auch wenn sich trefflich darüber streiten lässt, ob es sich bei der episodenhaft erzählten Geschichte über fünf bzw. vier junge Mütter (denn eine von ihnen kommt nur am Rand vor) um ein ausgezeichnetes Drehbuch handelt. Der Film selbst ist es jedenfalls nicht – zumindest nicht im Vergleich zum übrigen Werk der beiden Regisseure.

Als Ensemblegeschichte sticht "Junge Mütter" aus dem dardenneschen Œuvre heraus, fällt im Gesamtwerk aber auch stark ab. Die permanente Verschiebung des Fokus von einer Figur zur nächsten und wieder zurück tut dem Film nicht gut. Nicht jede Episode ist gleich stark, nicht jede Darstellerin überzeugt. Der Unterschied zwischen den jungen Frauen, die bereits Erfahrung in Film und Fernsehen gesammelt haben, und jenen, die zum ersten Mal vor einer Kamera stehen, sticht besonders eklatant ins Auge. Dass es mit einer Nominierung für einen Oscar nicht geklappt hat – "Junge Mütter" war Belgiens Kandidat –, verwundert daher nicht.

Fazit: "Junge Mütter" ist der neue Film von Jean-Pierre und Luc Dardenne. Erstmals haben die belgischen Regisseure einen Ensemblefilm gedreht. Dessen große Schwäche ist die episodische Struktur. Und auch wenn "Junge Mütter" ein sozial relevantes Thema behandelt und einmal mehr aufzeigt, wie viele Probleme in unserer Klassengesellschaft von Generation zu Generation "vererbt" sind, fällt das Drama im Gesamtwerk der zigfach preisgekrönten Brüder stark ab.




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Besetzung & Crew von "Junge Mütter - Jeunes Mères"

Land: Frankreich, Belgien
Weitere Titel: The Young Mother's Home
Jahr: 2025
Genre: Drama
Originaltitel: Jeunes mères
Länge: 105 Minuten
Kinostart: 05.03.2026
Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Darsteller: Elsa Houben, Christelle Cornil, India Hair, Joely Mbundu, Claire Bodson
Kamera: Benoît Dervaux
Verleih: Wild Bunch

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