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Geister (2025)
In diesem romantischen Drama von Fatih Akin kann der Tod zwei junge Verliebte nicht trennen.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 33 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Auf der Abifeier mehrerer Schulen lernen sich Farasha (Mariam Dawoud) und Faris (Eren M. Güvercin) in Hamburg kennen. Er fährt sie, ihre Freundin Una (Carlotta von Falkenhayn) und seinen Kumpel Max (Gabriel Winner-Amorin) nach Hause, muss aber noch einmal umkehren, weil Una ihr Handy vergessen hat. An einer unübersichtlichen Baustellenführung weicht Faris einem Lastwagen aus und das Auto stürzt ins Wasser. Farasha bleibt im Fahrzeug gefangen und stirbt.
Die junge Frau aus Syrien erscheint als Zuschauerin auf ihrer eigenen Beerdigung, unsichtbar für die anderen. Sie trifft ihren kürzlich verstorbenen Vater, der ihr sagt, dass Tote 40 Tage lang in den Träumen geliebter Menschen weiterleben und sie erreichen können, danach verschwinden sie im Nebel der Erinnerung. Faris plagen heftige Schuldgefühle und er verzehrt sich vor Sehnsucht nach Farasha. Nur die Träume sind ihm wichtig, in denen er Farasha trifft. Auch sie wünscht sich sehnlichst, dass sie zusammenbleiben. Faris trifft eine folgenschwere Entscheidung.
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Filmkritik
"Geister“: Liebe ist stärker als der Tod
Der Hamburger Regisseur Fatih Akin ("Amrum“) führt in seinem neuen Spielfilm zwei Kernthemen der Romantik zusammen, die Liebe und den Tod. "Geister“, für den er mit Ruth Toma das Drehbuch schrieb, erzählt von einem frisch verliebten jungen Paar, das ein Schicksalsschlag auseinanderreißt. Das Besondere an diesem Paar ist, dass es über den Tod hinaus verbunden bleibt, denn die tote Farasha lebt als Geist weiter. In den Träumen des untröstlichen Faris kommen sie wieder zusammen und wollen sich niemals verlassen müssen.
Gehen oder bleiben?
So schwingt über dem Geschehen nach dem tragischen Autounfall stets die bange Frage mit, ob sich der verliebte Faris das Leben nehmen wird. Spät im Film gipfelt diese Gefahr in einer Außenszene, in der Faris vom Fernsehturm auf die Stadt herabsieht. Die Nähe des Todes flutet hier so krude und ungefiltert die Atmosphäre, dass es einen fast nicht mehr auf dem Kinostuhl hält. Ebenfalls drastisch fallen die Aufnahmen aus, in denen der Autounfall wieder und wieder gezeigt wirkt, mit neuen Details der panischen Befreiungsversuche unter Wasser. Solche Szenen, die aus dem Action- und Thrillergenre stammen könnten, wirken wie Fremdkörper in einem Liebesfilm, der hauptsächlich auf zarte Poesie und fantasievoll Übersinnliches setzt.
Stimme aus dem Jenseits
Ganz viel Musik, oft orientalisch gefärbt, begleitet Faris, während ihn Schuldgefühle plagen und er sich vor Sehnsucht nach Farasha verzehrt. Das Paar kommt sich nach dem Unfall näher als vorher, in Faris’ Träumen begegnet es sich sehr lebendig. Wie sich der Realitätsbezug trauernder Menschen lockert, wie sich dann die Türen für besondere Wahrnehmungen öffnen, inspirierte kürzlich bereits Sandra Wollner zu ihrem Spielfilm "Everytime“. Weil aber Farasha als Geist ziemlich präsent und aktiv ist, erinnert Akins Expedition ins Mythische auch an Christian Petzolds "Undine“. Wie jene verliebte Titelfigur entdeckt Farashas Geist die Freiheit, selbstbestimmt zu handeln.
Akins Drama setzt auf den emotionalen Aufruhr des jungen, so widersinnig und brutal auseinandergerissenen Paares und folgt sowohl Faris’, als auch Farashas Perspektive. Schön und traurig muten die mit Bildern im Stil chinesischer Malerei eröffneten Kapitel dieser Geschichte an. Aber die Spannung sackt immer wieder ab, vielleicht auch, weil Akin den jungen Mann oft eher ferngesteuert wirken lässt und ihn dabei selbst aus einer gewissen Distanz heraus betrachtet.
Fazit: Romantische Poesie, die ihre Fühler ins Übersinnliche ausstreckt, durchzieht diesen Liebesfilm von Fatih Akin. Ein Autounfall reißt zwei frisch verliebte junge Menschen auseinander, womit sich aber weder der Überlebende, noch der Geist der Verstorbenen abfinden wollen. In den Träumen des jungen Mannes kommen sie zusammen, wie sie es nie konnten, und er entfremdet sich vom realen Leben. Weil die Geschichte sowohl seiner, als auch der Perspektive des Geistes folgt und sich zudem drastische Szenen des Unfalls wiederholen, fällt es nicht ganz leicht, sich ihr emotional anzuvertrauen.
Der Hamburger Regisseur Fatih Akin ("Amrum“) führt in seinem neuen Spielfilm zwei Kernthemen der Romantik zusammen, die Liebe und den Tod. "Geister“, für den er mit Ruth Toma das Drehbuch schrieb, erzählt von einem frisch verliebten jungen Paar, das ein Schicksalsschlag auseinanderreißt. Das Besondere an diesem Paar ist, dass es über den Tod hinaus verbunden bleibt, denn die tote Farasha lebt als Geist weiter. In den Träumen des untröstlichen Faris kommen sie wieder zusammen und wollen sich niemals verlassen müssen.
Gehen oder bleiben?
So schwingt über dem Geschehen nach dem tragischen Autounfall stets die bange Frage mit, ob sich der verliebte Faris das Leben nehmen wird. Spät im Film gipfelt diese Gefahr in einer Außenszene, in der Faris vom Fernsehturm auf die Stadt herabsieht. Die Nähe des Todes flutet hier so krude und ungefiltert die Atmosphäre, dass es einen fast nicht mehr auf dem Kinostuhl hält. Ebenfalls drastisch fallen die Aufnahmen aus, in denen der Autounfall wieder und wieder gezeigt wirkt, mit neuen Details der panischen Befreiungsversuche unter Wasser. Solche Szenen, die aus dem Action- und Thrillergenre stammen könnten, wirken wie Fremdkörper in einem Liebesfilm, der hauptsächlich auf zarte Poesie und fantasievoll Übersinnliches setzt.
Stimme aus dem Jenseits
Ganz viel Musik, oft orientalisch gefärbt, begleitet Faris, während ihn Schuldgefühle plagen und er sich vor Sehnsucht nach Farasha verzehrt. Das Paar kommt sich nach dem Unfall näher als vorher, in Faris’ Träumen begegnet es sich sehr lebendig. Wie sich der Realitätsbezug trauernder Menschen lockert, wie sich dann die Türen für besondere Wahrnehmungen öffnen, inspirierte kürzlich bereits Sandra Wollner zu ihrem Spielfilm "Everytime“. Weil aber Farasha als Geist ziemlich präsent und aktiv ist, erinnert Akins Expedition ins Mythische auch an Christian Petzolds "Undine“. Wie jene verliebte Titelfigur entdeckt Farashas Geist die Freiheit, selbstbestimmt zu handeln.
Akins Drama setzt auf den emotionalen Aufruhr des jungen, so widersinnig und brutal auseinandergerissenen Paares und folgt sowohl Faris’, als auch Farashas Perspektive. Schön und traurig muten die mit Bildern im Stil chinesischer Malerei eröffneten Kapitel dieser Geschichte an. Aber die Spannung sackt immer wieder ab, vielleicht auch, weil Akin den jungen Mann oft eher ferngesteuert wirken lässt und ihn dabei selbst aus einer gewissen Distanz heraus betrachtet.
Fazit: Romantische Poesie, die ihre Fühler ins Übersinnliche ausstreckt, durchzieht diesen Liebesfilm von Fatih Akin. Ein Autounfall reißt zwei frisch verliebte junge Menschen auseinander, womit sich aber weder der Überlebende, noch der Geist der Verstorbenen abfinden wollen. In den Träumen des jungen Mannes kommen sie zusammen, wie sie es nie konnten, und er entfremdet sich vom realen Leben. Weil die Geschichte sowohl seiner, als auch der Perspektive des Geistes folgt und sich zudem drastische Szenen des Unfalls wiederholen, fällt es nicht ganz leicht, sich ihr emotional anzuvertrauen.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Geister"
Land: DeutschlandJahr: 2025
Genre: Drama, Romantik
Länge: 105 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 05.11.2026
Darsteller: Carlotta von Falkenhayn, David Schütter, Anna Bederke
Verleih: Warner Bros.
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