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Sie glauben an Engel, Herr Drowak? (2025)
Tragikomödie: Eine Studentin hilft einem alkoholkranken Mann, sich künstlerisch auszudrücken.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Eine Stadt in einer nicht näher gekennzeichneten Zeit: Lena Jakobi (Luna Wedler) studiert Germanistik und Puppenspiel. Als der Leiter (Lars Eidinger) des Amts für Ruhe und Ordnung eine Maßnahme anwendet, um den sozial inkompatiblen Trinker Hugo Drowak (Karl Markovics) auf einen besseren Weg zu bringen, soll die junge Frau den älteren Mann zum kreativen Schreiben bewegen. Dieser wehrt sich anfangs vehement dagegen, lässt sich dann aber darauf ein.
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Filmkritik
"Sie glauben an Engel, Herr Drowak?": Schreiben als Aufarbeitung
Der 1984 geborene Schweizer Regisseur Nicolas Steiner war bisher im dokumentarischen Bereich tätig und liefert mit "Sie glauben an Engel, Herr Drowak?" nach einem Drehbuch von Bettina Gundermann sein Spielfilmdebüt. Mit seinem Kameramann Markus Nestroy erzeugt er im Haupthandlungsstrang originelle und sehr edle Schwarzweißaufnahmen, die durch einige Flashback-Momente in Farbe ergänzt werden. Das Skript und die Inszenierung schaffen eine surreal anmutende Welt, die Züge der literarischen Werke von Franz Kafka ("Der Process") trägt, aber auch an das verträumte Kino der Franzosen Jean-Pierre Jeunet ("Micmacs – Uns gehört Paris!") und Michel Gondry ("Der Schaum der Tage") denken lässt.
Optimismus tritt auf Bitterkeit
Der Plot arbeitet mit starken Gegensätzen, die sich im Laufe der Geschehnisse annähern: Die hochgradig positiv eingestellte Studentin Lena trifft auf den grimmigen Alkoholiker Hugo – was zunächst erwartbar zu Konflikten führt. Luna Wedler ("Je suis Karl", "22 Bahnen") und Karl Markovics ("Die Fälscher") bringen jedoch glaubhaft zum Ausdruck, wie ihre beiden Figuren allmählich eine echte Verbundenheit zueinander aufbauen. Die Chemie zwischen ihnen stimmt. Auch die weitere Besetzung, darunter Lars Eidinger ("Alle anderen") und Jan Bülow ("Lindenberg! Mach dein Ding"), trägt dazu bei, dass dieser zuweilen absurd wirkende Kosmos mit Leben erfüllt wird.
Die Macht der Kreativität
"Sie glauben an Engel, Herr Drowak?" ist ein Film, der das Schreiben als Kunstform feiert – und als Möglichkeit, sich mit verdrängten, oft extrem schmerzhaften Erinnerungen auseinanderzusetzen und diese neu einzuordnen. Durch die Verbindung zwischen den zwei Hauptfiguren ist das Werk nicht zuletzt ein Plädoyer für Zusammenhalt, für gegenseitige Hilfe und für die Wichtigkeit, an andere Menschen und deren Fähigkeiten zu glauben.
Fazit: Eine einfallsreich gestaltete und mit viel Einfühlungsvermögen gespielte Tragikomödie mit stimmigen surrealen Elementen.
Der 1984 geborene Schweizer Regisseur Nicolas Steiner war bisher im dokumentarischen Bereich tätig und liefert mit "Sie glauben an Engel, Herr Drowak?" nach einem Drehbuch von Bettina Gundermann sein Spielfilmdebüt. Mit seinem Kameramann Markus Nestroy erzeugt er im Haupthandlungsstrang originelle und sehr edle Schwarzweißaufnahmen, die durch einige Flashback-Momente in Farbe ergänzt werden. Das Skript und die Inszenierung schaffen eine surreal anmutende Welt, die Züge der literarischen Werke von Franz Kafka ("Der Process") trägt, aber auch an das verträumte Kino der Franzosen Jean-Pierre Jeunet ("Micmacs – Uns gehört Paris!") und Michel Gondry ("Der Schaum der Tage") denken lässt.
Optimismus tritt auf Bitterkeit
Der Plot arbeitet mit starken Gegensätzen, die sich im Laufe der Geschehnisse annähern: Die hochgradig positiv eingestellte Studentin Lena trifft auf den grimmigen Alkoholiker Hugo – was zunächst erwartbar zu Konflikten führt. Luna Wedler ("Je suis Karl", "22 Bahnen") und Karl Markovics ("Die Fälscher") bringen jedoch glaubhaft zum Ausdruck, wie ihre beiden Figuren allmählich eine echte Verbundenheit zueinander aufbauen. Die Chemie zwischen ihnen stimmt. Auch die weitere Besetzung, darunter Lars Eidinger ("Alle anderen") und Jan Bülow ("Lindenberg! Mach dein Ding"), trägt dazu bei, dass dieser zuweilen absurd wirkende Kosmos mit Leben erfüllt wird.
Die Macht der Kreativität
"Sie glauben an Engel, Herr Drowak?" ist ein Film, der das Schreiben als Kunstform feiert – und als Möglichkeit, sich mit verdrängten, oft extrem schmerzhaften Erinnerungen auseinanderzusetzen und diese neu einzuordnen. Durch die Verbindung zwischen den zwei Hauptfiguren ist das Werk nicht zuletzt ein Plädoyer für Zusammenhalt, für gegenseitige Hilfe und für die Wichtigkeit, an andere Menschen und deren Fähigkeiten zu glauben.
Fazit: Eine einfallsreich gestaltete und mit viel Einfühlungsvermögen gespielte Tragikomödie mit stimmigen surrealen Elementen.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "Sie glauben an Engel, Herr Drowak?"
Land: Deutschland, Italien, FinnlandJahr: 2025
Genre: Drama, Komödie
Länge: 127 Minuten
Kinostart: 19.02.2026
Regie: Nicolas Steiner
Darsteller: Luna Wedler, Calvin Burke, Jan Bülow, Lino de Oliveira, Karl Markovics
Verleih: X Verleih






