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Das Geheimnis von Velázquez (2025)

L'énigme Velázquez

Dokumentarische Annäherung an den spanischen Künstler Diego Velázquez, der als einer der führenden Porträtmaler des Barock gilt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
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Das "Geheimnis von Velázquez“ ist eine essayistische Doku von Stéphane Sorlat, der sich darin dem Leben und Werk des bedeutenden spanischen Barockmalers widmet. Der Film beleuchtet seine frühen Jahre und die künstlerischen Anfänge bis hin zur Berufung an den spanischen Königshof. Während seiner Zeit am royalen Hof schuf Velázquez seine bekanntesten Arbeiten. Dazu zählen das weltberühmte Meisterwerk "Las Meninas“ (1656), auch bekannt als "Die Hoffräulein“, und das einige Jahre zuvor entstandene "Venus vor dem Spiegel“ – eines seiner wenigen erhaltenen Werke, das weibliche Nacktheit zeigt. Sorlat lässt Experten zu Wort kommen und darüber diskutieren, was die Kunst des Meisters so einzigartig macht und wieso er bis heute derart einflussreich ist.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

Ein Auge fürs Detail

Der Regisseur liefert hier keine einfache Abhandlung der wichtigsten Ereignisse und Stationen im Leben von Velázquez. Stattdessen geht er die Sache – und das passt natürlich gut zum Sujet – philosophisch und äußerst kunstvoll an. Allein die Kamerafahrten durch die Räumlichkeiten des Madrider Prado, der die weltweit größte Sammlung von Velázquez Werken besitzt, verströmen eine ganz besondere Aura von Kunst, Erhabenheit und Schönheit. Und sie belegen Sorlats Auge für erlesene Bildkompositionen ebenso wie fürs Detail.

Das setzt sich bei den Aufnahmen der Gemälde fort. Die Kamera verweilt liebevoll auf einzelnen Bildausschnitten, auf Pinselstrichen, Licht- und Schattenspielen. Ja sogar Stofffalten der Leinwand und selbst subtile optische Besonderheiten rückt er ins rechte Licht – ob im Bild, am Rahmen oder den Museumsräumen. Die Kunstwerke stehen dabei allerdings jederzeit im Zentrum der Betrachtung.

Analysen durch ausgewiesene Experten

Sorlat wählt bei den Gemälden ungewöhnliche, mutige Perspektiven und Einstellungen, etwa wenn er einige Bilder aus größerer Distanz zeigt oder hinter einem Museumsbesucher steht, der "Las Meninas“ oder andere Werke betrachtet. Mal gibt es Zooms (regelrecht in die Bilder hinein oder aus ihnen heraus), mal statische Aufnahmen. Und dann gleitet die Kamera wieder schlicht über die Gemälde, um dem Zuschauer die Detailfülle und Tiefgründigkeit der Arbeiten näher zu bringen. Und das funktioniert über weite Strecken sehr gut, dafür sorgen auch die vielen ausgewiesenen Velázquez -Experten.

Zu Wort kommen Kunstgeschichtler, Museumsleiter und Restauratoren. Und: andere Maler sowie Künstler, die den Einfluss des Spaniers einordnen und bewerten. So zum Beispiel der US-Amerikaner Julian Schnabel, ein Meister des Neoexpressionismus, der den Barockmaler als seine größte Inspirationsquelle bezeichnet. Sie alle analysieren tiefgehend und erörtern die zwei wohl entscheidenden Fragen: Wie gelangen Velázquez solch realistische Porträts? Und was genau macht "Las Meninas“ so eminent bedeutsam für die Kunstgeschichte – und zwar so bedeutsam, dass sich einige der größten Maler und Philosophen nach Velázquez (Dali, Picasso, Michel Foucault) immer wieder auf dieses Werk bezogen? Erschöpfende Antworten und diese Frage vollends klärende Erkenntnisse und Informationen liefert der Film am Ende nicht, aber zumindest kommen wir dem "Phänomen Velázquez“ in diesem Film einen großen Schritt näher.

Fazit: Schöngeistige, visuell formvollendete Doku für ein kunstbeflissenes, intellektuelles Publikum über Leben und Werk des größten Porträtmalers der Kunstgeschichte.




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Besetzung & Crew von "Das Geheimnis von Velázquez"

Land: Deutschland
Jahr: 2025
Genre: Dokumentation
Originaltitel: L'énigme Velázquez
Länge: 90 Minuten
Kinostart: 20.11.2025
Regie: Stéphane Sorlat
Darsteller: Vincent Lindon, Ruth Gabriel, Cristobal Del Puey, Enrique Martinez, Guillaume Kientz
Verleih: Neue Visionen

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