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Marco (2025)
Leg dich nicht mit Marco an!Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Der blinde Victor D’Peter (Ishan Shoukat) wird Zeuge der Ermordung seines Freundes Wasim. Durch seinen Geruchs- und Tastsinn kann Victor den Killer Russell Issac (Abhimanyu Shammy Thilakan) identifizieren, der im Auftrag von Wasims Bruder handelte. Daraufhin entführen Russell und seine Leute den unliebsamen Zeugen und töten ihn auf grausame Weite. Jedoch handelt sich beim dem Opfer um den Bruder von George D’Peter (Siddique), dem Oberhaupt des einflussreichen Addatu-Verbrecherclans. Schwer getroffen informiert er seinen adoptierten Bruder Marco (Unni Mukundan), der daraufhin nach Indien zurückkehrt und gnadenlose Rache schwört. Russells Vater Tony Isaac (Jagadish), Chef des konkurrierenden Syndikats, versucht seinerseits, seinen Sohn zu schützen und die Gegner zu manipulieren.
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Filmkritik
Fast jedes Jahr wird beim Fantasy Filmfest der neuste ultimative Höhepunkt des Gewaltkinos ausgerufen. Auf den taiwanesischen Epidemieschocker "The Sadness“ und dem südkoreanischen Action-Horror-Mix "Project Wolf Hunting“ folgte zuletzt der indische Action-Kracher "Kill“. Durch ihre mitunter isolierten Schauplätze und den Spannungsaufbau besaßen diese exzessiven Werke zumindest streckenweise ihre Stärken, bevor sie gegen Ende aufgrund steter Übertreibungen aus dem Ruder zu laufen begannen. Darauf legt es "Marco“ schon nach kurzer Laufzeit an. Der Malayalam-Actionfilm zielt auf Grenzüberschreitungen und Provokation, auf die schon eine Triggerwarnung vor dem schier unendlichen Vorspann hinweist. Wer 300 Liter Kunstblut als Qualitätsmerkmal ansieht, sitzt hier im richtigen Film.
Mit einem stets rauchenden, obercool agierenden Protagonisten mit scheinbar angewachsener Sonnenbrille setzt Regisseur und Autor Haneef Adeni auf einen überhöhten Protagonisten. Zu dröhnenden Popsongs mordet sich Maßanzug-Rächer Marco durch eine unüberschaubare Anzahl an Gegnern. Dabei lohnt es sich bald immer weniger, die Übersicht über das ausufernde Gangsterpersonal und ihre ständigen Allianzen, Intrigen und Ränkeschmiede zu behalten. Die Charaktere gewinnen kaum an Tiefe. Was zählt, sind stilisierter Look, Übertreibungen und Pathos. Sogar mit auf dem Rücken verbundenen Händen und einem Messer im Mund, vermag sich Marco durch die Reihen seiner Gegner zu metzeln. Alles, war an Gegenständen verfügbar ist – inklusive Kettensäge, wird als Waffe benutzt.
Ausufernd erscheint ebenso die Laufzeit von knapp 2 ½ Stunden. Um sie zu erreichen, begehen die Charaktere ständig falsche Entscheidungen. Warum will man Marco am Leben lassen und dafür alle seine Angehörigen und Freunde abschlachten? Damit sich der Geschundene in Django-Manier vom Krankenbett erheben und ein weiteres Mal in überhöhter Manier zurückschlagen kann. Einige der stilisierten Action-Sequenzen, etwa eine in einer Einstellung gehaltene "Old Boy“-Stunt-Hommage, wirken in ihrer rasanten Choreografie mitunter eindrucksvoll. Doch der Unterhaltungswert des oft unfreiwilligen Humors verfliegt in der zynischen, ausgewalzten Vernichtungsorgie des Finales.
Schon "Marco“ war ein Ableger der ähnlich konzipieren Rachestory "Mikhael“ von 2019. Am Ende wird nun in vertrauter Manier eine weitere Fortsetzung vorbereitet. Die Kunstblut-Hersteller dürften sich freuen – das Publikum weniger.
Fazit: Kalte indische Schlachtplatte mit Babyfleisch-Nachspeise, bei der man sich nicht nur aufgrund der Metzeleinlagen, sondern auch aufgrund von Langeweile den Magen verderben kann. Einige gelungene Kampfsequenzen machen die Hauptspeise kaum bekömmlicher.
Mit einem stets rauchenden, obercool agierenden Protagonisten mit scheinbar angewachsener Sonnenbrille setzt Regisseur und Autor Haneef Adeni auf einen überhöhten Protagonisten. Zu dröhnenden Popsongs mordet sich Maßanzug-Rächer Marco durch eine unüberschaubare Anzahl an Gegnern. Dabei lohnt es sich bald immer weniger, die Übersicht über das ausufernde Gangsterpersonal und ihre ständigen Allianzen, Intrigen und Ränkeschmiede zu behalten. Die Charaktere gewinnen kaum an Tiefe. Was zählt, sind stilisierter Look, Übertreibungen und Pathos. Sogar mit auf dem Rücken verbundenen Händen und einem Messer im Mund, vermag sich Marco durch die Reihen seiner Gegner zu metzeln. Alles, war an Gegenständen verfügbar ist – inklusive Kettensäge, wird als Waffe benutzt.
Ausufernd erscheint ebenso die Laufzeit von knapp 2 ½ Stunden. Um sie zu erreichen, begehen die Charaktere ständig falsche Entscheidungen. Warum will man Marco am Leben lassen und dafür alle seine Angehörigen und Freunde abschlachten? Damit sich der Geschundene in Django-Manier vom Krankenbett erheben und ein weiteres Mal in überhöhter Manier zurückschlagen kann. Einige der stilisierten Action-Sequenzen, etwa eine in einer Einstellung gehaltene "Old Boy“-Stunt-Hommage, wirken in ihrer rasanten Choreografie mitunter eindrucksvoll. Doch der Unterhaltungswert des oft unfreiwilligen Humors verfliegt in der zynischen, ausgewalzten Vernichtungsorgie des Finales.
Schon "Marco“ war ein Ableger der ähnlich konzipieren Rachestory "Mikhael“ von 2019. Am Ende wird nun in vertrauter Manier eine weitere Fortsetzung vorbereitet. Die Kunstblut-Hersteller dürften sich freuen – das Publikum weniger.
Fazit: Kalte indische Schlachtplatte mit Babyfleisch-Nachspeise, bei der man sich nicht nur aufgrund der Metzeleinlagen, sondern auch aufgrund von Langeweile den Magen verderben kann. Einige gelungene Kampfsequenzen machen die Hauptspeise kaum bekömmlicher.
Gregor Ries
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Besetzung & Crew von "Marco"
Land: IndienJahr: 2025
Genre: Action, Drama, Krimi
Länge: 145 Minuten
Kinostart: 27.11.2025
Regie: Haneef Adeni
Darsteller: Unni Mukundan, Siddique, Jagadish, Abhimanyu Shammy Thilakan, Kabir Duhan Singh
Kamera: Chandru Selvaraj
Verleih: Busch Media Group GmbH & Co KG
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