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Mavka – Die wahre Legende (2025)

Mavka: The True Myth

Holla, die Waldfee!Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
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Die geheimnisvolle Waldnymphe Mavka (Arina Bocharova) ist ein Wesen mit mystischem und zugleich gefährlichem Charme. Gemeinsam mit anderen Nymphen lebt sie in einem magischen Waldsee, aus dem sie alle vier Jahre auftauchen. Im Auftrag von drei Meerjungfrauen sollen sie Menschen mit dunkler Vergangenheit finden, um deren Seelen einzufangen. Als Mavka eines Tages auf den jungen Biologen Lukian (Ivan Dovzhenko) trifft, soll sie ihn eigentlich zum See locken. Doch sie verliebt sich in ihn. Auch Lukians Gefühle wachsen schneller, als er erwartet hätte. Als die anderen Nymphen davon erfahren, tun sie alles, um die Kontrolle über Mavka zurückzugewinnen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse3 / 5

Dass sich der CGI-Tickfilm "Mavka – Hüterin des Waldes" von 2023 auch in Deutschland zu einem Erfolg entwickelte, hängt bedauerlicherweise mit dem Ukraine-Krieg zusammen. Fernab ihrer Heimat ließen sich Kinder und ihre Familien in die mythische Welt des weiblichen Waldgeistes Mavka führen, die als Mittlerin zwischen den Menschen und der Geisterwelt fungierte. Gegen ihre Bestimmung verliebt sie sich in "Arielle die Meerjungfrau"-Manier in einen Menschen. Schon der Horror-Prolog der Spielfilm-Variante, wo ein untreuer Bräutigam und seine Geliebte nachts in die Fänge von seelenraubenden Wesen geraten, macht deutlich, dass Kinder dieses Mal nicht als Zielgruppe anvisiert wurden. Vielmehr sind es Teenager, die den leicht bekleideten, untoten Mädchen bei ihrem fatalen Treiben folgen sollen.

Bei den Waldgeistern auf der Jagd nach dunklen Seelen handelt es sich um Selbstmörderinnen, die allesamt jung, weiblich und attraktiv sind. Ihr gemeinsames Abhängen am lichtdurchfluteten See wirkt wie Heidi Klums Modelriege beim Outdoor-Shooting. Manipuliert werden die Nymphen jedoch vom einem diabolischen Nixen-Trio im Dreier-Singsang, welche die Opferungen in der kurzen Nacht der Seelen für ihr Überleben benötigen. In ihrem Jagdrevier treffen bald geschlechtsparitätisch besetzte Biologie-Studenten, eine aggressive Jungjäger-Riege und eine weibliche Esoterik-Gruppe ein. Damit finden die Seelendiebe reichlich Beute. Doch als die Protagonistin Mavka mit gleichem Namen wie ihre Sippe auf den ebenso attraktiven Lukian trifft, lässt sie sich von dessen ökologischer Haltung und Sanftmut überzeugen.

Liebe statt Tod

Jaroslaw Wojzeschek war schon als Co-Autor an der Trickfilm-Variante des ukrainischen Folklorestoffs beteiligt. Beide Werke haben die Öko-Message über den Wald als schützenswerter Biotop und zusammenhängendes Universum gemeinsam. Wo in seinem Horrorfilm "The Witch: Revenge“ eine rabiate Hexe gegen Putins Soldaten antritt, bestimmt hier eine versöhnliche Botschaft das Finale. Jenseits allen Kitsches besitzt das Drehbuch immerhin genug Ironie, in den Dialogen auf den Trickfilm hinzuweisen.

An den gelackten Bildern erkennt man Katya Tsariks Profession als Videoclip-Regisseurin. Zu den bemerkenswerten Inszenierungseinfällen gehört ein rückwärts laufender Flashback von Mavkas/Rutas von den Nixen angefeuerten Freitod aus Liebeskummer bis zu ihrer Kindheit. Diese Gelgenheit nutzt Tsarik für ein wenig ukrainische Folklore. Die Effekte mit einem etwa je nach Stimmung leuchtenden Rückgrat der Waldgeister erweisen sich als überschaubar, aber wirkungsvoll. Insgesamt zeigt sich die Fantasy-Grusel-Romanze im Hinblick auf die jugendliche Zielgruppe als solide erzählt – da gehört eben eine Portion Kitsch dazu. Während des Nachspanns wird in Marvel-Manier die Fortsetzung angekündigt, die schon in Arbeit ist.

Fazit: "Twilight“ made in Ukraine. Die effektvolle Lovestory zwischen Waldgeist und Nachwuchs-Biologen bietet leichten Horror, etwas Humor, jugendfreie Erotik und viel Kitsch.




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Besetzung & Crew von "Mavka – Die wahre Legende"

Land: Ukraine
Jahr: 2025
Genre: Action, Fantasy
Originaltitel: Mavka: The True Myth
Kinostart: 05.03.2026
Regie: Katya Tsarik
Darsteller: Arina Bocharova als Mavka - Ruta, Ivan Dovzhenko als Lukyan, Vyacheslav Dovzhenko als Borys Oleksandrovych, Eduard Poliakov als Oles, Anastasia Iankova als Khrystyna
Kamera: Yuriy Korol
Verleih: Splendid Film

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