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Das Flüstern der Wälder (2025)
Le chant des forêts
Französischer Dokumentarfilm über drei Generationen einer Familie, die die Natur erkunden.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Mehr als 800 Nächte hat der Naturforscher, Ökologe, Fotograf und Buchautor Michel Munier in seinem Versteck unter einer Tanne in den Vogesen verbracht, um Tiere zu beobachten. Seine Leidenschaft hat er an seinen Sohn Vincent weitergegeben, der als Tierfotograf sein Geld verdient. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon verbringen die zwei viel Zeit in den Wäldern der Vogesen, an deren Rand sie wohnen.
Im Gegensatz zu Vater und Sohn hat der Enkel noch nie einen Auerhahn gesehen. Denn der majestätische Vogel ist vor einigen Jahren aufgrund des Klimawandels, der industriellen Forstwirtschaft und zunehmenden Störungen durch den Menschen aus den Vogesen verschwunden. Um erstmals einen Auerhahn zu Gesicht zu bekommen, reist das Trio nach Norwegen.
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Filmkritik
"Das Flüstern der Wälder": Vom Verschwinden in den Vogesen
Nach seiner Weltpremiere bei den 74. Internationalen Filmfestspielen von Cannes kam "Der Schneeleopard" im März 2022 regulär in die deutschen Kinos. Zwei Männer und die Natur – mehr benötigte dieser Dokumentarfilm nicht und erzählte doch so viel mehr. Denn der preisgekrönte Tierfotograf Vincent Munier und der Schriftsteller Sylvain Tesson, die sich im tibetischen Hochland auf die Suche nach dem seltenen Schneeleoparden begaben, wurden durch die Augen der Regisseurin Marie Amiguet selbst zum Untersuchungsgegenstand.
Der Ausgang der Expedition ist bekannt: Tesson hat im Anschluss daran den gleichnamigen Bestseller, Munier den Bildband "Zwischen Fels und Eis" veröffentlicht. Der Dokumentarfilm bietet aber noch ganz andere Einblicke. Es gibt nicht nur wilde Yaks, eine Pallaskatze und eine Bärenfamilie zu sehen, das Publikum bekommt auch geflüsterte Gespräche über den Menschen und seinen Platz in der Natur zu hören. Und wenn das Objekt der Begierde, nach dem der Film benannt ist, schließlich unvermittelt vor die Kamera tritt, durchströmt auch das Kinopublikum, nach eineinhalb Stunden auf der Lauer, ein unbeschreibliches Glücksgefühl.
In "Das Flüstern der Wälder", dem neuen Dokumentarfilm von und mit Vincent Munier, verhält es sich genauso. Dieses Mal ist der Franzose aber nicht bis ans Ende der Welt gereist, sondern hat seine Kamera vor der eigenen Haustür aufgestellt.
Staunen über die Natur
Drei Männer und die Natur – mehr benötigt dieser Dokumentarfilm nicht und erzählt doch so viel mehr. Zum Beispiel davon, wo Vincent Muniers Passion herkommt: von seinem Vater Michel, einem Naturforscher und engagierten Naturschützer. In "Das Flüstern der Wälder" durchstreifen der 1947 geborene Michel und der 1976 geborene Vincent gemeinsam mit Vincents Sohn Simon die Wälder der Vogesen, an deren Rand Vincent aufgewachsen ist und bis heute lebt. In einer Waldhütte erzählen sie sich bei abendlichem Kerzenschein von Begegnungen mit Tieren und versuchen, Simon für einen achtsamen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren. Ihre Suche nach dem Auerhahn, der vor wenigen Jahren aus den Vogesen verschwunden ist, führt das Familientrio schließlich bis nach Norwegen.
"Das Flüstern der Wälder" hat dieselben Stärken wie schon "Der Schneeleopard": atemberaubende Naturaufnahmen, in die zum Teil jahrelange Arbeit geflossen ist, anregende Gespräche, betörende Musik vom Australier Warren Ellis und eine beeindruckende Klangkulisse, die den Wald auch als akustisches Universum erlebbar macht. "Ich wollte zeigen, dass das Staunen hier, in Reichweite unserer Schritte liegt – in den vertrautesten Landschaften, wenn man bereit ist, wirklich in sie einzutauchen", sagt Vincent Munier. Das ist ihm zweifelsohne geglückt.
Fazit: Auf "Der Schneeleopard" folgt "Das Flüstern der Wälder", ein gleichermaßen beeindruckender Dokumentarfilm über die Wunder der Natur, die dieses Mal direkt vor unserer Haustür liegen. Visuell atemberaubend, poetisch und nachdenklich bricht der Regisseur Vincent Munier gemeinsam mit seinem Vater und seinem Sohn eine Lanze für den Erhalt von Flora und Fauna.
Nach seiner Weltpremiere bei den 74. Internationalen Filmfestspielen von Cannes kam "Der Schneeleopard" im März 2022 regulär in die deutschen Kinos. Zwei Männer und die Natur – mehr benötigte dieser Dokumentarfilm nicht und erzählte doch so viel mehr. Denn der preisgekrönte Tierfotograf Vincent Munier und der Schriftsteller Sylvain Tesson, die sich im tibetischen Hochland auf die Suche nach dem seltenen Schneeleoparden begaben, wurden durch die Augen der Regisseurin Marie Amiguet selbst zum Untersuchungsgegenstand.
Der Ausgang der Expedition ist bekannt: Tesson hat im Anschluss daran den gleichnamigen Bestseller, Munier den Bildband "Zwischen Fels und Eis" veröffentlicht. Der Dokumentarfilm bietet aber noch ganz andere Einblicke. Es gibt nicht nur wilde Yaks, eine Pallaskatze und eine Bärenfamilie zu sehen, das Publikum bekommt auch geflüsterte Gespräche über den Menschen und seinen Platz in der Natur zu hören. Und wenn das Objekt der Begierde, nach dem der Film benannt ist, schließlich unvermittelt vor die Kamera tritt, durchströmt auch das Kinopublikum, nach eineinhalb Stunden auf der Lauer, ein unbeschreibliches Glücksgefühl.
In "Das Flüstern der Wälder", dem neuen Dokumentarfilm von und mit Vincent Munier, verhält es sich genauso. Dieses Mal ist der Franzose aber nicht bis ans Ende der Welt gereist, sondern hat seine Kamera vor der eigenen Haustür aufgestellt.
Staunen über die Natur
Drei Männer und die Natur – mehr benötigt dieser Dokumentarfilm nicht und erzählt doch so viel mehr. Zum Beispiel davon, wo Vincent Muniers Passion herkommt: von seinem Vater Michel, einem Naturforscher und engagierten Naturschützer. In "Das Flüstern der Wälder" durchstreifen der 1947 geborene Michel und der 1976 geborene Vincent gemeinsam mit Vincents Sohn Simon die Wälder der Vogesen, an deren Rand Vincent aufgewachsen ist und bis heute lebt. In einer Waldhütte erzählen sie sich bei abendlichem Kerzenschein von Begegnungen mit Tieren und versuchen, Simon für einen achtsamen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren. Ihre Suche nach dem Auerhahn, der vor wenigen Jahren aus den Vogesen verschwunden ist, führt das Familientrio schließlich bis nach Norwegen.
"Das Flüstern der Wälder" hat dieselben Stärken wie schon "Der Schneeleopard": atemberaubende Naturaufnahmen, in die zum Teil jahrelange Arbeit geflossen ist, anregende Gespräche, betörende Musik vom Australier Warren Ellis und eine beeindruckende Klangkulisse, die den Wald auch als akustisches Universum erlebbar macht. "Ich wollte zeigen, dass das Staunen hier, in Reichweite unserer Schritte liegt – in den vertrautesten Landschaften, wenn man bereit ist, wirklich in sie einzutauchen", sagt Vincent Munier. Das ist ihm zweifelsohne geglückt.
Fazit: Auf "Der Schneeleopard" folgt "Das Flüstern der Wälder", ein gleichermaßen beeindruckender Dokumentarfilm über die Wunder der Natur, die dieses Mal direkt vor unserer Haustür liegen. Visuell atemberaubend, poetisch und nachdenklich bricht der Regisseur Vincent Munier gemeinsam mit seinem Vater und seinem Sohn eine Lanze für den Erhalt von Flora und Fauna.
Falk Straub
TrailerAlle "Das Flüstern der Wälder"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Das Flüstern der Wälder"
Land: FrankreichJahr: 2025
Genre: Dokumentation
Originaltitel: Le chant des forêts
Länge: 95 Minuten
Kinostart: 19.02.2026
Regie: Vincent Munier
Darsteller: Michel Munier, Simon Munier, Vincent Munier
Verleih: Pandora Film

