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Ghost Bastard (2025)
Tragikomödie über eine Schülerin, deren Leben gehörig durcheinandergewirbelt wird, als sie von einem ganz besonderen Geist heimgesucht wird.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Schülerin Elli (Aliyah Acar) führt eigentlich ein ruhiges, weitestgehend ereignisloses Leben, als ihr plötzlich der in der Zwischenwelt gefangene Geist Mike (Philippe Reinhardt) begegnet. Außer Elli kann niemand Mike wahrnehmen. Notgedrungen schließen die Zwei eine Zweckgemeinschaft und versprechen, einander zu unterstützen: Elli hilft ihrem imaginären "Freund“ dabei, endlich Seelenfrieden zu finden, während er sie im Gegenzug bei ihren Problemen im Schulalltag unterstützt. Im Laufe der Zeit entwickelt sich zwischen ihnen eine echte Freundschaft und gemeinsam decken sie Mikes längst verloren geglaubte Vergangenheit auf – während Elli lernen muss, sich zu behaupten und zu sich selbst zu stehen.
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Filmkritik
Eine ungewöhnliche Freundschaft
Auch wenn die zwei Protagonisten von außen betrachtet zunächst wenig gemeinsam haben, so einst sie doch vor allem eines: das Gefühl der Entfremdung und Einsamkeit. Geist Mike hängt im Limbo fest und über seine Vergangenheit weiß er nichts. Teenagerin Elli versucht ebenfalls, ihre innere Konfusion und Trauer zu überwinden. Denn seit dem Tod ihres Vaters fühlt sie sich allein und unverstanden. Sowohl Mike als auch die von Versagensangst gezeichnete Elli sind folglich auf der Suche nach der eigenen Identität, nach sich selbst.
"Ghost Bastard“ arbeitet diese Gemeinsamkeiten der zwei eigenbrötlerischen aber grundsympathischen, spleenigen Hauptfiguren sorgsam und mit einem Gespür für die leisen Töne heraus. Die deutsch-schweizerische Co-Produktion versteht sich als Hybrid aus Coming-of-Age-Film, Familien-Drama und Buddy-Komödie mit leichten Anflügen des (ganz nebenbei: toll getricksten) Geister-Horrors. Das mag auf den ersten Blick kaum zusammenzugehen, doch bei genauerer Betrachtung erweist sich gerade diese Mischung gegensätzlicher Inhalte, Genre-Versatzstücke und Stimmungen als großer Gewinn.
Ein schwermütiger, verbitterter Geist
Denn wie im echten Leben gehen Glück und Sorglosigkeit einerseits sowie Verzweiflung und Ängste auf der anderen Seite oft Hand in Hand oder liegen sehr nah beieinander. Regisseur und Drehbuchautor Erkan Acar sorgt mit seinem intelligenten, mitfühlenden Drehbuch dafür, dass nie Langeweile aufkommt oder inhaltliche Leerstellen entstehen. Zumal er sich voll und ganz auf seinen tollen Cast verlassen kann, aus dem die beiden Hauptdarsteller, Aliyah Acar und Philippe Reinhardt, herausstechen.
Acar gewährt ihnen Raum für charakterliche Entwicklungen ein und findet zumeist die richtige Balance aus tiefgründigem Witz, klugen One-Linern und Schenkklopfern, die auch mal von der derberen Sorte sein dürfen. Für das Grobschlächtige ist meist Mike zuständig, hinter dessen zunächst ungehobelt wirkender, zynischen Art ein einfühlsamer, sanftmütiger Charakter schlummert. Philippe Reinhardt ist großartig als redseliger, depressiver und dem Alkohol nicht abgeneigter Geist auf Abwegen, der in einer ausgemachten Sinnkrise feststeckt. Ihm in nichts nach steht die mit unerschütterlicher Hingabe und zu Herzen gehender Verletzlichkeit aufspielende Acar in ihrem Spielfilm-Debüt.
Fazit: Eigenwillige, bittersüße Geister-Buddy-Komödie, die in Sachen Tonfall, Humor und Atmosphäre irgendwo zwischen "Casper“, "Ghost“ und "The Frighteners“ angesiedelt ist. Regisseur Erkan Acar gelingt ein zwischen Traurigkeit, Melancholie und Hoffnung changierendes, tragikomisches Lehrstück über Aufrichtigkeit, Zusammenhalt, Identität und das Erlangen innerer Stärke.
Auch wenn die zwei Protagonisten von außen betrachtet zunächst wenig gemeinsam haben, so einst sie doch vor allem eines: das Gefühl der Entfremdung und Einsamkeit. Geist Mike hängt im Limbo fest und über seine Vergangenheit weiß er nichts. Teenagerin Elli versucht ebenfalls, ihre innere Konfusion und Trauer zu überwinden. Denn seit dem Tod ihres Vaters fühlt sie sich allein und unverstanden. Sowohl Mike als auch die von Versagensangst gezeichnete Elli sind folglich auf der Suche nach der eigenen Identität, nach sich selbst.
"Ghost Bastard“ arbeitet diese Gemeinsamkeiten der zwei eigenbrötlerischen aber grundsympathischen, spleenigen Hauptfiguren sorgsam und mit einem Gespür für die leisen Töne heraus. Die deutsch-schweizerische Co-Produktion versteht sich als Hybrid aus Coming-of-Age-Film, Familien-Drama und Buddy-Komödie mit leichten Anflügen des (ganz nebenbei: toll getricksten) Geister-Horrors. Das mag auf den ersten Blick kaum zusammenzugehen, doch bei genauerer Betrachtung erweist sich gerade diese Mischung gegensätzlicher Inhalte, Genre-Versatzstücke und Stimmungen als großer Gewinn.
Ein schwermütiger, verbitterter Geist
Denn wie im echten Leben gehen Glück und Sorglosigkeit einerseits sowie Verzweiflung und Ängste auf der anderen Seite oft Hand in Hand oder liegen sehr nah beieinander. Regisseur und Drehbuchautor Erkan Acar sorgt mit seinem intelligenten, mitfühlenden Drehbuch dafür, dass nie Langeweile aufkommt oder inhaltliche Leerstellen entstehen. Zumal er sich voll und ganz auf seinen tollen Cast verlassen kann, aus dem die beiden Hauptdarsteller, Aliyah Acar und Philippe Reinhardt, herausstechen.
Acar gewährt ihnen Raum für charakterliche Entwicklungen ein und findet zumeist die richtige Balance aus tiefgründigem Witz, klugen One-Linern und Schenkklopfern, die auch mal von der derberen Sorte sein dürfen. Für das Grobschlächtige ist meist Mike zuständig, hinter dessen zunächst ungehobelt wirkender, zynischen Art ein einfühlsamer, sanftmütiger Charakter schlummert. Philippe Reinhardt ist großartig als redseliger, depressiver und dem Alkohol nicht abgeneigter Geist auf Abwegen, der in einer ausgemachten Sinnkrise feststeckt. Ihm in nichts nach steht die mit unerschütterlicher Hingabe und zu Herzen gehender Verletzlichkeit aufspielende Acar in ihrem Spielfilm-Debüt.
Fazit: Eigenwillige, bittersüße Geister-Buddy-Komödie, die in Sachen Tonfall, Humor und Atmosphäre irgendwo zwischen "Casper“, "Ghost“ und "The Frighteners“ angesiedelt ist. Regisseur Erkan Acar gelingt ein zwischen Traurigkeit, Melancholie und Hoffnung changierendes, tragikomisches Lehrstück über Aufrichtigkeit, Zusammenhalt, Identität und das Erlangen innerer Stärke.
Björn Schneider
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Besetzung & Crew von "Ghost Bastard"
Land: Deutschland, SchweizJahr: 2025
Genre: Drama, Komödie
Länge: 95 Minuten
Kinostart: 09.04.2026
Regie: Erkan Acar
Darsteller: Philippe Reinhardt, Aliyah Acar, Francisco Aurell, Martin Barth, Tara Corrigan
Kamera: Konstantin Freyer
Verleih: Hadlaub Pictures
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