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Fabula (2025)
Deutsch-Niederländisch-Belgische Krimikomödie um ein Mann, der sich vom Unglück verfolgt fühlt.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Jos (Fedja van Huêt) ist ein glückloser Kleinkrimineller in den Niederlanden, der einen lukrativen Auftrag angeboten bekommt. Zum Tausch Geld gegen Ware auf nächtlicher Straße nimmt er sicherheitshalber seinen Bruder Hendrik (Georg Friedrich) mit, einen Ex-Junkie und Verbrecher mit Knasterfahrung. Bei der Übergabe wirkt Jos verwirrt und gerät in Gefahr, Hendrik eilt herbei und sticht einen Gangster nieder. Jos kippt noch auf der Straße um und als er wieder erwacht, ist Hendrik mit der Geldtasche verschwunden.
In Begleitung seines alten Vaters und seines ungeliebten Schwiegersohns Özgür (Sezgin Güleç), der ihm den Auftrag vermittelt hatte, macht sich Jos auf die Suche nach dem Bruder und dem Geld. Er begegnet Fremden, die ihm Geschichten erzählen über Unglücksraben, Schuld und Sühne, und er fragt sich, wie er das Pech abschütteln kann, das seit Generationen an seiner Familie klebt. Erinnerungen werden wach, an einen Jungen und einen Schuss im Marihuana-Gewächshaus.
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Filmkritik
"Fabula“: Der unglückliche Ganove
Ein Ganove hadert in akuter Notlage mal wieder mit dem Schicksal. Dieses meint es seit Generationen nicht gut mit seiner Familie. Wie der Titel der schrägen Krimikomödie verrät, spielt die Fabulierlust darin eine große Rolle. Der Ganove forscht nach Wegen aus dem Unglück und entdeckt, dass die Geschichten, die ihm andere Leute erzählen, weiterhelfen können. Der Regisseur und Drehbuchautor Michiel ten Horn ("Hotel Sinestra“) vereint in Fabula satirischen Humor und tiefgründige Lebensphilosophie. Er schmückt die filmische Moritat zudem mit Elementen aus der Geschichte und Kultur der niederländischen Region Limburg.
Wo ist der goldene Helm?
Die in Kapitel unterteilte Handlung beginnt mit einem Prolog aus der Zeit der bitterarmen Torfstecher. Einer von ihnen findet einen goldenen Helm und freut sich, der Familie eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Dann springt die Geschichte in Jos’ Gegenwart. Sein gebrechlicher Vater gräbt unermüdlich Löcher im Garten, denn dort soll der Großvater einst den goldenen Helm versteckt haben. Jos glaubt, dass ihm das familiäre Unglück im Blut liegt, sein Nacken schmerzt. Tatsächlich aber hat sich dort eine Zecke festgebissen, die auch den erzählerischen Kommentar beisteuert.
Merkwürdige Geschichten
Die Reime, die sich Jos und andere Menschen auf ihr Schicksal machen, lenken den Geist in Bahnen, die nicht immer die besten sind. Jos verändert seine Sicht, indem er den Geschichten lauscht, die ihm beispielsweise ein Geisterbahnbesitzer oder ein verirrter Karnevalsprinz aufdrängen. Jos stellt sich zunehmend Erinnerungen, die er vergessen oder umgeformt hatte. Der Regisseur nennt seinen Film "eine Geschichte über Erlösung“. Er wuchs in der Region Limburg auf, "umgeben von guten Geschichtenerzählern“. Die katholischen Lehren über Gut und Böse, die Gespenster in den Sümpfen, die Karnevalsbräuche hätten den Ort geprägt, ihn seit jeher mit Geschichten bestückt.
Der undurchsichtige Bruder
Es gibt Slapstick, tollpatschige und schillernde Charaktere sowie Figuren, mit denen nicht zu spaßen ist. David Kross spielt einen undurchsichtigen Besitzer eines ländlichen Schlosses, das auch ein Sanatorium sein könnte. Dort sind die Dienstbotinnen wie Krankenschwestern gekleidet. Viel trockenen Humor steuert Georg Friedrich als Jos’ schwieriger Bruder Hendrik bei. Wie er tickt, zeigt die prägnante Szene, in der er seinem versehentlich angezündeten, lichterloh brennenden Wohnwagen den Rücken kehrt und sich in aller Ruhe eine Zigarette genehmigt. Was Michiel ten Horn erzählt, erweist sich als buntes, ideenreiches Sehvergnügen.
Fazit: Ein Ganove will das Unglück loswerden, das seit Generationen auf seiner Familie lastet. Vielleicht helfen ihm Geschichten anderer Menschen, das gewohnte Denken zu durchbrechen und auch den Bruder zu finden, der sich mit fremdem Geld aus dem Staub gemacht hat. Der niederländische Regisseur und Drehbuchautor Michiel ten Horn präsentiert eine schräge Krimikomödie, in der er mit unbändiger Fabulierlust skurrile Figuren, philosophische Sinnfragen und Slapstick zusammenführt.
Ein Ganove hadert in akuter Notlage mal wieder mit dem Schicksal. Dieses meint es seit Generationen nicht gut mit seiner Familie. Wie der Titel der schrägen Krimikomödie verrät, spielt die Fabulierlust darin eine große Rolle. Der Ganove forscht nach Wegen aus dem Unglück und entdeckt, dass die Geschichten, die ihm andere Leute erzählen, weiterhelfen können. Der Regisseur und Drehbuchautor Michiel ten Horn ("Hotel Sinestra“) vereint in Fabula satirischen Humor und tiefgründige Lebensphilosophie. Er schmückt die filmische Moritat zudem mit Elementen aus der Geschichte und Kultur der niederländischen Region Limburg.
Wo ist der goldene Helm?
Die in Kapitel unterteilte Handlung beginnt mit einem Prolog aus der Zeit der bitterarmen Torfstecher. Einer von ihnen findet einen goldenen Helm und freut sich, der Familie eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Dann springt die Geschichte in Jos’ Gegenwart. Sein gebrechlicher Vater gräbt unermüdlich Löcher im Garten, denn dort soll der Großvater einst den goldenen Helm versteckt haben. Jos glaubt, dass ihm das familiäre Unglück im Blut liegt, sein Nacken schmerzt. Tatsächlich aber hat sich dort eine Zecke festgebissen, die auch den erzählerischen Kommentar beisteuert.
Merkwürdige Geschichten
Die Reime, die sich Jos und andere Menschen auf ihr Schicksal machen, lenken den Geist in Bahnen, die nicht immer die besten sind. Jos verändert seine Sicht, indem er den Geschichten lauscht, die ihm beispielsweise ein Geisterbahnbesitzer oder ein verirrter Karnevalsprinz aufdrängen. Jos stellt sich zunehmend Erinnerungen, die er vergessen oder umgeformt hatte. Der Regisseur nennt seinen Film "eine Geschichte über Erlösung“. Er wuchs in der Region Limburg auf, "umgeben von guten Geschichtenerzählern“. Die katholischen Lehren über Gut und Böse, die Gespenster in den Sümpfen, die Karnevalsbräuche hätten den Ort geprägt, ihn seit jeher mit Geschichten bestückt.
Der undurchsichtige Bruder
Es gibt Slapstick, tollpatschige und schillernde Charaktere sowie Figuren, mit denen nicht zu spaßen ist. David Kross spielt einen undurchsichtigen Besitzer eines ländlichen Schlosses, das auch ein Sanatorium sein könnte. Dort sind die Dienstbotinnen wie Krankenschwestern gekleidet. Viel trockenen Humor steuert Georg Friedrich als Jos’ schwieriger Bruder Hendrik bei. Wie er tickt, zeigt die prägnante Szene, in der er seinem versehentlich angezündeten, lichterloh brennenden Wohnwagen den Rücken kehrt und sich in aller Ruhe eine Zigarette genehmigt. Was Michiel ten Horn erzählt, erweist sich als buntes, ideenreiches Sehvergnügen.
Fazit: Ein Ganove will das Unglück loswerden, das seit Generationen auf seiner Familie lastet. Vielleicht helfen ihm Geschichten anderer Menschen, das gewohnte Denken zu durchbrechen und auch den Bruder zu finden, der sich mit fremdem Geld aus dem Staub gemacht hat. Der niederländische Regisseur und Drehbuchautor Michiel ten Horn präsentiert eine schräge Krimikomödie, in der er mit unbändiger Fabulierlust skurrile Figuren, philosophische Sinnfragen und Slapstick zusammenführt.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Fabula"
Land: Niederlande, Belgien, DeutschlandJahr: 2025
Genre: Komödie, Krimi, Fantasy
Länge: 125 Minuten
Kinostart: 08.01.2026
Regie: Michiel ten Horn
Darsteller: Fedja van Huêt als Jos / Peat Cutter / Hay / Rich Man / Buckrider, Sezgin Güleç als Özgür, Michiel Kerbosch als Lei, David Kross als The Grape, Georg Friedrich als Hendrik
Kamera: Robbie van Brussel
Verleih: Cologne Cine Collective
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