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Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren (2025)
A World Gone Mad. the War Diaries of Astrid Lindgren.
Dokumentarfilm: Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren führte während des Zweiten Weltkrieges Tagebuch.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Astrid Lindgren wurde im Jahre 1907 auf dem Hof Näs bei Vimmerby in der südschwedischen Provinz Kalmar län geboren. Nach einer Beziehung mit ihrem wesentlich älteren Chef brachte sie im Alter von 19 Jahren unehelich ihren Sohn Lars zur Welt. Später bekam sie mit ihrem Gatten Sture die Tochter Karin. Während des Zweiten Weltkrieges führte sie sehr genau Tagebuch. Als Schriftstellerin gelang ihr der Durchbruch mit Kinder- und Jugendbüchern.
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Filmkritik
"Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren": Die politische Seite der Schriftstellerin
Der Regisseur Wilfried Hauke ("Kant – Das Experiment der Freiheit") beschäftigt sich in seinem dokumentarischen Porträt "Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren" mit den ausführlichen Tagebucheinträgen, die die schwedische Erfolgsautorin in den Jahren von 1939 bis 1945 verfasst hat, noch bevor sie zu einer Ikone der Kinder- und Jugendliteratur wurde. Lindgren schildert darin ihre persönliche Sicht auf den Zweiten Weltkrieg. Eine Sammlung dieser Texte erschien erstmals 2015 auf Deutsch.
Eine gelungene Mischung filmischer Mittel
Der Dokumentarfilm zeigt zum einen aktuelle Aufnahmen von Lindgrens Familie: von ihrer inzwischen 90-jährigen Tochter Karin Nyman, ihrer Enkelin Annika Lindgren und ihrem Urenkel Johan Palmberg. Zum anderen greift Hauke auf Archivmaterial zurück, um die damalige Zeit einzufangen.
Hinzu kommen Spielszenen. Sofia Pekkari verkörpert Lindgren und trägt via Voice-Over die Passagen aus den Tagebüchern vor. Tom Sommerlatte, bekannt als Regisseur der Tragikomödie "Im Sommer wohnt er unten" (2015), tritt als Lindgrens Ehemann Sture auf; zudem gibt es Interaktionen mit dem Sohn (Lennard Leiste) und der Tochter (Edda Braune / Ida Malene Schütte). Insbesondere die Mutter-Tochter-Beziehung wird sehr einfühlsam festgehalten.
Ein wertvolles Zeitdokument
In der Funktion einer hellsichtigen Chronistin des Zweiten Weltkriegs liefert die Schriftstellerin Beobachtungen und Einordnungen, die heute noch relevant sind. Unter Biopic-Aspekten ist auch die Ursprungsgeschichte der ikonischen Figur Pippi Langstrumpf spannend. Als die Tochter erkrankt war, erfand Lindgren zur Ablenkung das merkwürdige Mädchen mit den roten Haaren.
Fazit: Ein erkenntnisreicher Einblick in die Gedanken von Astrid Lindgren – in einem stimmigen Mix aus Dokumentar- und Spielszenen.
Der Regisseur Wilfried Hauke ("Kant – Das Experiment der Freiheit") beschäftigt sich in seinem dokumentarischen Porträt "Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren" mit den ausführlichen Tagebucheinträgen, die die schwedische Erfolgsautorin in den Jahren von 1939 bis 1945 verfasst hat, noch bevor sie zu einer Ikone der Kinder- und Jugendliteratur wurde. Lindgren schildert darin ihre persönliche Sicht auf den Zweiten Weltkrieg. Eine Sammlung dieser Texte erschien erstmals 2015 auf Deutsch.
Eine gelungene Mischung filmischer Mittel
Der Dokumentarfilm zeigt zum einen aktuelle Aufnahmen von Lindgrens Familie: von ihrer inzwischen 90-jährigen Tochter Karin Nyman, ihrer Enkelin Annika Lindgren und ihrem Urenkel Johan Palmberg. Zum anderen greift Hauke auf Archivmaterial zurück, um die damalige Zeit einzufangen.
Hinzu kommen Spielszenen. Sofia Pekkari verkörpert Lindgren und trägt via Voice-Over die Passagen aus den Tagebüchern vor. Tom Sommerlatte, bekannt als Regisseur der Tragikomödie "Im Sommer wohnt er unten" (2015), tritt als Lindgrens Ehemann Sture auf; zudem gibt es Interaktionen mit dem Sohn (Lennard Leiste) und der Tochter (Edda Braune / Ida Malene Schütte). Insbesondere die Mutter-Tochter-Beziehung wird sehr einfühlsam festgehalten.
Ein wertvolles Zeitdokument
In der Funktion einer hellsichtigen Chronistin des Zweiten Weltkriegs liefert die Schriftstellerin Beobachtungen und Einordnungen, die heute noch relevant sind. Unter Biopic-Aspekten ist auch die Ursprungsgeschichte der ikonischen Figur Pippi Langstrumpf spannend. Als die Tochter erkrankt war, erfand Lindgren zur Ablenkung das merkwürdige Mädchen mit den roten Haaren.
Fazit: Ein erkenntnisreicher Einblick in die Gedanken von Astrid Lindgren – in einem stimmigen Mix aus Dokumentar- und Spielszenen.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren"
Land: Deutschland, SchwedenJahr: 2025
Genre: Dokumentation
Originaltitel: A World Gone Mad. the War Diaries of Astrid Lindgren.
Länge: 98 Minuten
Kinostart: 22.01.2026
Regie: Wilfried Hauke
Verleih: farbfilm verleih






