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They Will Kill You (2026)
"Kill Bill" versus "Evil Dead"Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nach einem harten Gefängnisaufenthalt nimmt Asia Reaves (Zazie Beetz) ein Stellenangebot im "Virgil“-Wohnhaus in Manhattan an. Als sie die Stelle als Zimmermädchen antritt, ist ihr nicht bewusst, dass dort über Jahre hinweg immer wieder Menschen unter ungeklärten Umständen verschwunden sind. Leider erkennt Asia nicht die Warnung "They Will Kill You“, den ein Unbekannter auf ihrem Badezimmerspiegel hinterlassen hat. Die junge Frau ahnt nicht, dass die Bewohnter einem dämonischen Kult angehören und ihr bald nach dem Leben trachten. Ihren Angreifern ist dagegen nicht bewusst, dass die neue Angestellte mit dem Ziel eingetroffen ist, nach ihrer verschwundenen Schwester Maria (Myha’la Herrold) zu suchen. Zudem versteht sie, sich ihrer Haut zu wehren.
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Filmkritik
Als 2022 Kirill Sokolows zweiter Spielfilm, das Verfolgungsdrama "No Looking Back“, bei den Fantasy Filmfest Nights gezeigt wurde, entwickelten sich Diskussionen darüber, ob man Werke russischer Filmemacher selbst mit kritischer Einstellung zum System während des Ukraineüberfalls überhaupt zeigen dürfe. Diese Kritik wird sich bei seinem dritten Spielfilm nicht einstellen, da Sokolow inzwischen nach Amerika wechselte. Mit dem überdrehten Genremix "They Will Kill You“ kehrt er zum isolierten Schauplatz seines Debüts "Why Don’t You Just Die?“ als Appartement-Splatter-Groteske zurück. Einzelne Elemente seiner früheren Filme wie die Nehmerqualität der Kombattanten auf beiden Seiten, stete Rückblenden oder ein Stuhl als Blockade unter der Türklinke finden sich ebenso in seinem US-Einstieg.
Geblieben ist ebenfalls die Ausgangssituation einer dysfunktionalen Familie, bei der die Gewalt oder Bedrohung vom Vater oder der Mutter ausgeht. Bei "They Will Kill You“ stellt dies nur ein Teil der Vorgeschichte dar: Asia und Maria befanden sich auf der Flucht vor ihrem brutalen Vater, der sie offenbar im Keller festhielt. Da die ältere Schwester ihren Peiniger niederschoss, landete sie im Frauengefängnis als unfreiwilligen Härtetest – erneut ein Motiv aus dem Vorgänger. Für dessen Zwischentöne finden sich im jüngsten Actiongewitter nicht wirklich Platz. Als Gegenspieler tritt eine Teufelssekte auf den Plan, in deren Fängen Asia ihre Schwester vermutet. In seinem stilisierten Retro-Look wirkt deren "Virgil“-Appartement wie eine Mischung aus "John Wick“-Hotel und der kafkaesken Pension aus "Willkommen um zu bleiben“, wo hinter jeder Wand ebenfalls eine neue unangenehme Überraschung lauert.
Quer durch die Genre-Gesichte
Ohnehin lassen sich unzählige Referenzen auf die Filmhistorie entdecken: von der Axt schwingenden Protagonistin im Stil von "Kill Bill“ über den bösen Jungen Damien wie in "Das Omen“ bis zu den Satanssanbetern in "Rosemary’s Baby“-Manier. Besonders im ersten Drittel wird die Jagd von bluttriefenden Martial Arts-Kämpfen vorangetrieben. Dass angesichts zahlreicher abgetrennter Körperteile eine 16er Freigabe erteilt wurde, mag überraschen. Offenbar hat die FSK den schwarzen Cartoon-Humor anerkannt.
Trotzdem darf man sich über die Blutbäder im aktuellen Mainstream-Kino auch im Hinsicht auf "Ready or Not 2: Here I Come“ wundern. Dieser gehypten Menschenjagd mit zerdehnten Timing und hysterischem Geschrei zeigt sich Sokolows jüngster Streich in Sachen Tempo und Irrsinn überlegen. Trotzdem geht auch ihm vor dem letzten wahnwitzigen Drittel etwas die Puste aus. Daneben wirken die Musikeinlagen während der Kämpfe neben einigen ironisch das Geschehen kommentierenden Titeln mitunter recht aufgesetzt. Immerhin kann sich Zazie Beetz nach ähnlichen Parts in "Deadpool 2“ oder "Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ in ihren ersten Hauptrolle als Actionheldin als weiteren Pluspunkt bewähren.
Fazit: Blutige Horror-Actionkomödie über eine Menschenjagd auf zwei Schwestern in einem stilisierten Hotel, dem trotz schrillem Cartoon-Humor vor dem Finale etwas die Luft ausgeht.
Geblieben ist ebenfalls die Ausgangssituation einer dysfunktionalen Familie, bei der die Gewalt oder Bedrohung vom Vater oder der Mutter ausgeht. Bei "They Will Kill You“ stellt dies nur ein Teil der Vorgeschichte dar: Asia und Maria befanden sich auf der Flucht vor ihrem brutalen Vater, der sie offenbar im Keller festhielt. Da die ältere Schwester ihren Peiniger niederschoss, landete sie im Frauengefängnis als unfreiwilligen Härtetest – erneut ein Motiv aus dem Vorgänger. Für dessen Zwischentöne finden sich im jüngsten Actiongewitter nicht wirklich Platz. Als Gegenspieler tritt eine Teufelssekte auf den Plan, in deren Fängen Asia ihre Schwester vermutet. In seinem stilisierten Retro-Look wirkt deren "Virgil“-Appartement wie eine Mischung aus "John Wick“-Hotel und der kafkaesken Pension aus "Willkommen um zu bleiben“, wo hinter jeder Wand ebenfalls eine neue unangenehme Überraschung lauert.
Quer durch die Genre-Gesichte
Ohnehin lassen sich unzählige Referenzen auf die Filmhistorie entdecken: von der Axt schwingenden Protagonistin im Stil von "Kill Bill“ über den bösen Jungen Damien wie in "Das Omen“ bis zu den Satanssanbetern in "Rosemary’s Baby“-Manier. Besonders im ersten Drittel wird die Jagd von bluttriefenden Martial Arts-Kämpfen vorangetrieben. Dass angesichts zahlreicher abgetrennter Körperteile eine 16er Freigabe erteilt wurde, mag überraschen. Offenbar hat die FSK den schwarzen Cartoon-Humor anerkannt.
Trotzdem darf man sich über die Blutbäder im aktuellen Mainstream-Kino auch im Hinsicht auf "Ready or Not 2: Here I Come“ wundern. Dieser gehypten Menschenjagd mit zerdehnten Timing und hysterischem Geschrei zeigt sich Sokolows jüngster Streich in Sachen Tempo und Irrsinn überlegen. Trotzdem geht auch ihm vor dem letzten wahnwitzigen Drittel etwas die Puste aus. Daneben wirken die Musikeinlagen während der Kämpfe neben einigen ironisch das Geschehen kommentierenden Titeln mitunter recht aufgesetzt. Immerhin kann sich Zazie Beetz nach ähnlichen Parts in "Deadpool 2“ oder "Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ in ihren ersten Hauptrolle als Actionheldin als weiteren Pluspunkt bewähren.
Fazit: Blutige Horror-Actionkomödie über eine Menschenjagd auf zwei Schwestern in einem stilisierten Hotel, dem trotz schrillem Cartoon-Humor vor dem Finale etwas die Luft ausgeht.
Gregor Ries
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Besetzung & Crew von "They Will Kill You"
Land: Südafrika, USAJahr: 2026
Genre: Action, Komödie, Horror
Länge: 95 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 26.03.2026
Regie: Kirill Sokolov
Darsteller: Patricia Arquette, Tom Felton, Zazie Beetz, Heather Graham, Myha'la Herrold
Kamera: Isaac Bauman
Verleih: Warner Bros.
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