
© Warner Bros.
Lee Cronin's The Mummy (2026)
Das legendäre Monster wird in der Gegenwart zu neuem Leben erweckt. Lee Cronins "etwas andere“ Neuinterpretation eines Horror-Klassikers.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Acht Jahre lang war Katie (Emily Mitchell) in Kairo verschwunden. Als die Tochter des Journalisten Paul (Jack Reynor) und seiner Frau Larissa (Laia Costa) plötzlich unversehrt aus der ägyptischen Wüste zurückkehrt, hofft die Familie auf ein Wunder – wird Katie das Erlebte und die Traumata überwinden? Schnell stellt sich tatsächlich heraus, dass etwas Düsteres mit ihr heimgekehrt ist. Doch es handelt sich dabei augenscheinlich nicht um ein psychisches Leiden, sondern um etwas Übernatürliches inklusive körperlicher Deformationen. Es dauert nicht lange und mysteriöse Ereignisse erschüttern das Familienleben und Katie gibt mehr und mehr Erinnerungen an ihre Zeit des Verschwindens preis. Es zeigt sich, dass es die finstere Macht auch auf die Familie abgesehen hat.
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Filmkritik
Ein Familientrauma mit Folgen
In schöner Regelmäßigkeit verpasst Universal seinen ikonischen Monstern eine Frischzellenkur: von Dracula und dem Unsichtbaren über Frankenstein und Werwolf bis hin zur guten alten Mumie, die "Evil Dead Rise“-Regisseur Lee Cronin nun radikal auf links bürstet. Denn Cronin, der bekannt ist für seine deftige, an Gore und Splatter gemahnende Horror-Kost, macht aus "The Mummy“ einen ultrabrutalen Grusel-Schocker, der nichts mehr mit den früheren (romantischen) Abenteuerfilmen im Stile der "Mumie“-Reihe mit Brendan Fraser gemein hat.
Dabei beginnt alles noch sehr reduziert und entschleunigt, wenn Cronin seine Protagonisten als scheinbar perfekte Familie einführt. In den ersten Minuten (im Prolog) präsentiert er uns folglich ein fast beneidenswertes Familienidyll: Larissa und Paul sind mit Sohn (Shylo Molina) und der jüngeren Tochter Katie glücklich, zudem ist aktuell Kin Nummer drei unterwegs. Pauls neuer Job in Ägypten soll zudem den Start in einen neuen, spannenden Lebensabschnitt bedeuten. Doch dann schlagen die düsteren Mächte zu – und Katie verschwindet spurlos in der Sandwüste.
Ekel-Horror par excellence
Cronin deutet Themen und Aspekte wie Traumata, Trauerbewältigung sowie Ohnmachtsgefühle immer wieder an, gerade in der Phase, in der die Familie nach Katies Wiederauftauchen versucht, der – hochgradig veränderten – Tochter/Schwester ein geschütztes häusliches Umfeld zu bieten. In diesen Phasen und Szenen wähnt man sich fast in einem Familiendrama. Doch schon kurz nach Katies mysteriöser Wiederkehr kommen uralte Kräfte und unheimlichen Visionen zum Vorschein, bei deren (vor allem visueller) Umsetzung der Filmemacher alle Register zieht.
Der irische Regisseur setzt auf verstörende Gewalt und teils schwer verdauliche Ekel-Szenen, die jene aus "Evil Dead“ nochmals übertreffen. Hysterie, Überreizung und bewusste Provokation mittels expliziter Terror-Sequenzen – das sind die Zutaten dieses Body-Horror-Exorzismus-Verschnitts. "The Mummy“ zeigt heftige körperliche Deformationen, widerliche schleimige Substanzen, herausgerissene Zähne, Sturzbäche aus Erbrochenem und zum Selbstzweck verkommende andere Gore-Momente, die jegliche Subtilität vermissen lassen. Ein Interesse am Plot oder der Charakterentwicklung? Fehlanzeige. Mit 135 Minuten ist "The Mummy“ zudem deutlich zu lang geraten. Da sich die Ekel-Szenen irgendwann einfach nur noch ideenlos und redundant wiederholen, stellen sich Ermüdungserscheinungen sehr schnell ein.
Fazit: Ultrabrutale, sehr düstere Neuinterpretation des "Mumien“-Stoffs mit expliziter Gewalt und krassen Verstümmelungs- und Körperhorror-Einlagen. Die emotionalen und dramatischen Töne im ersten Drittel funktionieren gut, etwas weniger groteske Terror-Szenen wären insgesamt aber ratsam gewesen.
In schöner Regelmäßigkeit verpasst Universal seinen ikonischen Monstern eine Frischzellenkur: von Dracula und dem Unsichtbaren über Frankenstein und Werwolf bis hin zur guten alten Mumie, die "Evil Dead Rise“-Regisseur Lee Cronin nun radikal auf links bürstet. Denn Cronin, der bekannt ist für seine deftige, an Gore und Splatter gemahnende Horror-Kost, macht aus "The Mummy“ einen ultrabrutalen Grusel-Schocker, der nichts mehr mit den früheren (romantischen) Abenteuerfilmen im Stile der "Mumie“-Reihe mit Brendan Fraser gemein hat.
Dabei beginnt alles noch sehr reduziert und entschleunigt, wenn Cronin seine Protagonisten als scheinbar perfekte Familie einführt. In den ersten Minuten (im Prolog) präsentiert er uns folglich ein fast beneidenswertes Familienidyll: Larissa und Paul sind mit Sohn (Shylo Molina) und der jüngeren Tochter Katie glücklich, zudem ist aktuell Kin Nummer drei unterwegs. Pauls neuer Job in Ägypten soll zudem den Start in einen neuen, spannenden Lebensabschnitt bedeuten. Doch dann schlagen die düsteren Mächte zu – und Katie verschwindet spurlos in der Sandwüste.
Ekel-Horror par excellence
Cronin deutet Themen und Aspekte wie Traumata, Trauerbewältigung sowie Ohnmachtsgefühle immer wieder an, gerade in der Phase, in der die Familie nach Katies Wiederauftauchen versucht, der – hochgradig veränderten – Tochter/Schwester ein geschütztes häusliches Umfeld zu bieten. In diesen Phasen und Szenen wähnt man sich fast in einem Familiendrama. Doch schon kurz nach Katies mysteriöser Wiederkehr kommen uralte Kräfte und unheimlichen Visionen zum Vorschein, bei deren (vor allem visueller) Umsetzung der Filmemacher alle Register zieht.
Der irische Regisseur setzt auf verstörende Gewalt und teils schwer verdauliche Ekel-Szenen, die jene aus "Evil Dead“ nochmals übertreffen. Hysterie, Überreizung und bewusste Provokation mittels expliziter Terror-Sequenzen – das sind die Zutaten dieses Body-Horror-Exorzismus-Verschnitts. "The Mummy“ zeigt heftige körperliche Deformationen, widerliche schleimige Substanzen, herausgerissene Zähne, Sturzbäche aus Erbrochenem und zum Selbstzweck verkommende andere Gore-Momente, die jegliche Subtilität vermissen lassen. Ein Interesse am Plot oder der Charakterentwicklung? Fehlanzeige. Mit 135 Minuten ist "The Mummy“ zudem deutlich zu lang geraten. Da sich die Ekel-Szenen irgendwann einfach nur noch ideenlos und redundant wiederholen, stellen sich Ermüdungserscheinungen sehr schnell ein.
Fazit: Ultrabrutale, sehr düstere Neuinterpretation des "Mumien“-Stoffs mit expliziter Gewalt und krassen Verstümmelungs- und Körperhorror-Einlagen. Die emotionalen und dramatischen Töne im ersten Drittel funktionieren gut, etwas weniger groteske Terror-Szenen wären insgesamt aber ratsam gewesen.
Björn Schneider
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Besetzung & Crew von "Lee Cronin's The Mummy"
Land: USA, IrlandJahr: 2026
Genre: Horror
Länge: 135 Minuten
FSK: 18
Kinostart: 16.04.2026
Regie: Lee Cronin
Darsteller: Jack Reynor, Laia Costa, May El Calamawy, Veronica Falcón, Emily Mitchell
Verleih: Warner Bros.






