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Die Ältern (2026)

Ein Pubertier zieht aus, eins bleibt zuhausKritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.5 / 5

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Schriftsteller Hannes (Sebastian Bezzel) lebt mit seiner Familie wohlbehalten im Grünen. Doch seine übermotivierte Fürsorge und Spätboomer-Weisheiten nerven seine Frau Sara (Anna Schudt) und die Kinder Carla (Kya-Celina Barucki) und Nick (Philip Müller). Als sein neustes Buchprojekt abgelehnt wird und Nicks Abitur in Gefahr gerät, entstehen erste Risse in der Fassade. Die Situation eskaliert, als Carla auszuziehen plant, Sara eine Auszeit fordert und beide eine WG gründen. Erst das Treffen mit der sympathischen Vanessa (Judith Bole) könnte Hannes aus seiner Komfortzone holen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

Nach "Geschlossene Gesellschaft“ verfilmte Sönke Wortmann einen weiteren Jan Weiler-Stoff, aus dessen Cast er Nilam Farooq als Schulleiterin und Thomas Loibl als Verleger übernahm. Glücklicherweise verwendeten er und die Autoren (darunter Robert Gold von "Der Fall Collini“) nur einzelne Motive aus der Kolumnensammlung wie den gemeinsamen Wohnungsauszug von Ehefrau und Tochter, nach dem ein Männerhaushalt aus genervtem Vater und Sohn im Abistress übrig blieb. Damit unterscheidet sich "Die Älteren“ von Leander Haußmanns episodenhaftem "Das Pubertier“ von 2017 mit Jan Josef Liefers und Heike Makatsch als Elternpaar, der ebenfalls auf einer Jan Weiler-Sammlung basiert. In der gleichnamigen, sechsteiligen ZDF-Serie erhielten die Charaktere dann andere Namen.

Im Porträt eines Hamburger Schriftstellers in der Midlife-Krise besitzt Drehbuchautor Weiler genug Selbstironie, sich über das Melken des ewig gleichen Themas lustig zu machen. Immerhin basiert der Stoff auf der vierten Folge der bislang fünfteiligen "Pubertier“-Reihe (ohne die "Best-of-Sammlung). Aber auch Sönke Wortmann melkte mit seiner "Der Vorname“-Trilogie zuletzt ewig das gleiche Freunde-im-Political-Correctness-Konflikt-Thema. Hier ist es Schriftsteller Hannes, der seit einem Jahrzehnt stets ein bewährtes Konzept abliefert, bis sein Verleger die Notbremse zieht. Kein Wunder, dass dessen Ego entscheiden erschüttert wird.

Auch Lesereisen bieten keinen Ausweg

Sebastian "Eberhofer“ Bezzel einmal außerhalb seines bayrischen Kosmos zu erleben, wirkt anfangs gewöhnungsbedürftig. Dass man die Handlung von München nach Hamburg verlegte, mag der Mitwirkung der MOIN Filmförderung geschuldet sein. Den teils trockenen Humor unterstützt Bezzels stoische, leicht genervte Mimik durchaus. Fragen darf man nicht, wie Schriftsteller Hannes selbst nach Auszug von Frau und Tochter und ohne Buchveröffentlichung weiterhin seine Luxusvilla finanzieren kann. In der Kolumnen-Vorlage suchte sich der Autor den Umständen geschuldet gemeinsam mit Sohn Nick eine neue Bleibe. Damit wollte man sich in der Filmversion nicht aufhalten.

Einzelne Stationen wie die merkwürdigen Jugend-Performances auf der Abiturfeier, der Gebrauch eines fremden Handtuchs im Hallenbad, der ständig mampfende neue Freund der Tochter oder unliebsame Halloween-Kinderbesuche samt Sonderwünsche flossen in die Coming-of-Age- und Empty Nest-Handlung ein, ohne aufgesetzt zu wirken. Natürlich darf die obligatorische Liebesgeschichte mit einer charmanten Bekanntschaft von der Schulfeier nicht fehlen. Fehl am Platz wirkt eher eine Episode über einen missglückten One-Night-Stand auf eine Lesereise in der Provinz, da sie wie ein Ausflug in Richtung Komödienstadl wirkt. Insgesamt gehört "Die Älteren“ jedoch zu den besseren Werken von Vielfilmer Sönke Wortmann.

Fazit: Bis auf wenige Ausrutscher gelang eine pointenreiche Studie zu den Widrigkeiten des Familienlebens und den ewigen Konflikten zwischen den Generationen.




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Besetzung & Crew von "Die Ältern"

Land: Deutschland
Jahr: 2026
Genre: Komödie
Länge: 104 Minuten
Kinostart: 12.02.2026
Regie: Sönke Wortmann
Darsteller: Sebastian Bezzel als Hannes, Anna Schudt als Sara, Judith Bohle als Vanessa, Kya-Celina Barucki als Carla, Philip Müller als Nick
Kamera: Andreas Berger
Verleih: Constantin Film

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