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Splitsville (2026)

Unterhaltsame (Anti-)Beziehungs-Komödie mit absurden TwistsKritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 2.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Das erst 1 Jahr verheiratete Ehepaar Carey (Kyle Marvin) und Ashley (Adria Arjona) wird während einer Autofahrt in einen schweren Unfall verwickelt. Unmittelbar danach gesteht Julie ihrem Mann, dass sie ihn betrügt und die Scheidung will. Der völlig überforderte Carey sucht Trost bei seinen besten Freunden Paul (Michael Angelo Covino) und Julie (Dakota Johnson), die ihm eröffnen, dass sie eine offene Ehe führen – scheinbar ohne Probleme. Als Paul beruflich verreist ist, kommen sich Carey und Julie emotional näher und schlafen miteinander.

Im Rahmen ihrer Übereinkunft sollte das kein Problem sein, doch Paul rastet völlig aus und er und Carey demolieren die halbe Einrichtung des Hauses. Eine folgende Aussprache zu dritt beruhigt die Lage nur vorläufig, vielmehr legt der Vorfall auch schwelende Konflikte in der Ehe zwischen Paul und Julie offen.

Die Situation verkompliziert sich weiter, als Carey versucht, auch mit Ashley eine offene Beziehung zu führen, nur um seine Ehe zu retten. Schließlich sind alle vier gezwungen, sich ehrlich mit ihren Bedürfnissen, Grenzen und Vorstellungen von Liebe auseinanderzusetzen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

Regisseur und Autor Michael Angelo Covino (Drehbuch gemeinsam mit Kyle Marvin) gelang 2019 mit "The Climb" ein Indie-Überraschungshit. Mit "Splitsville", erstmals gezeigt in Cannes 2025, kehrt er mit seinem Zweitwerk zurück, das erneut fragile männliche (und weibliche) Egos und die Wirren (post-)modernen Beziehungslebens in den Fokus rückt.

Das PR-Label "unromantic comedy", mit dem "Splitsville" beworben wird, trifft den Nagel ziemlich genau auf den Kopf: Die Komödie mit satirischen Elementen ist zum einen realistisch, da sie Konzepte wie "offene Beziehungen", Polyamorie etc. durchleuchtet, zum anderen aber auch "over the top", weil das Drehbuch die Konflikte, die dadurch entstehen, auf hyperbolische Form darstellt. Der Humor entsteht aus der absurden Überspitzung, die den Film durchaus unterhaltsam und witzig macht.

Besonders gelungen und komisch sind die Szenen, in denen Carey mit den Ex-Liebhabern seiner Noch-Frau Ashley quasi ein WG-Leben in der gemeinsamen Wohnung aufzieht, während sie bereits den/die Nächste/n "am Start" hat. "Splitsville" karikiert hier gekonnt die Fallgruben offener Beziehungskonzepte, die er durch Überzeichnung zur Kenntlichkeit entstellt. Die "offene Beziehung" ist für keines der beiden Paare eine Lösung, viel mehr ein verzweifelter Versuch, Konflikte zu vermeiden, sich selbst und andere zu verletzten, die Ehe zu retten. Natürlich misslingt das und die Konflikte brechen umso ungefilterter hervor. Wichtig sind die Zwischenstationen dennoch, weil: Der Weg ist das Ziel und und das Ziel ist der Weg der Selbstfindung. Oder so ähnlich.

In seiner Vorstellung von Ehe und Paarbeziehung könnte man den Film angesichts seiner Kritik and Polyamorie und Co. als konservativ lesen, vielleicht ist Covinos Werk aber auch nur realistisch: Es geht nicht um die "ideale Liebe", die Vermittlung naiver, romantischer Vorstellungen, die der Realität ohnehin nie standhalten können. Zugleich hinterfragt der Film aber auch postmoderne Beziehungskonzepte, deren "Freiheit" und "Offenheit" vermittelnde Regularien neue Probleme mit sich bringen und/oder tiefere Konflikte überdecken. Liebe ist Chaos, so die zentrale Aussage. Und "Splitsville" ist damit trotz seiner Überdrehtheit ein sehr erwachsener Film geworden. Besetzt mit einem überzeugend agierenden Ensemble-Cast, dem man ihre Figuren absolut abnimmt.

Fazit: Überdreht, verrückt, wohltuend unromantisch, ohne zynisch zu werden, und dabei überraschend erwachsen: "Splitsville" durchleuchtet postmoderne Beziehungskonzepte und -praktiken auf unterhaltsame Weise und präsentiert einen gut aufgelegten Cast, der sichtbar Freude an der Arbeit hatte.





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Besetzung & Crew von "Splitsville"

Land: USA
Jahr: 2026
Genre: Drama
Länge: 104 Minuten
Kinostart: 22.01.2026
Regie: Michael Angelo Covino
Darsteller: Dakota Johnson als Julie, Adria Arjona als Ashley, Kyle Marvin als Carey, Michael Angelo Covino als Paul, Simon Webster
Kamera: Adam Newport-Berra
Verleih: United International Pictures

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