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Nürnberg (2026)
Nuremberg
Historiendrama: Ein Psychiater fungiert als Betreuer bei den Nürnberger Prozessen.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Der Militärpsychiater Douglas M. Kelley (Rami Malek) soll in den Monaten vor dem Beginn der Nürnberger Prozesse im Jahre 1945 die 22 als Kriegsverbrecher beschuldigten Angeklagten psychologisch überwachen. Zu den inhaftierten Nazis zählt der ehemalige Reichsmarschall Hermann Göring (Russell Crowe). Allmählich baut der Arzt eine gefährliche Nähe zu Göring auf.
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Filmkritik
"Nürnberg": Adaption eines Sachbuchs mit zwei Oscar-Preisträgern
"Nürnberg" ist das neue Werk des Drehbuchautors, Regisseurs und Produzenten James Vanderbilt ("Der Moment der Wahrheit"). Es basiert auf dem Sachbuch "Der Nazi und der Psychiater" des Wissenschaftsjournalisten Jack El-Hai, in dem dieser die Erfahrungen des Militärpsychiaters Douglas M. Kelley schildert. Der Arzt wurde im Jahre 1945 damit beauftragt, die 22 als Kriegsverbrecher beschuldigten Angeklagten psychologisch zu überwachen. Insbesondere die Begegnung mit dem Ex-Reichsmarschall Hermann Göring wird für Kelley zu einer Herausforderung.
Ein prominenter Cast
Vanderbilt macht aus der Vorlage eine Mischung aus Psycho- und Justizdrama – und baut auf eine Star-Besetzung. Rami Malek ("Bohemian Rhapsody") und Russell Crowe ("Gladiator") treten in den Hauptrollen als Psychiater und NS-Kriegsverbrecher auf; in Nebenparts sind etwa Michael Shannon ("Take Shelter"), Richard E. Grant ("Gosford Park"), John Slattery ("Spotlight") und Leo Woodall ("Zwei an einem Tag") zu sehen. Dies lässt an Stanley Kramers Hollywoodkino-Klassiker "Das Urteil von Nürnberg" (1961) denken. An dessen Überzeugungskraft vermag "Nürnberg" indes nur in wenigen Augenblicken anzuknüpfen. Die Inszenierung ist zu glatt; die Dramaturgie fällt zu formelhaft aus. Eine differenzierte Aufarbeitung historischer Ereignisse kann in diesem Rahmen nur bedingt gelingen.
Seltsame Misstöne
Das Skript und die Umsetzung vermeiden zwar eine Glorifizierung Görings – die (vermutlich beabsichtigte) Dekonstruktion schlägt dennoch fehl, da Crowe die Figur eher als schlagfertigen, teils komischen und teils abgründig-düsteren Bond-Schurken anlegt. Durch diverse Oneliner, Dialoge und Szenenübergängen kommt "Nürnberg" insgesamt sehr pointiert daher, was bei diesem Thema ziemlich irritiert.
Fazit: Geschichtskino mit Stars, das nur selten den richtigen Ton trifft und seinem komplexen Sujet überwiegend nicht gerecht wird.
"Nürnberg" ist das neue Werk des Drehbuchautors, Regisseurs und Produzenten James Vanderbilt ("Der Moment der Wahrheit"). Es basiert auf dem Sachbuch "Der Nazi und der Psychiater" des Wissenschaftsjournalisten Jack El-Hai, in dem dieser die Erfahrungen des Militärpsychiaters Douglas M. Kelley schildert. Der Arzt wurde im Jahre 1945 damit beauftragt, die 22 als Kriegsverbrecher beschuldigten Angeklagten psychologisch zu überwachen. Insbesondere die Begegnung mit dem Ex-Reichsmarschall Hermann Göring wird für Kelley zu einer Herausforderung.
Ein prominenter Cast
Vanderbilt macht aus der Vorlage eine Mischung aus Psycho- und Justizdrama – und baut auf eine Star-Besetzung. Rami Malek ("Bohemian Rhapsody") und Russell Crowe ("Gladiator") treten in den Hauptrollen als Psychiater und NS-Kriegsverbrecher auf; in Nebenparts sind etwa Michael Shannon ("Take Shelter"), Richard E. Grant ("Gosford Park"), John Slattery ("Spotlight") und Leo Woodall ("Zwei an einem Tag") zu sehen. Dies lässt an Stanley Kramers Hollywoodkino-Klassiker "Das Urteil von Nürnberg" (1961) denken. An dessen Überzeugungskraft vermag "Nürnberg" indes nur in wenigen Augenblicken anzuknüpfen. Die Inszenierung ist zu glatt; die Dramaturgie fällt zu formelhaft aus. Eine differenzierte Aufarbeitung historischer Ereignisse kann in diesem Rahmen nur bedingt gelingen.
Seltsame Misstöne
Das Skript und die Umsetzung vermeiden zwar eine Glorifizierung Görings – die (vermutlich beabsichtigte) Dekonstruktion schlägt dennoch fehl, da Crowe die Figur eher als schlagfertigen, teils komischen und teils abgründig-düsteren Bond-Schurken anlegt. Durch diverse Oneliner, Dialoge und Szenenübergängen kommt "Nürnberg" insgesamt sehr pointiert daher, was bei diesem Thema ziemlich irritiert.
Fazit: Geschichtskino mit Stars, das nur selten den richtigen Ton trifft und seinem komplexen Sujet überwiegend nicht gerecht wird.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "Nürnberg"
Land: USA, UngarnJahr: 2026
Genre: Drama, Historie, Biografie
Originaltitel: Nuremberg
Länge: 148 Minuten
Kinostart: 07.05.2026
Regie: James Vanderbilt
Darsteller: Rami Malek, Russell Crowe, Michael Shannon, Leo Woodall, John Slattery
Kamera: Dariusz Wolski
Verleih: Weltkino Filmverleih
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