
© eksystent distribution filmverleih
The Chronology of Water (2026)
Drama: Eine junge Frau versucht, ihr Trauma aus der Kindheit zu überwinden.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Die kleine Lidia (Anna Wittowsky) und ihre jugendliche Schwester Claudia (Marlena Sniega) sind der häuslichen Gewalt durch ihren Vater (Michael Epp) ausgesetzt. Später verlässt Lidia (nun verkörpert von Imogen Poots) ihr Elternhaus, um zu studieren. Das Trauma verfolgt sie jedoch weiterhin – und hat unter anderem Einfluss auf ihre erste Beziehung zu dem sanftmütigen Phillip (Earl Cave). Durch den unorthodoxen Mentor Ken Kesey (Jim Belushi) findet Lidia im kreativen Schreiben eine Möglichkeit, ihre Stimme zurückzuerlangen. Der Heilungsprozess ist damit allerdings noch nicht abgeschlossen.
Bildergalerie zum Film "The Chronology of Water"
Hier streamen
Filmkritik
"The Chronology of Water": Ein Trauma folgt keinen Regeln
Mit "The Chronology of Water" liefert die als Schauspielerin bekannte Kristen Stewart ("Spencer", "Love Lies Bleeding") ihr Langfilmdebüt als Drehbuchautorin und Regisseurin. Als Basis dienten ihr hierfür die 2011 veröffentlichten Memoiren von Lidia Yuknavitch, die 2024 unter dem Titel "In Wasser geschrieben" auch in Deutschland erschienen sind. Die Schriftstellerin gibt darin einen fragmentarisch-assoziativen Einblick in ihre Lebensgeschichte und behandelt Themen wie sexualisierten Missbrauch durch den eigenen Vater sowie Alkohol- und Drogensucht.
Ein Bruch mit narrativen Formeln
Die literarische Vorlage ist ein komplexer, sperrig gestalteter Stoff, dem sich Stewart mit großer Einfühlsamkeit widmet. Sie lässt sich in ihrer audiovisuellen Umsetzung konsequent auf die Wahrnehmung der Protagonistin ein – und findet Wege, sich dem Trauma zu nähern. Dabei macht sie begreifbar, dass eine solche Erfahrung nicht in eine konventionelle dramaturgische Form gebracht werden kann. Mit ihrem Kameramann Corey C. Waters und ihrer Editorin Olivia Neergaard-Holm erzeugt sie eine Folge von Gedankenblitzen, von Wiederholungen, von Raum- und Zeitsprüngen. So wird deutlich, dass sich Erinnerungen keiner logischen Struktur beugen.
Eine großartige Schauspielleistung
Imogen Poots ("28 Weeks Later", "Green Room") gelingt es, die psychische Verfassung der Hauptfigur in allen Facetten zu vermitteln: den Schmerz, die Phasen der Selbstzerstörung, aber auch den Wunsch nach Freiheit und nach dem Ausleben der eigenen sexuellen Lust. Die verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen der Heldin fängt "The Chronology of Water" klug ein – etwa zur älteren Schwester, verkörpert von Thora Birch ("American Beauty"), oder zum Mentor am College, gespielt von Comedystar Jim Belushi ("Mein Partner mit der kalten Schnauze").
Fazit: Eine intensive, hingebungsvolle Literaturverfilmung, die sich ihrem Sujet mit Feingefühl nähert.
Mit "The Chronology of Water" liefert die als Schauspielerin bekannte Kristen Stewart ("Spencer", "Love Lies Bleeding") ihr Langfilmdebüt als Drehbuchautorin und Regisseurin. Als Basis dienten ihr hierfür die 2011 veröffentlichten Memoiren von Lidia Yuknavitch, die 2024 unter dem Titel "In Wasser geschrieben" auch in Deutschland erschienen sind. Die Schriftstellerin gibt darin einen fragmentarisch-assoziativen Einblick in ihre Lebensgeschichte und behandelt Themen wie sexualisierten Missbrauch durch den eigenen Vater sowie Alkohol- und Drogensucht.
Ein Bruch mit narrativen Formeln
Die literarische Vorlage ist ein komplexer, sperrig gestalteter Stoff, dem sich Stewart mit großer Einfühlsamkeit widmet. Sie lässt sich in ihrer audiovisuellen Umsetzung konsequent auf die Wahrnehmung der Protagonistin ein – und findet Wege, sich dem Trauma zu nähern. Dabei macht sie begreifbar, dass eine solche Erfahrung nicht in eine konventionelle dramaturgische Form gebracht werden kann. Mit ihrem Kameramann Corey C. Waters und ihrer Editorin Olivia Neergaard-Holm erzeugt sie eine Folge von Gedankenblitzen, von Wiederholungen, von Raum- und Zeitsprüngen. So wird deutlich, dass sich Erinnerungen keiner logischen Struktur beugen.
Eine großartige Schauspielleistung
Imogen Poots ("28 Weeks Later", "Green Room") gelingt es, die psychische Verfassung der Hauptfigur in allen Facetten zu vermitteln: den Schmerz, die Phasen der Selbstzerstörung, aber auch den Wunsch nach Freiheit und nach dem Ausleben der eigenen sexuellen Lust. Die verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen der Heldin fängt "The Chronology of Water" klug ein – etwa zur älteren Schwester, verkörpert von Thora Birch ("American Beauty"), oder zum Mentor am College, gespielt von Comedystar Jim Belushi ("Mein Partner mit der kalten Schnauze").
Fazit: Eine intensive, hingebungsvolle Literaturverfilmung, die sich ihrem Sujet mit Feingefühl nähert.
Andreas Köhnemann
TrailerAlle "The Chronology of Water"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "The Chronology of Water"
Land: USA, Frankreich, LettlandJahr: 2026
Genre: Drama, Romantik, Biografie
Länge: 128 Minuten
Kinostart: 05.03.2026
Regie: Kristen Stewart
Darsteller: Imogen Poots, Thora Birch, James Belushi, Charlie Carrick, Tom Sturridge
Kamera: Corey C. Waters
Verleih: eksystent distribution filmverleih





