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Die Odyssee (2026)
The Odyssey
Spektakuläre Neuinterpretation des antiken Epos "Die Odyssee“ von Regie-Visionär Christopher Nolan ("Oppenheimer“).Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 6 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nach dem harten, verlustreichen Sieg im Trojanischen Krieg will der griechischen König Odysseus (Matt Damon) nach zehn Jahren endlich wieder zu seiner Frau Penelope (Anne Hathaway) und seinem Sohn Telemachos (Tom Holland) nach Ithaka zurückkehren. Doch die Götter verwehren ihm den direkten Weg. Ihm und seinen Getreuen steht eine weitere, zehnjährige Irrfahrt voller Abenteuer und Gefahren auf den Meeren der Welt bevor. Unterdessen fällt Ithaka ins Chaos, da machthungrige Freier von den benachbarten Inseln den Thron an sich reißen wollen. Schließlich kehrt Odysseus als Bettler verkleidet nach Ithaka zurück und nimmt gemeinsam mit seinem Sohn den Kampf gegen die Unterdrücker auf.
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Filmkritik
Überwältigende Schauwerte
Christopher Nolans ("Inception“, "Oppenheimer“) Adaption des altgriechischen Epos des Dichters Homer ist der meist erwartete Film des Jahres 2026 – noch vor "Avengers 5“, der Ende des Jahres startet. Und der Filmemacher kann sich nicht über zu wenig Druck beschweren. Mit einem Produktionsbudget von ca. 250 Millionen Dollar ist "Die Odyssee“ der bislang teuerste Film in der Karriere des 55-Jährigen. Da noch einmal so viel an Werbeausgaben hinzukommen, muss der Fantasy-Action-Blockbuster mindestens 500 Millionen einspielen, um erst einmal seine Gesamtkosten zu decken.
Gleich vorweg: Der mit gewaltigem Aufwand an einem halben Dutzend Schauplätzen der Welt (von Schottland über Marokko bis Griechenland) realisierte Film sieht phantastisch aus. "Die Odyssee“ ist visuell wahrlich überwältigend und in Sachen Optik der schönste, spektakulärste Film in Nolans beeindruckender Filmografie. Und das mag etwas heißen, sind doch alle bisherigen Werke des Londoners brillant fotografiert und technisch meisterhaft in Szene gesetzt. "Die Odyssee“ entstand mit nochmals verbesserter, brandneuer IMAX-Technologie – wodurch eine beeindruckende Bildauflösung und nie gesehene Detailtiefe erreicht werden (die allerdings nur in speziellen IMAX-Kinos voll zur Geltung kommt).
Darum ist "Die Odyssee“ kein Meistwerk
Dem Film kommt zudem Nolans Hang zu authentischen Settings und praktischen Effekten zu gute. Er ist kein Freund exzessiver CGI-Trickeffekte und setzt stattdessen auf Haptik und "echte physische Elemente“. Für "Die Odyssee“ kamen u.a. realistische, gigantische Nachbauten antiker Kriegsschiffe zum Einsatz, außerdem riesige Windmaschinen, um die zerstörerischen Orkane nachzuahmen. Das alles erzeugt einen beachtlichen Realismus und lässt die atemberaubende Action für den Zuschauer noch mitreißender und greifbarer erscheinen. Doch reicht das für ein Meisterwerk? Die Antwort lautet: leider nein.
Denn gerade im Mittelteil kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass Nolan einfach nur eine todbringende Gefahr bzw. Actionszene an die nächste reiht. Während er sich für den Kampf gegen den Zyklopen Polyphem noch Zeit lässt, hakt er die anderen "göttlichen Prüfungen“ eher gelangweilt und pflichtbewusst ab. Auf die Begegnung mit der Zauberin Circe (Samantha Morton) folgt in Windeseile das Aufeinandertreffen mit den Sirenen und der Kampf gegen das Seemonster Skylla. Dazwischen wird Odysseus sieben Jahre lang von der Göttin Kalypso (Charlize Theron) gefangen gehalten und ein ums andere Mal bedrohen heftige Stürme sein Leben und das seiner Männer. Und die Geschichte vom Trojanischen Pferd bringt Nolan natürlich auch noch unter (Wolfgang Petersen hat darüber vor 22 Jahren einen ganzen Film gedreht).
Dadurch, dass "The Odyssee“ seinen Schwerpunkt so klar auf Optik und Action legt, bleiben erzählerische Tiefe sowie inhaltliche Nuancen auf der Strecke – trotz der ausladenden Laufzeit von 180 Minuten und einer nicht zu leugnenden Dialoglastigkeit. Erschwerend kommt dazu, dass Nolan seinen prominenten Cast verheizt. Stars wie Zendaya (als Athene), Eliot Page (Sinon) oder Lupita Nyong’o (als Helena & Klytaimnestra) sind nichts weiter als Staffage, die insgesamt nur wenige Minuten im Film zu sehen sind. Ihre Figuren bleiben blass und verkommen zu austauschbaren Stichwortgebern.
Fazit: "Die Odyssee“ zeigt einen technisch meisterhaft inszenierten, visuell bahnbrechenden Überlebenskampf in Bildern, die zum Niederknien schön sind. Die Action reißt mit und Nolan zieht die Spannungsschraube im letzten Drittel gekonnt an. Doch der Film funktioniert nicht uneingeschränkt und wirkt zuweilen nicht zu Ende gedacht. Die Hauptgründe: Schwach gezeichnete Figuren und zu viele (Action-) Abschweifungen, wodurch der erzählerische Fokus aus dem Blick gerät.
Christopher Nolans ("Inception“, "Oppenheimer“) Adaption des altgriechischen Epos des Dichters Homer ist der meist erwartete Film des Jahres 2026 – noch vor "Avengers 5“, der Ende des Jahres startet. Und der Filmemacher kann sich nicht über zu wenig Druck beschweren. Mit einem Produktionsbudget von ca. 250 Millionen Dollar ist "Die Odyssee“ der bislang teuerste Film in der Karriere des 55-Jährigen. Da noch einmal so viel an Werbeausgaben hinzukommen, muss der Fantasy-Action-Blockbuster mindestens 500 Millionen einspielen, um erst einmal seine Gesamtkosten zu decken.
Gleich vorweg: Der mit gewaltigem Aufwand an einem halben Dutzend Schauplätzen der Welt (von Schottland über Marokko bis Griechenland) realisierte Film sieht phantastisch aus. "Die Odyssee“ ist visuell wahrlich überwältigend und in Sachen Optik der schönste, spektakulärste Film in Nolans beeindruckender Filmografie. Und das mag etwas heißen, sind doch alle bisherigen Werke des Londoners brillant fotografiert und technisch meisterhaft in Szene gesetzt. "Die Odyssee“ entstand mit nochmals verbesserter, brandneuer IMAX-Technologie – wodurch eine beeindruckende Bildauflösung und nie gesehene Detailtiefe erreicht werden (die allerdings nur in speziellen IMAX-Kinos voll zur Geltung kommt).
Darum ist "Die Odyssee“ kein Meistwerk
Dem Film kommt zudem Nolans Hang zu authentischen Settings und praktischen Effekten zu gute. Er ist kein Freund exzessiver CGI-Trickeffekte und setzt stattdessen auf Haptik und "echte physische Elemente“. Für "Die Odyssee“ kamen u.a. realistische, gigantische Nachbauten antiker Kriegsschiffe zum Einsatz, außerdem riesige Windmaschinen, um die zerstörerischen Orkane nachzuahmen. Das alles erzeugt einen beachtlichen Realismus und lässt die atemberaubende Action für den Zuschauer noch mitreißender und greifbarer erscheinen. Doch reicht das für ein Meisterwerk? Die Antwort lautet: leider nein.
Denn gerade im Mittelteil kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass Nolan einfach nur eine todbringende Gefahr bzw. Actionszene an die nächste reiht. Während er sich für den Kampf gegen den Zyklopen Polyphem noch Zeit lässt, hakt er die anderen "göttlichen Prüfungen“ eher gelangweilt und pflichtbewusst ab. Auf die Begegnung mit der Zauberin Circe (Samantha Morton) folgt in Windeseile das Aufeinandertreffen mit den Sirenen und der Kampf gegen das Seemonster Skylla. Dazwischen wird Odysseus sieben Jahre lang von der Göttin Kalypso (Charlize Theron) gefangen gehalten und ein ums andere Mal bedrohen heftige Stürme sein Leben und das seiner Männer. Und die Geschichte vom Trojanischen Pferd bringt Nolan natürlich auch noch unter (Wolfgang Petersen hat darüber vor 22 Jahren einen ganzen Film gedreht).
Dadurch, dass "The Odyssee“ seinen Schwerpunkt so klar auf Optik und Action legt, bleiben erzählerische Tiefe sowie inhaltliche Nuancen auf der Strecke – trotz der ausladenden Laufzeit von 180 Minuten und einer nicht zu leugnenden Dialoglastigkeit. Erschwerend kommt dazu, dass Nolan seinen prominenten Cast verheizt. Stars wie Zendaya (als Athene), Eliot Page (Sinon) oder Lupita Nyong’o (als Helena & Klytaimnestra) sind nichts weiter als Staffage, die insgesamt nur wenige Minuten im Film zu sehen sind. Ihre Figuren bleiben blass und verkommen zu austauschbaren Stichwortgebern.
Fazit: "Die Odyssee“ zeigt einen technisch meisterhaft inszenierten, visuell bahnbrechenden Überlebenskampf in Bildern, die zum Niederknien schön sind. Die Action reißt mit und Nolan zieht die Spannungsschraube im letzten Drittel gekonnt an. Doch der Film funktioniert nicht uneingeschränkt und wirkt zuweilen nicht zu Ende gedacht. Die Hauptgründe: Schwach gezeichnete Figuren und zu viele (Action-) Abschweifungen, wodurch der erzählerische Fokus aus dem Blick gerät.
Björn Schneider
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Besetzung & Crew von "Die Odyssee"
Land: USAJahr: 2026
Genre: Action, Abenteuer, Fantasy
Originaltitel: The Odyssey
Kinostart: 16.07.2026
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Matt Damon als Odysseus, Tom Holland als Telemachus, Anne Hathaway als Penelope, Robert Pattinson als Antinous, Lupita Nyong'o
Kamera: Hoyte Van Hoytema
Verleih: United International Pictures
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