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Der Heimatlose (2026)

Trial of Hein

Drama: Ein Heimkehrer muss sich in einem Prozess behaupten.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.3 / 5

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Vor 14 Jahren hatte Hein (Paul Boche) seine Heimatinsel verlassen, um eine Lehrerausbildung auf dem Festland zu machen. Nun kehrt er zurück – doch niemand scheint ihn hier zu (er)kennen. Seine Mutter Mechthild (Irene Kleinschmidt) ist inzwischen dement; seine jüngere Schwester Heide (Stephanie Amarell) war damals noch ein kleines Kind. Auch seine Ex-Freundin Greta (Emilia Schüle) und sein einstiger bester Freund Friedemann (Philip Froissant) haben offenbar keine Erinnerung mehr an ihn. Hein soll deshalb in einem dreitägigen Prozess seine Identität unter Beweis stellen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"Der Heimatlose": Wer bin ich?

Der Drehbuchautor und Regisseur Kai Stänicke (Jahrgang 1986) feierte mit seinem Langfilmdebüt "Der Heimatlose" Premiere auf der diesjährigen Berlinale in der Sektion Perspectives. Der Film entstand auf der Insel Norderney – und lässt in seiner abstrakten, theatralen Gestaltung an den Verfremdungseffekt des berühmten deutschen Dramatikers Bertolt Brecht sowie an das minimalistische Experimentalwerk "Dogville" (2003) des Dänen Lars von Trier denken.

Ein Blick aufs Dorfleben

Mit seinem kreativen Team (darunter der Kameramann Florian Mag und der Szenenbildner Seth Turner) zeigt uns Stänicke ein äußerst reduziertes Set. So bestehen etwa die Hütten des Inseldorfes jeweils nur aus der Vorderseite. Dadurch wird die Geschichte um den obskuren Prozess, dem sich der Protagonist Hein nach seiner Rückkehr auf seine Heimatinsel stellen muss, klar als Versuchsanordnung deutlich. Der Film befasst sich auf betont künstliche Art und Weise mit der speziellen Dynamik in einer kleinen Gemeinde – ist dabei letztlich aber erstaunlich treffend und zeitlos. Die Kostüme lassen darauf schließen, dass der Plot im späten 19. Jahrhundert verortet ist; auf genaue Angaben verzichtet das Skript indes.

Ein überzeugender Cast

Paul Boche ("Zazy", "Darlings") wirft sich sehr energisch in die Titelrolle und macht die existenzielle Krise seiner Figur bei aller Absurdität der Ereignisse für uns spür- und erfahrbar. Auch Philip Froissant ("Miroirs No. 3") und Emilia Schüle ("Traumfabrik") überzeugen als Schlüsselpersonen in der Vergangenheit des Helden. Mit Größen wie Jeanette Hain ("Der Vorleser"), Sebastian Schwarz ("Franz K.") und Sebastian Blomberg ("Zeit der Kannibalen") ist "Der Heimatlose" durchweg gut besetzt.

Fazit: Ein spannendes, surreal anmutendes Filmexperiment mit einem tollen Hauptdarsteller.




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Besetzung & Crew von "Der Heimatlose"

Land: Deutschland
Jahr: 2026
Genre: Drama
Originaltitel: Trial of Hein
Länge: 122 Minuten
Kinostart: 13.02.2026
Regie: Kai Stänicke
Darsteller: Paul Boche als Hein, Philip Froissant als Friedemann, Emilia Schüle als Greta, Stephanie Amarell, Philip Günsch als Friedemann (14 / 18)
Kamera: Florian Mag
Verleih: DCM GmbH

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