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Kokuho - Meister des Kabuki (2026)

Kokuhô

Das japanische Drama verfolgt den Lebensweg zweier Männer, die gemeinsam in der Kunst des Kabuki-Theaters ausgebildet werden.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 1.3 / 5

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Im Jahr 1964 besucht der berühmte Kabuki-Schauspieler Hanjiro (Ken Watanabe) eine Feier in Nagasaki. Dort fesselt bei einem Bühnenstück der 14-jährige Kikuo (Soya Kurokawa), Sohn des Gastgebers, seine Aufmerksamkeit. Gangster stürmen das Gebäude und Kikuos Vater, der ein Yakuza-Boss ist, wird erschossen. Hanjiro nimmt Kikuo bei sich in Osaka auf, um ihn mit seinem eigenen Sohn Shunsuke (Keitatsu Koshiyama) in der Kunst des Kabuki-Theaters auszubilden. Beide sollen Onnagata werden – Männer, die Frauenrollen spielen. Frauen treten im Kabuki nicht auf.

Die beiden Jugendlichen üben gemeinsam und unterstützen sich gegenseitig. Erwachsen geworden, feiern Kikuo (Ryô Yoshizawa) und Shunsuke (Ryûsei Yokohama) als Duo Erfolge. Der ernste Kikuo wünscht sich nichts mehr im Leben, als ein Kabuki-Meister zu werden und vielleicht sogar den Titel Kokuho, was "Nationalschatz“ bedeutet, zu erringen. Shunsuke, der gerne feiert, weiß jedoch, wie wichtig es für den Aufstieg ist, wie er der Sohn eines Meisters zu sein. Als sich Hanjiro nach einem Unfall von Kikuo auf der Bühne vertreten lässt, kehrt Shunsuke dem Elternhaus gedemütigt den Rücken.

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"Kokuho – Meister des Kabuki“: Anmut, Präzision, Abstammung

Die Gesichter weiß geschminkt, die Lippen rot, mit Perücken und in bodenlange Kimonos gehüllt stehen sie auf der Bühne. Kikuo und Shunsuke sind zwei junge Onnagata – Männer, die im Kabuki-Theater für Frauenrollen ausgebildet sind. Jede Bewegung, jede Geste muss perfekt sitzen, ist lange eingeübt. Trotz seiner Dauer von fast drei Stunden vermag das epische Drama "Kokuho – Meister des Kabuki“ die Aufmerksamkeit zu fesseln. Das liegt nicht nur an der Faszination, die von dieser im Westen eher unbekannten traditionellen Theaterkunst ausgeht. Nach dem gleichnamigen Roman von Shuichi Yoshida erzählt der Regisseur Sang-il Lee auf spannende Weise auch die Geschichte der beiden rivalisierenden Schauspieler über fünf Jahrzehnte hinweg.

Stilisiert, aber wahrhaftig gespielt

Mit fließenden Trippelschritten gleiten die Onnagata über die Bühnen der großen japanischen Theaterhäuser. Sie spielen Geishas, Priesterinnen, weibliche Figuren aus der Sagenwelt. Es geht um Anmut und Schönheit des Ausdrucks, um Posen und tänzerische Bewegungen zu Musik. In stilisierter Weise sollen Szenen der Eifersucht, Liebe, der Begegnung mit dem Tod gespielt werden, mit wenig Raum für eigene Kreativität. Aber der strenge Hanjiro lässt Kikuo und Shunsuke keine halbherzigen Auftritte durchgehen. Kikuo muss ihm wieder und wieder die Worte einer Frau aufsagen, die aus Liebe den Freitod wählt, bis Hanjiro in seiner Stimme auch wirklich die Angst und Entschlossenheit vernimmt, die mitschwingen sollen.

Leidenschaft und Leid der Künstler

Viel mehr als Shunsuke brennt Kikuo darauf, sich die Kunst des Kabuki anzueignen, sie regelrecht zu durchdringen. Die Vorbilder, deren Anerkennung verdient werden muss, prüfen wie das Theaterpublikum mit kritischem Blick, ob da jemand das Kabuki-Spiel nur vorgaukelt, oder würdevoll begreift. Die Kamera und die Montage orchestrieren den eigentümlichen Zauber des Kabuki, betonen die eleganten Drehungen, kehren immer wieder zu den maskenhaft geschminkten Gesichtern zurück, um sie zu erforschen.

Shunsuke ist nach der Tradition dazu bestimmt, das Erbe seines Vaters fortzuführen – auch Kikuos ganzes Talent kann den Makel der fehlenden Abstammung nicht so einfach ausgleichen. Die Sitten müssen beachtet werden, Sponsoren reden mit. Beide Hauptfiguren fallen tief, begreifen erst im Kampf mit sich selbst, wer sie sein wollen. Die Dramen im Leben Kikuos und Shunsukes verweben sich mit denen auf der Bühne. Es lässt sich nachvollziehen, wieso diese Huldigung der jahrhundertealten japanische Kunstform und ihrer Meister in Japan über 14 Millionen Besucher und Besucherinnen in die Kinos locken konnte.

Fazit: Das epische Drama des Regisseurs Sang-il Lee würdigt die jahrhundertealte japanische Kunst des Kabuki-Theaters und bringt dessen eigentümliche Schönheit zum Leuchten. Es entsteht ein spannender Dialog zwischen dieser ritualisierten Darstellungsform und dem Lebensweg zweier Künstler, die über die harte Ausbildung und die Höhen und Tiefen der Karriere hinweg Freunde, aber auch Rivalen sind.




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Besetzung & Crew von "Kokuho - Meister des Kabuki"

Land: Japan
Weitere Titel: Kokuho
Jahr: 2026
Genre: Drama
Originaltitel: Kokuhô
Länge: 174 Minuten
Kinostart: 26.03.2026
Regie: Sang-il Lee
Darsteller: Ryô Yoshizawa, Ryûsei Yokohama, Mitsuki Takahata, Shinobu Terajima, Nana Mori
Kamera: Sofian El Fani
Verleih: 24 Bilder

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