oder

Vivaldi und Ich (2026)

Primavera

Drama über den Komponisten Antonio Vivaldi und seine begabteste Schülerin.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Im Venedig des frühen 18. Jahrhunderts benötigt das Mädchen- und Frauenorchester eines christlichen Waisenhauses einen neuen Lehrer und Komponisten. Antonio Vivaldi (Michele Riondino) erhält die Stelle. Seine lebhaften und ergreifenden Musikstücke gefallen dem reichen Publikum, für welches das Orchester Sonntagskonzerte spielt. Vivaldi ernennt die talentierte Cecilia (Tecla Insolia) zur ersten Geigerin und spielt mit ihr oft kleine Duettpartien in den Konzerten.

Cecilia, die ihrer unbekannten Mutter heimlich Briefe voller Sehnsucht und Wut schreibt, ist einem hochrangigen Militär (Stefano Accorsi) zur Frau versprochen. Sobald die Waisenmädchen die Ehe eingehen, müssen sie das Orchester verlassen. Cecilia will weiter mit Vivaldi Musik machen und sucht einen Weg, um die Hochzeit zu verhindern. Damit gibt sie ihrem Schicksal eine unerwartete Wendung.

Bildergalerie zum Film "Vivaldi und Ich"

Vivaldi und IchVivaldi und IchVivaldi und IchVivaldi und IchVivaldi und IchVivaldi und Ich

Hier streamen


Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse3 / 5

"Vivaldi und ich“: Musik, die nach Leben klingt

Im Zeitalter des Barock war es üblich, dass Komponisten für Fürsten, Gouverneure, Kirchen arbeiteten. Der Venezianer Antonio Vivaldi leitete im Auftrag des Gouverneurs das Orchester des Ospedale della Pietà, eines Waisenhauses für Mädchen. Das Ensemble gelangte unter seiner Führung zu Weltruhm und lockte ein einflussreiches Publikum aus ganz Europa zu den venezianischen Konzerten. Das Drama "Vivaldi und ich“, mit welchem der für Operninszenierungen bekannte Damiano Michieletto sein Spielfilm-Regiedebüt gibt, basiert lose auf dem Roman "Stabat Mater“ von Tiziano Scarpa. Die fiktionale Geschichte über den Komponisten und eine begabte Schülerin handelt von zwei einsamen Menschen, welche die Sehnsucht nach einem freien und erfüllten Leben verbindet.

Das verwöhnte Konzertpublikum

Der Komponist und Lehrer muss auf seinen schwachen Körper aufpassen und Anstrengungen meiden. Auf einem Ball sei er nie gewesen, sagt er seiner Lieblingsschülerin Cecilia, die das Leben außerhalb des Waisenhauses nicht kennt. Aber mit seiner Musik beschwöre er Fantasien über Feste, ein Gewitter, die Rast eines Hirten herauf. Der Abspanntext erwähnt, dass Vivaldi zu jener Zeit "Die vier Jahreszeiten“ komponierte, aber in Armut starb und erst 200 später wiederentdeckt wurde. Michele Riondino spielt Vivaldi als Musiker, der vor Ideen sprüht und mit den Konzerten sogar die zu ausschweifenden Vergnügen neigenden Adeligen seiner Zeit, mitsamt dem König von Dänemark, zu begeistern weiß. Seine bewegte Biografie ließe sich filmisch sicher noch ergiebiger erzählen als es dieser enge Ausschnitt vermag, in dem die eigentliche Hauptrolle auch der fiktionalen Cecilia gehört.

Ein Waisenmädchen emanzipiert sich

Die Geschichte der Cecilia wirft ein Licht auf das streng kontrollierte, fremdbestimmte Schicksal der verwaisten Mädchen und Frauen. Als Cecilia und andere einmal auf einem Sommerfest auftreten, spaziert sie ein wenig im Grünen, hört die Vögel singen, atmet lächelnd den Duft der Freiheit. Der Kontrast zwischen dem Alltag in den dunklen Gemäuern des Waisenhauses, den Palästen der Geldgeber, dem Licht in Venedig und der Lagune wird wunderschön inszeniert.

Wenn sich Cecilia schmerzlich damit auseinandersetzt, dass ihre Mutter sie in der Babyklappe abgab, mutet das wie aus heutiger Perspektive betrachtet an. Die Figur wirkt feministisch interpretiert, als ein Beispiel für weibliche Selbstermächtigung. So ergibt sich ein für die damalige Situation alleinstehender und mittelloser Frauen allzu optimistisches Finale. Tecla Insolia verleiht ihrer Figur jedoch zurückhaltende Anmut und eine natürliche Ausstrahlung.

Fazit: In seinem Spielfilmdebüt taucht der für Operninszenierungen bekannte Regisseur Damiano Michieletto in das Wirken Antonio Vivaldis im Venedig des 18. Jahrhunderts ein. Zugleich erzählt das Drama vom Schicksal einer besonders begabten Geigerin des Waisenhauses, in dem Vivaldi das Mädchenorchester leitet. Der historische Hintergrund, die Musik, die stilvolle Ausstattung und Gestaltung verleihen dem Drama inhaltlichen und atmosphärischen Reiz.




TrailerAlle "Vivaldi und Ich"-Trailer anzeigen

Zum Video: Vivaldi und Ich

Besetzung & Crew von "Vivaldi und Ich"

Land: Italien, Frankreich
Weitere Titel: Vivaldi et moi
Jahr: 2026
Genre: Drama, Historie, Biografie
Originaltitel: Primavera
Länge: 110 Minuten
Kinostart: 21.05.2026
Regie: Damiano Michieletto
Darsteller: Michele Riondino, Tecla Insolia, Fabrizia Sacchi, Andrea Pennacchi, Valentina Bellè
Verleih: X Verleih

Verknüpfungen zu "Vivaldi und Ich"Alle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.