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Normal (2025)

Actionkomödie über einen Ersatzsheriff, den es in eine Kleinstadt mit Geheimnissen verschlägt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.0 / 5

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Sheriff Ulysses (Bob Odenkirk) nächtigt in einem Motelzimmer in der Kleinstadt Normal in Minnesota. Er soll nur wenige Wochen bleiben und das Polizeirevier leiten, denn der frühere Sheriff ist gestorben und der neue noch nicht gewählt. Ulysses trägt schwer an einer beruflichen Krise, die ihn aus der Bahn geworfen und seine Ehefrau zu einer Auszeit veranlasst hat. In Normal gibt es wenig zu tun, hier und da einen Streit in einem Laden oder unter Nachbarn schlichten, eine Verwarnung für die Falschparkerin Moira (Lena Headey).

Weil Ulysses ein freundlicher Mann des Ausgleichs ist, bietet ihm der Bürgermeister (Henry Winkler) an, sich zum neuen Sheriff wählen zu lassen und dauerhaft in Normal zu bleiben. Ulysses aber findet die Umstände, unter denen sein Vorgänger starb, merkwürdig. Auch beobachtet er, dass dessen Tochter Alex (Jess McLeod) von Deputy Blaine (Ryan Allen) nicht zur Trauerfeier vorgelassen wird. Als dann ein Pärchen (Reena Jolly, Brendan Fletcher) in Geldnöten die Bank überfällt, schießen die Polizeikollegen plötzlich auf Ulysses. Nun muss er auch beherzt zu den Waffen greifen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"Normal“: Eine Stadt jagt ihren Sheriff

Sheriff Ulysses will nur ganz normal seinen Vertretungsjob in dem titelgebenden Provinznest im Mittleren Westen machen und dann weiterziehen. Niedergedrückt von einer beruflichen und privaten Krise, geht er als ortsfremder Gesetzeshüter auf Zeit die Arbeit ruhig und gemächlich an. Bald aber richten die vermeintlich friedlichen Bürger*innen ihre Waffen auf ihn. Bob Odenkirk spielt im schwarzhumorigen Actionkrimi "Normal“ einen Mann, der eher widerwillig und aus purer Notwehr in eine Schlacht zieht, die sein Pflichtgefühl erstarken lässt. Unter der Regie von Ben Wheatley ("Meg 2: Die Tiefe“) und nach einem Drehbuch von Derek Kolstad ("John Wick“) und Odenkirk schickt der Sheriff auf blutige Weise so viele Menschen in den Tod, dass der Film eine FSK-Freigabe ab 18 Jahren erhalten hat. Allerdings fehlt der Geschichte aber auch jeglicher niederschmetternde Ernst und sie pflegt ihren spaßigen Charakter konsequent.

Bob Odenkirks ironische Ader

Nach einem kurzen Prolog, der vage auf eine Verbindung zwischen fernöstlicher Mafia und dem Kaff im Mittleren Westen hinweist, passiert erst einmal lange nichts Aufregendes. Ulysses scheint in Normal nur gestrandet, um sich über die Eintönigkeit des Daseins tagein, tagaus zu wundern. Das tut er auch mit ironischen Bemerkungen und vor allem in den Kommentaren, die er gedanklich oder telefonisch an seine Frau richtet. Wenn er sie anruft, hört seinen Erzählungen nur der Anrufbeantworter zu. Bob Odenkirk ist die ideale Besetzung für diesen Sheriff, der auf freundlichen Dialog mit den Leuten setzt und nicht nachprüft, ob die vielen Gewehre an den Wänden des Pubs geladen sind, wie es der Besitzer stolz behauptet. Auf reizvolle Weise entspricht dieser Sheriff also so gar nicht einem Actionhelden, in den er sich dann aber schlagartig verwandelt, ohne seinen trockenen Humor zu verlieren.

Plötzlich Revolverheld

Wheatley bezeichnet die Geschichte als Westernstoff, als "eine spiegelverkehrte Version von ‚Zwölf Uhr mittags‘“. Hier richtet sich der Zorn einer Stadt, die sich mit verkommener Moral gegen den wirtschaftlichen Niedergang stemmt, gegen ihren ahnungslosen Sheriff. Aber da hat sie sich mit dem falschen angelegt. Ein beeindruckendes Arsenal an Schusswaffen, an Werkzeugen, die sich auch zum Töten eignen, an Sprengstoff kommt zum Einsatz. Und auch der pure Zufall fordert slapstickhaft Opfer. Bis zuletzt, wenn man sich fragt, ob und inwiefern das Recht nun gesiegt hat, bereitet die schwarze Actionkomödie Vergnügen.

Fazit: Der Schauspieler Bob Odenkirk brilliert in diesem schwarzhumorigen Actionkrimi als Ersatzsheriff, der seine kurze Dienstzeit in einem amerikanischen Provinzkaff gelassen durchstehen will. Aber bald zwingen ihn die Bürger*innen in eine blutige Schlacht, in der keine Gefangenen gemacht werden. Unter der Regie von Ben Wheatley geht es in der Handlung, die auch Bezüge zum Westerngenre aufweist, hart zur Sache. Das kann dem spaßigen Charakter erstaunlicherweise aber keinen ernsthaften Schaden zufügen.




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Zum Video: Normal

Besetzung & Crew von "Normal"

Land: Kanada, USA
Jahr: 2025
Genre: Action
Kinostart: 16.04.2026
Regie: Ben Wheatley
Darsteller: Bob Odenkirk als Ulysses, Reena Jolly als Lori, Brendan Fletcher als Keith, Brian Kawakami als Arata, Lena Headey als Moira
Kamera: Armando Salas
Verleih: Leonine Distribution

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