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LOL 2.0 (2026)
Fortsetzung einer französischen Kultkomödie: Dieses Mal arbeitet sich eine inzwischen 55-jährige Mutter an ihrer jüngsten Tochter ab.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Die 55-jährige Architektin Anne (Sophie Marceau) hat ihre schicke Pariser Wohnung endlich für sich allein. Alle drei Kinder sind aus dem Haus und ihr Ex-Mann Alain (Alexandre Astier) ist schon vor Jahren mit der damals noch besten Freundin ihrer jüngsten Tochter Louise (Thaïs Alessandrin) durchgebrannt. Die neu gewonnene Freiheit hat jedoch ihre Tücken: Die um Jahrzehnte jüngeren Typen, die Anne in der Disco aufreißt, kommen nicht aus dem Quark, während die um Jahrzehnte jüngeren Kolleginnen im Architekturbüro Anne ganz schön alt aussehen lassen.
Mit der Ruhe ist es schlagartig vorbei, als Louise unerwartet wieder zu Hause einzieht. Die 25-Jährige hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und weiß nicht, wohin im Leben. Ihre beste Freundin Marie (Isaline Prévost Radeff) vermittelt ihr einen Job als Kellnerin im Restaurant des hübschen Jules (Nathan Japy), dem Louise bald schöne Augen macht. Derweil bandelt ihre Mutter Anne mit der Zufallsbekanntschaft Vincent (Vincent Ebaz) an. Die größte Gefühlsverwirrung steht allerdings erst noch bevor. Als ihr Sohn Théo (Victor Belmondo) ihr verkündet, dass sie Großmutter wird, weiß Anne nicht, wie sie diesen Schock verkraften soll.
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Filmkritik
"LOL 2.0": Enkel für Anfängerin
Vor etwas mehr als 15 Jahren landete Lisa Azuelos mit ihrer Komödie "LOL" (2009) einen Überraschungserfolg, der der 1965 geborenen Drehbuchautorin und Regisseurin den endgültigen Durchbruch und den vorübergehenden Sprung nach Hollywood bescherte. Dort drehte sie das gleichnamige Remake, dem jedoch kein Erfolg beschieden war. Das Erfolgsrezept von "LOL" war ein Seitenwechsel. Sophie Marceau, die ihren Durchbruch als ein vom Liebeskummer geplagter Teenager im Kultfilm "La Boum" (1980) gefeiert hatte, musste in "LOL" in ihrer Rolle als Anne nun selbst erfahren, was es heißt, eine vom Liebeskummer geplagte Tochter zu haben. Dieser anspielungsreiche Rollenwechsel kam beim Kinopublikum gut an. Allein in Frankreich wurden mehr als dreieinhalb Millionen Kinotickets gelöst. In der Fortsetzung steht neben Anne jetzt eine Figur im Zentrum, die das Geschehen des Ursprungsfilms noch von der Seitenlinie aus verfolgt hatte: die jüngste, inzwischen erwachsene Tochter Louise (Thaïs Alessandrin).
Die Komik des Alterns
Zwischen "LOL" und "LOL 2.0" liegen 17 Jahre. In der Zwischenzeit hat sich Lisa Azuelos mit Filmen wie "Ein Augenblick Liebe" (2014), "Ausgeflogen" (2019) und "Das Zimmer der Wunder" (2023) zur Beziehungskomödien- und Familiendramen-Expertin gemausert. Eine Besonderheit ist, dass ihre Protagonistinnen mit der Regisseurin altern (dürfen). Azuelos bevorzugte Hauptdarstellerinnen sind die bereits erwähnte Sophie Marceau, Jahrgang 1966, und Alexandra Lamy, Jahrgang 1971, die von Film zu Film verschiedene Lebensabschnitte durchlaufen. Ging es in "Ausgeflogen" noch darum, dass eine von Lamy gespielte Mutter ihr flügge gewordenes Nesthäkchen nicht loslassen kann, kehrt in "LOL 2.0" das Nesthäkchen unangekündigt ins heimische Nest zurück – und stürzt das Familienleben dadurch ins komische Chaos. In beiden Film wird die jüngste Tochter von Lisa Azuelos eigener Tochter, der Schauspielerin Thaïs Alessandrin, gespielt.
Von der Quarterlife- bis zur Midlife-Crisis
Alessandrin hat auch am Drehbuch mitgeschrieben, was erklären dürfte, weshalb sich der Film in Bezug auf die von ihrer Figur verkörperte jüngere Generation und deren Smartphone-Gebrauch und Social-Media-Konsum erzählerisch wie visuell so frisch anfühlt. "LOL 2.0" ist aber keine Komödie, die sich ausschließlich um die Liebeswirren der Generation Z dreht, die das Gefühl hat, aufgrund zu vieler Optionen die Orientierung zu verlieren. Auch Annes Generation, die das Gefühl hatte, keine Wahl zu haben und jetzt im Alter das Verpasste nachholen zu müssen, bekommt ihr Fett weg. Wie sich Sophie Marceau als flotte Mutter, die sich auch mit 55 Jahren noch jugendlich gibt, partout nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, bald Großmutter zu werden, ist ein köstlicher Spaß. Ebenso schön ist es, mitanzusehen, wie es Lisa Azuelos bis in die kleinste Nebenrolle gelingt, viele verschiedene, glaubhafte und berührende Liebesgeschichten zu erzählen. Das ist locker und gleichzeitig beglückend.
Fazit: Siebzehn Jahre nach ihrem Überraschungserfolg kehrt Lisa Azuelos zur Pariserin Anne und ihrer Tochter zurück. In "LOL 2.0" wird allerdings nicht länger die älteste Tochter, sondern das Nesthäkchen vom Liebeskummer geplagt. Azuelos macht daraus eine generationenübergreifende, locker leichte und zugleich beglückende Sommerkomödie über das Erwachsenwerden und das Altern.
Vor etwas mehr als 15 Jahren landete Lisa Azuelos mit ihrer Komödie "LOL" (2009) einen Überraschungserfolg, der der 1965 geborenen Drehbuchautorin und Regisseurin den endgültigen Durchbruch und den vorübergehenden Sprung nach Hollywood bescherte. Dort drehte sie das gleichnamige Remake, dem jedoch kein Erfolg beschieden war. Das Erfolgsrezept von "LOL" war ein Seitenwechsel. Sophie Marceau, die ihren Durchbruch als ein vom Liebeskummer geplagter Teenager im Kultfilm "La Boum" (1980) gefeiert hatte, musste in "LOL" in ihrer Rolle als Anne nun selbst erfahren, was es heißt, eine vom Liebeskummer geplagte Tochter zu haben. Dieser anspielungsreiche Rollenwechsel kam beim Kinopublikum gut an. Allein in Frankreich wurden mehr als dreieinhalb Millionen Kinotickets gelöst. In der Fortsetzung steht neben Anne jetzt eine Figur im Zentrum, die das Geschehen des Ursprungsfilms noch von der Seitenlinie aus verfolgt hatte: die jüngste, inzwischen erwachsene Tochter Louise (Thaïs Alessandrin).
Die Komik des Alterns
Zwischen "LOL" und "LOL 2.0" liegen 17 Jahre. In der Zwischenzeit hat sich Lisa Azuelos mit Filmen wie "Ein Augenblick Liebe" (2014), "Ausgeflogen" (2019) und "Das Zimmer der Wunder" (2023) zur Beziehungskomödien- und Familiendramen-Expertin gemausert. Eine Besonderheit ist, dass ihre Protagonistinnen mit der Regisseurin altern (dürfen). Azuelos bevorzugte Hauptdarstellerinnen sind die bereits erwähnte Sophie Marceau, Jahrgang 1966, und Alexandra Lamy, Jahrgang 1971, die von Film zu Film verschiedene Lebensabschnitte durchlaufen. Ging es in "Ausgeflogen" noch darum, dass eine von Lamy gespielte Mutter ihr flügge gewordenes Nesthäkchen nicht loslassen kann, kehrt in "LOL 2.0" das Nesthäkchen unangekündigt ins heimische Nest zurück – und stürzt das Familienleben dadurch ins komische Chaos. In beiden Film wird die jüngste Tochter von Lisa Azuelos eigener Tochter, der Schauspielerin Thaïs Alessandrin, gespielt.
Von der Quarterlife- bis zur Midlife-Crisis
Alessandrin hat auch am Drehbuch mitgeschrieben, was erklären dürfte, weshalb sich der Film in Bezug auf die von ihrer Figur verkörperte jüngere Generation und deren Smartphone-Gebrauch und Social-Media-Konsum erzählerisch wie visuell so frisch anfühlt. "LOL 2.0" ist aber keine Komödie, die sich ausschließlich um die Liebeswirren der Generation Z dreht, die das Gefühl hat, aufgrund zu vieler Optionen die Orientierung zu verlieren. Auch Annes Generation, die das Gefühl hatte, keine Wahl zu haben und jetzt im Alter das Verpasste nachholen zu müssen, bekommt ihr Fett weg. Wie sich Sophie Marceau als flotte Mutter, die sich auch mit 55 Jahren noch jugendlich gibt, partout nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, bald Großmutter zu werden, ist ein köstlicher Spaß. Ebenso schön ist es, mitanzusehen, wie es Lisa Azuelos bis in die kleinste Nebenrolle gelingt, viele verschiedene, glaubhafte und berührende Liebesgeschichten zu erzählen. Das ist locker und gleichzeitig beglückend.
Fazit: Siebzehn Jahre nach ihrem Überraschungserfolg kehrt Lisa Azuelos zur Pariserin Anne und ihrer Tochter zurück. In "LOL 2.0" wird allerdings nicht länger die älteste Tochter, sondern das Nesthäkchen vom Liebeskummer geplagt. Azuelos macht daraus eine generationenübergreifende, locker leichte und zugleich beglückende Sommerkomödie über das Erwachsenwerden und das Altern.
Falk Straub
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Besetzung & Crew von "LOL 2.0"
Land: FrankreichJahr: 2026
Genre: Komödie
Länge: 105 Minuten
Kinostart: 18.06.2026
Regie: Lisa Azuelos
Darsteller: Sophie Marceau, Thaïs Alessandrin, Vincent Elbaz, Alexandre Astier, Françoise Fabian
Verleih: Wild Bunch
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