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Digger (2026)
Ein amerikanischer Ölbaron löst eine Umweltkatastrophe aus und versichert der Welt, dass nicht er dafür verantwortlich ist.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Der Kultklassiker "Fossil Fools“ soll 25 Jahre nach seiner Premiere wieder auf der Bühne gespielt werden und dafür wird fleißig geprobt. Curtis (Tom Cruise) spielt die Hauptrolle des amerikanischen Ölbarons Digger Rockwell, mit dessen unseligem Wirken sich das satirische Stück befasst. In seinem Domizil erreicht den Herrscher über Bohrplattformen in Grönland und Alaska die Nachricht, dass es in Grönland wegen eines lange ignorierten Problems zu einer Explosion gekommen ist. Digger möchte wie gewöhnlich abwiegeln und seine Leute zu erhöhter Leistung antreiben. Seine dahinsiechende Katze kümmert ihn deutlich mehr als die umgekommenen Arbeiter.
Diggers wissenschaftlicher Berater Ganesh (Riz Ahmed) teilt dem Ölbaron auch mit, dass sich in Grönland ein gigantischer Eisblock gelöst hat und auf den europäischen Kontinent zutreibt – wo es zu verheerenden Überschwemmungen kommen wird. Digger berät mit dem US-Präsidenten Compson (John Goodman) und seinem Stab, ob und wie man den Europäern die Sache erklären soll.
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Filmkritik
"Digger“: Ein Kapitalist wie aus der Geisterbahn
Der auf wirtschaftliches Wachstum ausgerichtete Kapitalismus sieht sich traditionell eher nicht in der Verantwortung für das Wohl des Planeten. Die Nutzung fossiler Energieträger steht in vielen Staaten weiterhin hoch im Kurs. Der mexikanische Regisseur Alejandro G. Iñárritu ("The Revenant – Der Rückkehrer“) nimmt die immer noch grassierende Gleichgültigkeit gegenüber dem Klimawandel in einer deftigen Satire aufs Korn. "Digger“ prangert mit der titelgebenden Figur eines amerikanischen Ölbarons, der gute Beziehungen zum US-Präsidenten pflegt, ein Machtsystem an, in dem alte weiße Männer ihre verstaubten Werte und Prinzipien pflegen. Aber auch die Europäer, denen es in dieser dystopischen Geschichte schlecht ergeht, werden moralisch gerüffelt.
Großvater stieß die Schaufel in die Erde
Tom Cruise lässt sich mit einem dicken Kinn und schütterem Haar ungewohnt hässlich ausstaffieren. Seine Figur Digger holt gelegentlich eine alte Schaufel von der Wohnzimmerwand, um Gästen zu demonstrieren, wie der Großvater einst mit eigenen Händen das Imperium aufbaute. Digger beherrscht auch die moderne Kunst der Faktenverdrehung und Schönfärberei. Zwar leistet sich sein Imperium auch eine Firma für erneuerbare Energien, welcher Diggers Schwester Emma vorsteht, aber wohl nur, damit sie sich beschäftigt fühlt. Sandra Hüller wirkt ein wenig unterfordert in dieser Nebenrolle einer fortschrittlich eingestellten, aber auch naiven Frau.
Gestrige Werte, düstere Räume
Karikaturen, die auf die gegenwärtige amerikanische Regierung anspielen, fallen verblüffend frech aus. Dem halb übergeschnappten Präsidenten Compson entgleitet die Realität. Dass die Kulissen heruntergekommen, die düsteren, graustichigen Räume und ihre Einrichtungen wie aus einem staubigen Museum entliehen wirken, betont stets, wie gestrig diese Männerwelt ist. So entsteht auch schon visuell eine stickige Atmosphäre, welche der beabsichtigten Wirklichkeitsnähe in die Quere kommt. Die Rahmenhandlung hinter der Bühne, in der die Darsteller der Figuren immer wieder kurz ihre Rollen verlassen, führt zwar noch eine Gegenwartsebene ein, kompliziert das ganze Geschehen aber eher nur. Dass der Film sein Publikum aufrütteln will, ist lobenswert. Aber er fühlt sich dabei auch grotesk und plump an, wie eine Lehrstunde für Begriffsstutzige.
Fazit: Der Regisseur Alejandro G. Iñárritu führt dem Publikum seines satirischen Spielfilms mahnend vor, wie skrupelloses Unternehmertum und politische Ignoranz die Welt in den ökologischen Abgrund treiben. Tom Cruise spielt einen mächtigen amerikanischen Ölbaron, der eine Umweltkatastrophe auslöst, mit karikierender Wucht, Sandra Hüller muss sich mit der unscheinbaren Nebenrolle seiner Schwester begnügen. Zahlreiche deutliche Anspielungen auf die Realität, insbesondere auf Machtverhältnisse in der US-amerikanischen Gesellschaft und die Arbeit ihrer Regierung, verblüffen mit ihrem kritischem Biss. Die aus der Zeit gefallenen, düsteren Kulissen betonen die gestrige Vorstellungswelt der tonangebenden Männer, aber auch die stickige Atmosphäre des Films.
Der auf wirtschaftliches Wachstum ausgerichtete Kapitalismus sieht sich traditionell eher nicht in der Verantwortung für das Wohl des Planeten. Die Nutzung fossiler Energieträger steht in vielen Staaten weiterhin hoch im Kurs. Der mexikanische Regisseur Alejandro G. Iñárritu ("The Revenant – Der Rückkehrer“) nimmt die immer noch grassierende Gleichgültigkeit gegenüber dem Klimawandel in einer deftigen Satire aufs Korn. "Digger“ prangert mit der titelgebenden Figur eines amerikanischen Ölbarons, der gute Beziehungen zum US-Präsidenten pflegt, ein Machtsystem an, in dem alte weiße Männer ihre verstaubten Werte und Prinzipien pflegen. Aber auch die Europäer, denen es in dieser dystopischen Geschichte schlecht ergeht, werden moralisch gerüffelt.
Großvater stieß die Schaufel in die Erde
Tom Cruise lässt sich mit einem dicken Kinn und schütterem Haar ungewohnt hässlich ausstaffieren. Seine Figur Digger holt gelegentlich eine alte Schaufel von der Wohnzimmerwand, um Gästen zu demonstrieren, wie der Großvater einst mit eigenen Händen das Imperium aufbaute. Digger beherrscht auch die moderne Kunst der Faktenverdrehung und Schönfärberei. Zwar leistet sich sein Imperium auch eine Firma für erneuerbare Energien, welcher Diggers Schwester Emma vorsteht, aber wohl nur, damit sie sich beschäftigt fühlt. Sandra Hüller wirkt ein wenig unterfordert in dieser Nebenrolle einer fortschrittlich eingestellten, aber auch naiven Frau.
Gestrige Werte, düstere Räume
Karikaturen, die auf die gegenwärtige amerikanische Regierung anspielen, fallen verblüffend frech aus. Dem halb übergeschnappten Präsidenten Compson entgleitet die Realität. Dass die Kulissen heruntergekommen, die düsteren, graustichigen Räume und ihre Einrichtungen wie aus einem staubigen Museum entliehen wirken, betont stets, wie gestrig diese Männerwelt ist. So entsteht auch schon visuell eine stickige Atmosphäre, welche der beabsichtigten Wirklichkeitsnähe in die Quere kommt. Die Rahmenhandlung hinter der Bühne, in der die Darsteller der Figuren immer wieder kurz ihre Rollen verlassen, führt zwar noch eine Gegenwartsebene ein, kompliziert das ganze Geschehen aber eher nur. Dass der Film sein Publikum aufrütteln will, ist lobenswert. Aber er fühlt sich dabei auch grotesk und plump an, wie eine Lehrstunde für Begriffsstutzige.
Fazit: Der Regisseur Alejandro G. Iñárritu führt dem Publikum seines satirischen Spielfilms mahnend vor, wie skrupelloses Unternehmertum und politische Ignoranz die Welt in den ökologischen Abgrund treiben. Tom Cruise spielt einen mächtigen amerikanischen Ölbaron, der eine Umweltkatastrophe auslöst, mit karikierender Wucht, Sandra Hüller muss sich mit der unscheinbaren Nebenrolle seiner Schwester begnügen. Zahlreiche deutliche Anspielungen auf die Realität, insbesondere auf Machtverhältnisse in der US-amerikanischen Gesellschaft und die Arbeit ihrer Regierung, verblüffen mit ihrem kritischem Biss. Die aus der Zeit gefallenen, düsteren Kulissen betonen die gestrige Vorstellungswelt der tonangebenden Männer, aber auch die stickige Atmosphäre des Films.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Digger"
Land: USA, Großbritannien, MexikoJahr: 2026
Genre: Drama, Komödie
Länge: 106 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 01.10.2026
Regie: Alejandro González Inárritu
Darsteller: Tom Cruise, Riz Ahmed, Aetheria Angel, Robert John Burke, Kenton Craig
Kamera: Emmanuel Lubezki
Verleih: Warner Bros.
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