
© Splendid Film © 24 Bilder
Kraken - Erwachen der Tiefe (2026)
Kraken
Norwegischer Monsterfilm über ein Ungeheuer, das einen Fjord heimsucht.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Johanne (Sara Khorami) führt ein unbeschwertes Leben als Meeresbiologin in Oslo, bis ein unvorhergesehenes Ereignis sie mit ihrer verdrängten Vergangenheit konfrontiert. Ausgerechnet in ihrem Heimatörtchen Vangsnes, das an einem der tiefsten Fjorde des Landes liegt, kommt es zu einem mysteriösen Fischsterben. Als Johanne zur Kontrolle nach Vangsnes geschickt wird, trifft sie auf alte Bekannte und rätselhafte Vorkommnisse.
Auf der Lachsfarm des Industriellen Avaldsnes (Øyvind Brandtzæg), dessen Tochter Maria (Jenny Evensen) Johanne früher babysittete und auf der Johannes Ex-Partner Erik (Mikkel Bratt Silset) arbeitet, geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Das von Johanne und Erik vor Jahren entwickelte Gerät, um Lachse zu entlausen, hat etwas in der Tiefe des Fjords aufgeschreckt. Als die ersten Leichen von Touristen an Land angespült werden, erahnen Johanne und die anderen das ganze Ausmaß der Katastrophe.
Bildergalerie zum Film "Kraken - Erwachen der Tiefe"
Hier streamen
Filmkritik
"Kraken": Das Grauen aus der Tiefe
Der Norweger Pål Øie, Jahrgang 1961, ist seit mehr als 30 Jahren im Filmgeschäft tätig – und hat eine Vorliebe für Nervenkitzel. Sein Spielfilmdebüt gab er 2003 mit dem Horrorthriller "Villmark" (int. Titel: "Dark Woods") und zuletzt drehte er neben einem Biopic über den Maler Nikolai Astrup (1880–1928) den Katastrophenfilm "Tunnelen" (2019; "The Tunnel – Die Todesfalle"), in dem eine Gruppe Menschen nach einem verheerenden Verkehrsunfall in einem Tunnel feststeckt.
Dieses Szenario war nicht neu, wurde beispielsweise zwei Jahrzehnte zuvor im US-Blockbuster "Daylight" (1996) mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle durchgespielt, der wiederum Anleihen beim Katastrophenfilm "Die Höllenfahrt der Poseidon" (1972) machte. Doch Øie schreckt vor Stoffen, die bereits vielfach im Kino wiederverwertet wurden, offensichtlich nicht zurück, was auch sein jüngster Film beweist.
Viele Verweise, schlechte Effekte
Wie der Titel unschwer erkennen lässt, hat Øie einen Monsterfilm gedreht. Die aus der Mythologie bekannten Riesenkraken versetzten das Kinopublikum bereits in den 1910er-Jahren in frühen Verfilmungen von Jules Vernes "20.000 Meilen unter dem Meer" in Angst und Schrecken. Die Hauptrolle nahm ein solches Seeungeheuer dann erstmals 1955 im Film "It Came from Beneath the Sea" (dt. Titel: "Das Grauen aus der Tiefe") ein. Øie und sein dreiköpfiges Drehbuchteam bedienen sich aber nicht nur bei alten Creature Features, sondern auch beim Kino der 1980er-Jahre. Denn selbst wenn die Handlung nicht auf einer Unterwasser-Station im Meer, sondern auf einer Lachsfarm in einem Fjord spielt, sind die Bezüge zu Filmen wie "DeepStar Six", "Leviathan" und "The Abyss", die allesamt im Jahr 1989 in die US-Kinos kamen und wiederum "Alien" (1979) und "The Thing" (1982) ihre Reverenz erwiesen, unverkennbar.
Klug gesetzte Verweise auf die Filmgeschichte machen allerdings noch keinen guten Film. Positiv hervorzuheben ist der Umstand, dass das Drehbuch dem Regisseur ausreichend Platz einräumt, um die Handlung, die Protagonisten, deren gemeinsame Vergangenheit und Beziehungen zueinander schlüssig einzuführen. Gerade die Figuren, allen voran die von Sara Khorami überzeugend gespielte Meeresbiologin Johanne, erhalten dadurch die nötige Glaubwürdigkeit, die vielen Charakteren in Blockbustern aus Hollywood inzwischen abgeht. Zur Spannungssteigerung trägt diese ausführliche Einführung aber nicht gerade bei. Pål Øie verschleppt zu oft das Tempo, wo Beschleunigung vonnöten gewesen wäre. Und als das Monster schließlich aus der Tiefe auftaucht, kippt der Film aufgrund der nicht überzeugenden Effekte vollends ins Lächerliche.
Fazit: Nach Horrorthrillern und Katastrophenfilmen hat der norwegische Regisseur Pål Øie jetzt einen waschechten Monsterfilm gedreht. Die Ansätze sind gut, beispielsweise ist die Figurenzeichnung gelungen, letztlich sind die Effekte aber so schlecht, dass "Kraken – Erwachen der Tiefe" ins Lächerliche kippt.
Der Norweger Pål Øie, Jahrgang 1961, ist seit mehr als 30 Jahren im Filmgeschäft tätig – und hat eine Vorliebe für Nervenkitzel. Sein Spielfilmdebüt gab er 2003 mit dem Horrorthriller "Villmark" (int. Titel: "Dark Woods") und zuletzt drehte er neben einem Biopic über den Maler Nikolai Astrup (1880–1928) den Katastrophenfilm "Tunnelen" (2019; "The Tunnel – Die Todesfalle"), in dem eine Gruppe Menschen nach einem verheerenden Verkehrsunfall in einem Tunnel feststeckt.
Dieses Szenario war nicht neu, wurde beispielsweise zwei Jahrzehnte zuvor im US-Blockbuster "Daylight" (1996) mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle durchgespielt, der wiederum Anleihen beim Katastrophenfilm "Die Höllenfahrt der Poseidon" (1972) machte. Doch Øie schreckt vor Stoffen, die bereits vielfach im Kino wiederverwertet wurden, offensichtlich nicht zurück, was auch sein jüngster Film beweist.
Viele Verweise, schlechte Effekte
Wie der Titel unschwer erkennen lässt, hat Øie einen Monsterfilm gedreht. Die aus der Mythologie bekannten Riesenkraken versetzten das Kinopublikum bereits in den 1910er-Jahren in frühen Verfilmungen von Jules Vernes "20.000 Meilen unter dem Meer" in Angst und Schrecken. Die Hauptrolle nahm ein solches Seeungeheuer dann erstmals 1955 im Film "It Came from Beneath the Sea" (dt. Titel: "Das Grauen aus der Tiefe") ein. Øie und sein dreiköpfiges Drehbuchteam bedienen sich aber nicht nur bei alten Creature Features, sondern auch beim Kino der 1980er-Jahre. Denn selbst wenn die Handlung nicht auf einer Unterwasser-Station im Meer, sondern auf einer Lachsfarm in einem Fjord spielt, sind die Bezüge zu Filmen wie "DeepStar Six", "Leviathan" und "The Abyss", die allesamt im Jahr 1989 in die US-Kinos kamen und wiederum "Alien" (1979) und "The Thing" (1982) ihre Reverenz erwiesen, unverkennbar.
Klug gesetzte Verweise auf die Filmgeschichte machen allerdings noch keinen guten Film. Positiv hervorzuheben ist der Umstand, dass das Drehbuch dem Regisseur ausreichend Platz einräumt, um die Handlung, die Protagonisten, deren gemeinsame Vergangenheit und Beziehungen zueinander schlüssig einzuführen. Gerade die Figuren, allen voran die von Sara Khorami überzeugend gespielte Meeresbiologin Johanne, erhalten dadurch die nötige Glaubwürdigkeit, die vielen Charakteren in Blockbustern aus Hollywood inzwischen abgeht. Zur Spannungssteigerung trägt diese ausführliche Einführung aber nicht gerade bei. Pål Øie verschleppt zu oft das Tempo, wo Beschleunigung vonnöten gewesen wäre. Und als das Monster schließlich aus der Tiefe auftaucht, kippt der Film aufgrund der nicht überzeugenden Effekte vollends ins Lächerliche.
Fazit: Nach Horrorthrillern und Katastrophenfilmen hat der norwegische Regisseur Pål Øie jetzt einen waschechten Monsterfilm gedreht. Die Ansätze sind gut, beispielsweise ist die Figurenzeichnung gelungen, letztlich sind die Effekte aber so schlecht, dass "Kraken – Erwachen der Tiefe" ins Lächerliche kippt.
Falk Straub
TrailerAlle "Kraken - Erwachen der Tiefe"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Kraken - Erwachen der Tiefe"
Land: NorwegenJahr: 2026
Genre: Action, Thriller
Originaltitel: Kraken
Kinostart: 23.07.2026
Regie: Pål Øie
Darsteller: Sara Khorami, Mikkel Bratt Silset, Ingvild Holthe Bygdnes, Øyvind Brandtzæg, Jenny Evensen
Verleih: Splendid Film, 24 Bilder






