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Shelter (2026)

Solide umgesetzter Actionfilm mit Emotion und MessageKritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse ??? / 5

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Ein einsamer Leuchtturm ragt irgendwo auf einer Insel an der Westküste Schottland in den Himmel empor, bewohnt von einem einsamen Mann (Jason Statham), dessen einziger Kontakt zur Außenwelt die Entgegennahme seiner wöchentlichen Lebensmittel-Lieferung ist, die ihm die junge Jessie (Bodhi Rae Breathnach) mit ihrem Onkel vorbeibringt. Warum genau dieser Einzelgänger, Exilant oder Eremit namens Michael Mason dort gelandet ist, wissen wir nicht, doch seine Isolation scheint selbstgewählt.

Eines stürmischen Liefertages befördert das Wetter Jessie von ihrem Ruderboot aus ins Meer, für ihren Onkel kommt jede Rettung zu spät. Mason fischt das Mädchen aus dem Wasser, nimmt sie mit in sein karg eingerichtetes Zuhause und hat nun plötzlich eine Mitbewohnerin, was ihm gar nicht passt. Indes wurde er, ein abtrünniger, untergetauchter Geheimagent des britischen MI-6 wie sich herausstellt, von einer Kamera eingefangen, die ihn aufgrund einer Datenmanipulation für einen Terroristen hält. Der MI-6 bläst zur Jagd auf Mason (und Jessie), und zwar sowohl deren korrupter Ex-Chef Stephen Manafort (Bill Nighy), als auch Manaforts Nachfolgerin Roberta Frost (Naomi Ackie)…


Bildergalerie zum Film "Shelter"

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse3 / 5

Wo Jason Statham draufsteht, ist meist auch Jason Statham drin: "Shelter“ ist ein weiterer Actionfilm mit dem Briten, der die Rolle des grimmigen, wortkargen Einzelkämpfers quasi abonniert hat und auch hier in einer Variation derselben zu sehen ist. Doch der neue Film von Regisseur Ric Roman Waugh ("Greenland“) hat mehr zu bieten als es auf den ersten Blick wirken mag.

Die Action- und Kampfeinlagen, ohne CGI umgesetzt, überzeugen weitgehend. Auch Jason Statham macht seine Sache gewohnt solide. Die wahre Entdeckung von "Shelter“ ist aber die 14-jährige Irin Bodhi Rae Breathnach, die zuletzt auch in "Hamnet" zu sehen war und das Teenagermädchen, das alles verloren hat und sich plötzlich in der Obhut eines dubiosen Fremden findet, äußert überzeugend spielt.

Zwischen ihrer Figur und jener Stathams besteht eine unsichtbare Verbindung: Beide sind durch äußere Umstände auf sich alleine gestellt, haben keine Familie (mehr) und werden zum Retter des jeweils anderen, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Mason wird zum physischen Beschützer Jessies, die schuldlos zwischen die Fronten gerät. Sie wiederum gibt ihm ein Quäntchen Hoffnung zurück, "erweicht sein Herz“, das verhärtet mit dem Leben und der Menschheit abgeschlossen hatte.

Das klingt natürlich etwas klischeehaft, ist aber mit so großer Ernsthaftigkeit und Sensibilität umgesetzt, dass es trotzdem funktioniert. Dafür sorgen die erwähnten Schauspielleistungen, aber auch die Regie von Ric Roman Waugh, einer der derzeit interessantesten Regisseure des Mainstream-Actionfilms. Waughs Filme, und so auch "Shelter", gehen oft über reine, seelenlose Haudrauf-Action hinaus: Seine Figuren haben und zeigen Gefühle, die sich dem Publikum vermitteln; seine Filme tragen trotz ihrer auf den ersten Blick oft banal wirkenden Handlung eine Message in sich: In "Greenland“ 1 und 2 ging es um Zusammenarbeit nach einer globalen Katastrophe, um Hoffnung nach der Apokalypse, um Hilfsbereitschaft und am Ende auch um humanistische Werte und Solidarität.

Und auch "Shelter“ hat seine Botschaft: Es gibt wichtigere Dinge gibt als Missionen und Aufträge, Mason wählte vor seinem Untertauchen "Gewissen über Gehorsam“, und nun Fürsorge (für Jessie) über Egoismus und Zynismus.

Fazit: Kein Meisterwerk, aber ein solide umgesetzter Actionfilm, der aufgrund seines emotionalen Kerns und seiner glaubhaft vermittelten Message über den Genredurchschnitt hinausragt.





Besetzung & Crew von "Shelter"

Land: Großbritannien
Jahr: 2026
Genre: Action, Drama
Länge: 107 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 26.03.2026
Regie: Ric Roman Waugh
Darsteller: Jason Statham als Michael Mason, Bodhi Rae Breathnach als Jessie, Bill Nighy als Manafort, Naomi Ackie als Roberta
Kamera: Martin Ahlgren
Verleih: Tobis Film



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