
© Universal Pictures International
The History of Sound (2025)
Drama: Zwei Männer sammeln amerikanische Volkslieder, um diese für die Nachwelt zu erhalten.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Lionel (Paul Mescal) wuchs auf einer Farm in Kentucky auf. Am Konservatorium von Boston lernt er im Jahre 1917 den Komponisten David (Josh O'Connor) kennen. Die beiden kommen sich körperlich näher. Als David später aus dem Dienst als Soldat im Ersten Weltkrieg zurückkehrt, treten die zwei Männer eine gemeinsame Reise an: Mit einem Phonographen wollen sie amerikanische Volkslieder aufnehmen. Auch ihre Beziehung vertieft sich dadurch.
Bildergalerie zum Film "The History of Sound"
Hier streamen
Filmkritik
"The History of Sound": Tonspurensuche
Der 1983 in Kapstadt geborene Regisseur Oliver Hermanus ("Moffie", "Living – Einmal wirklich leben") begleitet in seiner neuen Arbeit "The History of Sound" zwei junge Akademiker, die es sich zur Aufgabe machen, Volkslieder zu sammeln und so eine amerikanische Geschichte in Liedform zu erfassen. Auf Basis des 2025 auf Deutsch erschienenen Romans "Die Geschichte des Klangs" von Ben Shattuck (der auch das Drehbuch beisteuerte) hat der Filmemacher ein zurückhaltendes und zugleich emotional sehr ergreifendes historisches Drama geschaffen, das nicht zuletzt von der Chemie zwischen seinen beiden Hauptdarstellern lebt.
Töne sehen und schmecken
Der Protagonist Lionel schildert uns zu Beginn via Voice-Over, dass er Töne auf besondere Weise wahrnehme – da er sie auch sehen und schmecken könne. Mit dem Komponisten David begibt er sich auf eine Musikkatalogisierungsreise durch das ländliche Maine. Die zwei angesagten Jungstars Paul Mescal ("Aftersun", "Hamnet") und Josh O'Connor ("Challengers – Rivalen", "The Mastermind") verkörpern die Hauptfiguren einnehmend und liefern überdies tolle Gesangsleistungen.
Mescal übernimmt als Lionel den Part der Identifikationsfigur, während O'Connor als David stets etwas Enigmatisches an sich hat: Er tritt voller Charisma auf, mutet lange Zeit strahlend-unbekümmert an – und lässt doch erahnen, dass viel in ihm vorgeht. Das Trauma des Ersten Weltkrieges, in dem David als Soldat im Einsatz war, ist spürbar, ohne ausgesprochen zu werden.
Eine bemerkenswert ruhige Wucht
"Beunruhigt es dich, was wir so machen?", heißt es an einer Stelle. Im Geheimen leben die beiden Männer ihre Liebe füreinander aus. Daraus entstehen indes keine großen melodramatischen Momente; vielmehr vollzieht sich alles im Stillen. Die detailreiche, kluge Inszenierung lässt etwa an die Werke von Kelly Reichardt ("Auf dem Weg nach Oregon", "First Cow") denken.
Fazit: Sensibel erzählt und hervorragend gespielt – ein stilles, wirkungsvolles Historien- und Liebesdrama.
Der 1983 in Kapstadt geborene Regisseur Oliver Hermanus ("Moffie", "Living – Einmal wirklich leben") begleitet in seiner neuen Arbeit "The History of Sound" zwei junge Akademiker, die es sich zur Aufgabe machen, Volkslieder zu sammeln und so eine amerikanische Geschichte in Liedform zu erfassen. Auf Basis des 2025 auf Deutsch erschienenen Romans "Die Geschichte des Klangs" von Ben Shattuck (der auch das Drehbuch beisteuerte) hat der Filmemacher ein zurückhaltendes und zugleich emotional sehr ergreifendes historisches Drama geschaffen, das nicht zuletzt von der Chemie zwischen seinen beiden Hauptdarstellern lebt.
Töne sehen und schmecken
Der Protagonist Lionel schildert uns zu Beginn via Voice-Over, dass er Töne auf besondere Weise wahrnehme – da er sie auch sehen und schmecken könne. Mit dem Komponisten David begibt er sich auf eine Musikkatalogisierungsreise durch das ländliche Maine. Die zwei angesagten Jungstars Paul Mescal ("Aftersun", "Hamnet") und Josh O'Connor ("Challengers – Rivalen", "The Mastermind") verkörpern die Hauptfiguren einnehmend und liefern überdies tolle Gesangsleistungen.
Mescal übernimmt als Lionel den Part der Identifikationsfigur, während O'Connor als David stets etwas Enigmatisches an sich hat: Er tritt voller Charisma auf, mutet lange Zeit strahlend-unbekümmert an – und lässt doch erahnen, dass viel in ihm vorgeht. Das Trauma des Ersten Weltkrieges, in dem David als Soldat im Einsatz war, ist spürbar, ohne ausgesprochen zu werden.
Eine bemerkenswert ruhige Wucht
"Beunruhigt es dich, was wir so machen?", heißt es an einer Stelle. Im Geheimen leben die beiden Männer ihre Liebe füreinander aus. Daraus entstehen indes keine großen melodramatischen Momente; vielmehr vollzieht sich alles im Stillen. Die detailreiche, kluge Inszenierung lässt etwa an die Werke von Kelly Reichardt ("Auf dem Weg nach Oregon", "First Cow") denken.
Fazit: Sensibel erzählt und hervorragend gespielt – ein stilles, wirkungsvolles Historien- und Liebesdrama.
Andreas Köhnemann
TrailerAlle "The History of Sound"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "The History of Sound"
Land: USAJahr: 2025
Genre: Drama
Länge: 128 Minuten
Kinostart: 09.04.2026
Regie: Oliver Hermanus
Darsteller: Paul Mescal als Lionel, Josh Oconnor als David
Kamera: Alexander Dynan
Verleih: Universal Pictures International






