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Missing*Link (2025)

Sommerliche Tragikomödie des "Willkommen bei Habib“-Regisseurs Michael Baumann, in dem der Urlaub einer Patchworkfamilie völlig aus dem Ruder läuft.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Mia (Luca Brüggemann) verbringt die Ferien mit ihrer Patchworkfamilie an einem idyllischen See. Gemeinsam wollen die zusammengewürfelten Familien in der entlegenen Feriensiedlung Mias Geburtstag feiern. Während die Erwachsenen mühsam versuchen, eine harmonische Fassade aufrechtzuerhalten, flüchtet die 13-Jährige in die Einsamkeit des Waldes. Dort trifft sie auf einen geheimnisvollen Jungen (Lennox Halm). Als Mia am Morgen ihres 14. Geburtstags spurlos verschwindet, bricht das fragile Familiengefüge endgültig in sich zusammen. Mias Mutter Tine (Susanne Wolff) wird folglich immer panischer – und stößt eine gnadenlose Abrechnung mit allen Beteiligten an.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse3 / 5

Natur-Poetik trifft auf Surrealität

Über zehn Jahre sind mittlerweile seit der letzten (und ersten) Regie-Arbeit von Michael Baumann vergangen. 2014 erhielt er für seinen hervorragenden Erstling "Willkommen bei Habib“ einhelliges Kritikerlob. Der Ensemblefilm über die Konflikte einer deutsch-türkischen Familie erhielt etliche Preise, Baumann selbst wurde – gemeinsam mit Co-Drehbuchautorin Sabine Westermaier – u.a. mit dem renommierten Thomas Strittmatter Drehbuchpreis ausgezeichnet. In "Missing*Link“ erforscht er erneut komplexe zwischenmenschliche Beziehungen und familiäre Strukturen.

Diesmal geht es um eine Regenbogenfamilie, die im Rahmen eines Sommerurlaubs enger zusammenwachsen will. Baumann setzt von Beginn an auf eine flirrende, beinahe mystisch-märchenhafte Stimmung und Bildgestaltung. Man meint förmlich das gleißende Licht der Sonne auf der eigenen Haut zu spüren, hinzu kommen die hellen, lebensbejahenden Farben, die dem Film eine zusätzliche sommerliche, befreite Aura verleihen. Die wunderbar poetisch eingefangenen Natur-Impressionen tragen zur verträumten Atmosphäre bei. Und passend dazu hat auch die Beziehung zwischen Mia und dem mysteriösen Jungen aus dem Wald etwas Surreales.

Fragile innerfamiliäre Strukturen

Gemeinsam erkunden die Beiden die Landschaft rund um die Ferienanlage. Sie genießen die Zeit ohne elterliche Streitigkeiten, ohne Regeln und aufgesetzte "Gute Laune“ am Frühstückstisch. Doch daneben wohnt "Missing*Link“ gleichsam etwas Bedrohliches und Unheilvolles inne. Denn spätestens als Mia verschwindet und die Emotionen bei allen Beteiligten in Schieflage geraten, zeigen sich die tiefen Risse innerhalb der – ohnehin brüchigen – Beziehungen mehr als deutlich. Lange verdrängte Wahrheiten kommen ebenso an Licht wie unausgesprochene Wünsche und seit Jahren schwelende Konflikte.

Besonders nachdrücklich betrachtet Baumann das Miteinander zwischen Mutter Tine (brillant: Susanne Wolff) und ihrer Tochter Mia. Auf der einen Seite eine sicherheitsliebende und überbehütende Mutter, die Mias Vertrauen jedoch ein ums andere Mal missbraucht hat. Ihr gegenüber steht die emotionale, träumerische (aber auch trotzige) Jugendliche, die sich nach Freiheit und Unabhängigkeit sehnt. Negativ fällt ins Gewicht, dass Baumann bei seiner Fülle an Haupt- und Nebenfiguren etwas die Übersicht verliert. Die Folge: Viele Charaktere erscheinen als austauschbare, lediglich skizzenhaft angelegte Randfiguren ohne Profil. Und mit 120 Minuten Laufzeit weist "Missing*Link“ zudem einige Längen auf. Eine straffere, verdichtete Erzählweise mit Verzicht auf den ein oder anderen – ohnehin nur angedeuteten – Subplot wäre sinnhafter gewesen.

Fazit: Der allem auf mysteriösen, atmosphärischen Feinsinn setzende Coming-of-Age-Tragikomödien-Mix überzeugt mit einer beachtenswerten jugendlichen Hauptfigur, seiner rätselhaften Stimmung und den in magisches Licht getauchten Bildern. Einige Längen, Redundanzen im Handlungsaufbau und die eindimensionalen Figuren schmälern jedoch den Gesamteindruck.




Besetzung & Crew von "Missing*Link"

Land: Deutschland
Jahr: 2025
Genre: Drama
Länge: 120 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 16.04.2026
Regie: Bommi Baumann
Darsteller: Susanne Wolff, Luca Brüggemann, Wolfram Koch, Martin Butzke, Margarita Breitkreiz
Verleih: missingFilms



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