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I Only Rest in the Storm (2026)
O Riso e a Faca
Regisseur Pedro Pinho schickt in seinem Drama "I Only Rest In The Storm“ einen Ingenieur mit einem Spezialauftrag nach Westafrika.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Der portugiesische Umweltingenieur Sergio (Sérgio Coragem) erhält von einer NGO einen Auftrag im westafrikanischen Staat Guinea-Bissau. Dort soll er am Bau einer Straße zwischen Wüste und Wald mitarbeiten. Inmitten der Herausforderungen von Hitze, Trockenheit und Isolation begegnet er Diara (Cleo Diára) und Guillermhe (Jonathan Guilherme), zwei einheimische Außenseiter. Diára ist eine freigeistige, mutige junge Frau, die es mit dem Gesetz nicht immer so genau nimmt. Dasselbe trifft auch auf Guillermhe zu, der es als schwuler, nonbinärer Mann in dem konservativen Land nicht leicht hat. Sérgio baut eine intime Beziehung zu den beiden auf, während er allmählich erkennt, dass Machtstreben und Umsatzdenken das Handeln seiner Auftraggeber bestimmen.
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Filmkritik
Nur das Uneindeutige ist eindeutig
Der Portugiese Pedro Pinho, seit 25 Jahren einer der umtriebigsten und gefragtesten Filmemacher sowie Produzenten seiner Heimat, legt mit "I Only Rest in the Storm“ ein wahrhaft episches Drama vor. Über 200 Minuten nimmt er sich Zeit für die Sinn- und Identitätssuche eines Mannes in der Fremde, der doch eigentlich nur einen Bericht verfassen soll – und sich gänzlich in der Subkultur von Guinea-Bissaus verliert. In dem Bericht geht es um die Auswirkungen des Straßenbauprojekts auf das Leben in den örtlichen, entlang der Straße gelegenen Dörfern.
Vieles verbleibt nebulös und vage rund um den Auftrag, der den sympathischen, netten (man ist fast geneigt zu sagen) "Durchschnittseuropäer“ Sergio nach Guinea-Bissau führte. Das ist eine geschickte Taktik Pinhos, um Spannung und ein Gefühl des Unbehagens zu generieren. Brasilianische und chinesische Firmen sind am Bau beteiligt, Gelder dafür fließen allerdings sowohl aus Europa als auch Asien. Die exakten Zusammenhänge und Involvierten (sowie deren Interessen) lässt Pinho jedoch weitestgehend offen. Ebenso was mit Sergios Vorgänger, einem italienischen Ingenieur, passierte, wird nie eindeutig geklärt.
Neokolonialismus vs. Gewinnstreben
In diesen Momenten wähnt man sich bei "I Only Rest in the Storm“ fast in einem Thriller oder Wirtschaftskrimi alter Schule, der aber nie den EINEN Schuldigen benennt. Hier ist das gesamte System falsch und zum Scheitern verurteilt. Die postkolonialen Folgen (Guinea-Bissau war einst portugiesische Kolonie) thematisiert Pinho ebenso wie den Widerspruch zwischen einem rückständigen Dritte-Welt-Land und dem modernen, hoch entwickelten europäischen Westen. Stellvertretend für Letzteren steht Sergio, den Sérgio Coragem besonnen und sensibel verkörpert. Weite Teile des Films folgen wir ihm, wie er durch die Gegend driftet, unterschiedliche Begegnungen macht und die (queeren) Clubs der Stadt erkundet.
Seine sexuellen und emotionalen Erfahrungen in der lokalen LGBT-Szene spiegeln sein generelles Abdriften in eine Welt wider, in der es kein klares Ziel, keinen eindeutigen Weg, zu geben scheint. Und so ziellos fühlt sich, gerade mit zunehmender Laufzeit, leider auch der Film irgendwann an. "I Only Rest in the Storm“ ist mindestens 30 Minuten zu lang und einige der ins Leere laufenden Handlungsstränge sorgen überdies für ein Ärgernis. Ferner verlangen die ereignislosen, dokumentarischen Szenen, die den Alltag vor Ort einfangen, einiges an Geduld ab.
Fazit: Mutiges, vor allem für Cineasten und Fans gewagter Arthouse-Filme konzipiertes Drama um komplexe Themen wie (Post-)Kolonialismus, Machtstrukturen, Wohlstandshierarchien und die immerwährende Suche nach sich selbst. Bewusst uneindeutig in den Aussagen und überbordend in der Länge, bleiben vor allem der gute Cast und die atmosphärische Bildsprache im Gedächtnis.
Der Portugiese Pedro Pinho, seit 25 Jahren einer der umtriebigsten und gefragtesten Filmemacher sowie Produzenten seiner Heimat, legt mit "I Only Rest in the Storm“ ein wahrhaft episches Drama vor. Über 200 Minuten nimmt er sich Zeit für die Sinn- und Identitätssuche eines Mannes in der Fremde, der doch eigentlich nur einen Bericht verfassen soll – und sich gänzlich in der Subkultur von Guinea-Bissaus verliert. In dem Bericht geht es um die Auswirkungen des Straßenbauprojekts auf das Leben in den örtlichen, entlang der Straße gelegenen Dörfern.
Vieles verbleibt nebulös und vage rund um den Auftrag, der den sympathischen, netten (man ist fast geneigt zu sagen) "Durchschnittseuropäer“ Sergio nach Guinea-Bissau führte. Das ist eine geschickte Taktik Pinhos, um Spannung und ein Gefühl des Unbehagens zu generieren. Brasilianische und chinesische Firmen sind am Bau beteiligt, Gelder dafür fließen allerdings sowohl aus Europa als auch Asien. Die exakten Zusammenhänge und Involvierten (sowie deren Interessen) lässt Pinho jedoch weitestgehend offen. Ebenso was mit Sergios Vorgänger, einem italienischen Ingenieur, passierte, wird nie eindeutig geklärt.
Neokolonialismus vs. Gewinnstreben
In diesen Momenten wähnt man sich bei "I Only Rest in the Storm“ fast in einem Thriller oder Wirtschaftskrimi alter Schule, der aber nie den EINEN Schuldigen benennt. Hier ist das gesamte System falsch und zum Scheitern verurteilt. Die postkolonialen Folgen (Guinea-Bissau war einst portugiesische Kolonie) thematisiert Pinho ebenso wie den Widerspruch zwischen einem rückständigen Dritte-Welt-Land und dem modernen, hoch entwickelten europäischen Westen. Stellvertretend für Letzteren steht Sergio, den Sérgio Coragem besonnen und sensibel verkörpert. Weite Teile des Films folgen wir ihm, wie er durch die Gegend driftet, unterschiedliche Begegnungen macht und die (queeren) Clubs der Stadt erkundet.
Seine sexuellen und emotionalen Erfahrungen in der lokalen LGBT-Szene spiegeln sein generelles Abdriften in eine Welt wider, in der es kein klares Ziel, keinen eindeutigen Weg, zu geben scheint. Und so ziellos fühlt sich, gerade mit zunehmender Laufzeit, leider auch der Film irgendwann an. "I Only Rest in the Storm“ ist mindestens 30 Minuten zu lang und einige der ins Leere laufenden Handlungsstränge sorgen überdies für ein Ärgernis. Ferner verlangen die ereignislosen, dokumentarischen Szenen, die den Alltag vor Ort einfangen, einiges an Geduld ab.
Fazit: Mutiges, vor allem für Cineasten und Fans gewagter Arthouse-Filme konzipiertes Drama um komplexe Themen wie (Post-)Kolonialismus, Machtstrukturen, Wohlstandshierarchien und die immerwährende Suche nach sich selbst. Bewusst uneindeutig in den Aussagen und überbordend in der Länge, bleiben vor allem der gute Cast und die atmosphärische Bildsprache im Gedächtnis.
Björn Schneider
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Besetzung & Crew von "I Only Rest in the Storm"
Land: Frankreich, Portugal, Brasilien, RumänienJahr: 2026
Genre: Drama
Originaltitel: O Riso e a Faca
Länge: 211 Minuten
Kinostart: 28.05.2026
Regie: Pedro Pinho
Darsteller: Sérgio Coragem, Cleo Diára, Jonathan Guilherme
Verleih: Grandfilm





