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Cotton Queen (2025)
Weibliches Empowerment auf den BaumwollfeldernKritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Während der Sommerferien hilft die 15-jährige Nafisa bei der Baumwollernte ihrer Großmutter, der angesehenen Dorfmatriarchin Al-Sit, die fest die Geschicke des Dorfes lenkt. Gleichzeitig erlebt Nafisa ihre erste Liebe zu einem Jungen aus dem Dorf. Die Ankunft des sudanesischen Geschäftsmanns Nadir mit innovativen Baumwollanbau-Technologien stellt das bisherige Leben im Dorf auf den Kopf. Nafisas Mutter sieht in einer arrangierten Heirat mit Nadir eine Möglichkeit, den familiären Wohlstand zu steigern. Hin- und hergerissen zwischen den Traditionen ihrer Familie und ihrem Streben nach Freiheit, muss Nafisa ihren eigenen Weg finden.
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Filmkritik
Die Schicksale dreier Frauen einer Familie in einem sudanesischen Dorf verknüpft Regisseurin Susannah Mirghani in ihrem Langfilmdebüt. Damit verlängerte sie ihren dialoglosen Kurzfilm “Al-Sit” - gleichzeitig der Name der Großmutter - um eine arrangierte Heirat von 2020. Die 15-jährige Nafisa besitzt ein zwiespätiges Verhältnis zu Großmutter und Mutter. Einerseits bewundert der Teenager die beiden Frauen. Aber der Großmutter als ehemalige “Baumwollkönigin” darf man bei ihren Heldentaten über ihre Tötung eines britischen Generals und der dadurch erreichten Unabhängigkeit nicht unbedingt glauben. Ebenso geht das Mädchen auf Distanz zur Mutter, die sie mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verkuppeln will. “Ich bestimme über meine Zukunft!”, verkündet Nafisa an einer Stelle selbstbewusst.
Es spricht für Regisseurin Mirghani, dass sie den von der Frauenwelt angehimmelten jungen Unternehmer nicht überzeichnet. Doch mit seinem Geschäftsmodell einer genetisch veränderten Baumwollsaat, die jedes Jahr neu erworben werden muss, eckt dieser sofort bei der Dorfbevölkerung an. Dort ist man abhängig von der Baumwollernte, die einst unter den britischen Kolonialherren eingeführt wurde. Längst sind die Auswirkungen der Globalisierung in dem kleinen Dorf zu spüren.
Wiederholt setzt Mighani auf sureale Einschübe und einen magischen Realismus. Hierbei bestimmt eine rot-weiße Farbdramaturgie die Bildgestaltung, was sich bis zum flammenden Finale durchzieht. Mit der Figur einer Hellseherin lässt sie am Rande zugleich das Thema Frauenbeschneidung einfließen. Eher spielerisch wird das heikle Thema als Puppenspiel für eine Kindergruppe eingeflochten. Mit einem Faden werden hierbei alle Frauen verbunden, wovon sie sich erst in den letzten Jahren wieder lösen konnten.
Früh stieß die Geschichte um Selbstbestimmung und dem Wunsch nach Freiheit auf das Interesse des Frankfurter Verleihs jip, wo man an Geschichten aus weiblicher Sicht interessiert ist. “Cotton Queen” ist der erste von einer Frau gedrehte sudanesische Spielfilm. Die Dreharbeiten verliefen allerdings nicht ganz unproblematisch, da man aufgrund des Bürgerkriegs im Sudan nach Ägypten ausweichen musste. Dort baute man ein eigenes sudanesisches Dorf auf, was der Authentizität keinen Abbruch tat.
Fazit: "Cotton Queen“ verbindet auf überzeugende Weise eine stimmige Coming-of-Age-Geschichte mit Mitteln des magischen Realismus und Kritik an der Kolonialisierung.
Es spricht für Regisseurin Mirghani, dass sie den von der Frauenwelt angehimmelten jungen Unternehmer nicht überzeichnet. Doch mit seinem Geschäftsmodell einer genetisch veränderten Baumwollsaat, die jedes Jahr neu erworben werden muss, eckt dieser sofort bei der Dorfbevölkerung an. Dort ist man abhängig von der Baumwollernte, die einst unter den britischen Kolonialherren eingeführt wurde. Längst sind die Auswirkungen der Globalisierung in dem kleinen Dorf zu spüren.
Wiederholt setzt Mighani auf sureale Einschübe und einen magischen Realismus. Hierbei bestimmt eine rot-weiße Farbdramaturgie die Bildgestaltung, was sich bis zum flammenden Finale durchzieht. Mit der Figur einer Hellseherin lässt sie am Rande zugleich das Thema Frauenbeschneidung einfließen. Eher spielerisch wird das heikle Thema als Puppenspiel für eine Kindergruppe eingeflochten. Mit einem Faden werden hierbei alle Frauen verbunden, wovon sie sich erst in den letzten Jahren wieder lösen konnten.
Früh stieß die Geschichte um Selbstbestimmung und dem Wunsch nach Freiheit auf das Interesse des Frankfurter Verleihs jip, wo man an Geschichten aus weiblicher Sicht interessiert ist. “Cotton Queen” ist der erste von einer Frau gedrehte sudanesische Spielfilm. Die Dreharbeiten verliefen allerdings nicht ganz unproblematisch, da man aufgrund des Bürgerkriegs im Sudan nach Ägypten ausweichen musste. Dort baute man ein eigenes sudanesisches Dorf auf, was der Authentizität keinen Abbruch tat.
Fazit: "Cotton Queen“ verbindet auf überzeugende Weise eine stimmige Coming-of-Age-Geschichte mit Mitteln des magischen Realismus und Kritik an der Kolonialisierung.
Gregor Ries
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Besetzung & Crew von "Cotton Queen"
Land: Deutschland, Frankreich, Palästina, SudanJahr: 2025
Genre: Drama, Coming-of-age
Länge: 89 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 23.04.2026
Regie: Suzannah Mirghani
Darsteller: Mihad Murtada als Nafisa, Haram Basher als Aisha, Talaat Farid als Babiker, Rabha Mohamed Mahmoud als Al-Sit, Mohamed Musa als Bilal
Kamera: Frida Marzouk
Verleih: JIP Film und Verleih
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