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Ein Sommer in Paris (2026)
That Summer in Paris
Französische Tragikomödie über eine Touristin, die die Olympischen Spiele und damit verbunden ihre Halbschwester besucht.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 33 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Ursprünglich wollte Blandine (Blandine Madec) mit ihrer Lebensgefährtin nach Paris fahren, um bei den Olympischen Spielen 2024 ihre Lieblingssportlerin, die Schwimmerin Béryl Gastaldello (Béryl Gastaldello), anzufeuern. Doch Blandines Beziehung ging in die Brüche, weshalb die aus der Normandie angereiste Frau nun mutterseelenallein in der französischen Hauptstadt steht und die Gelegenheit nutzt, ihre entfremdete Halbschwester Julie (India Hair) wiederzutreffen.
Blandine und Julie haben sich mehr als zehn Jahre nicht gesehen. Julies achtjähriger Tochter Alma (Lou Deleuze) begegnet Blandine zum ersten Mal. Zwischen gemeinsamen Sommernächten auf dem Balkon, abgesagten Schwimm-Wettbewerben auf der Seine und einem flüchtigen Sommerflirt mit dem Security-Mann Benjamin (Arcadi Radeff) gerät die zurückhaltende Blandine zwischen familiäre Fronten und eine Anti-Olympia-Protestbewegung.
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Filmkritik
"Ein Sommer in Paris": Die Einsamkeit der Kurzstreckenschwimmerin
Wer Komödien aus Frankreich liebt, mit den handelsüblichen Wohlfühlwerken voller tollpatschiger Messieurs und ulkiger Mesdames allerdings nichts anfangen kann, für den hat Valentine Cadec genau den richtigen Film gedreht. Das Debüt der französischen Schauspielerin und Regisseurin feierte 2025 in der Sektion Perspectives der Berlinale Premiere und begeistert durch Charme, Witz, Leichtigkeit und Natürlichkeit.
Während der Olympischen Spiele 2024 in Paris gedreht, muten viele Szenen dokumentarisch an. Der authentische Eindruck wird durch das von der Regisseurin gemeinsam mit Mariette Désert verfasste Drehbuch und die realistisch gezeichneten Figuren noch verstärkt. Im Vergleich zu den eingangs erwähnten Blödelkomödien kommt "Ein Sommer in Paris" mit erfreulich wenigen Klischees aus. Denn eine Figur wie die Antiheldin Blandine ist einem im wahren Leben schon öfter über den Weg gelaufen als ein "Monsieur Claude und seine Töchter".
Allein, aber glücklich
Die Hauptdarstellerin Blandine Madec ist eine Wucht. Sie spielt eine Figur, mit der sie einen Vornamen, aber ansonsten wenig teilt. Denn die Blandine im Film ist schüchtern und somit das genaue Gengenteil einer Schauspielerin. Der gerade 30 Jahre gewordenen Frau, die sich für ein paar Tage durch die französische Hauptstadt treiben lässt, steht ihre Freundlichkeit wiederholt im Weg, öffnet ihr gleichzeitig aber auch ungeahnte Türen. Mit der Schwimmerin Béryl Gastaldello, die sie bewundert und die sich in einer Gastrolle selbst spielt, verbindet Blandine eine grundlegende Einsamkeit. Trotz alledem sind beide Frauen nicht unglücklich.
Einen solch zurückhaltenden Charakter so umwerfend auf die Leinwand zu bringen, dass er das Publikum sofort für sich einnimmt, ist eine große Kunst. Es ist eine der vielen kleinen Freuden einer kurzen Sommerkomödie, die nach nicht einmal 80 Minuten an einem Strand in der Normandie endet – und das Publikum beglückt aus dem Kinosaal entlässt.
Fazit: Der Debütfilm der Regisseurin Valentine Cadec begeistert durch Charme, Witz, Leichtig- und Natürlichkeit. Im Zentrum steht eine authentische Frau, die sich nicht in vorgefertigte Muster pressen lassen will. Deren Darstellerin Blandine Madec sollte man sich merken. Sie spielt so umwerfend und scheinbar mühelos groß auf, dass es eine wahre Freude ist.
Wer Komödien aus Frankreich liebt, mit den handelsüblichen Wohlfühlwerken voller tollpatschiger Messieurs und ulkiger Mesdames allerdings nichts anfangen kann, für den hat Valentine Cadec genau den richtigen Film gedreht. Das Debüt der französischen Schauspielerin und Regisseurin feierte 2025 in der Sektion Perspectives der Berlinale Premiere und begeistert durch Charme, Witz, Leichtigkeit und Natürlichkeit.
Während der Olympischen Spiele 2024 in Paris gedreht, muten viele Szenen dokumentarisch an. Der authentische Eindruck wird durch das von der Regisseurin gemeinsam mit Mariette Désert verfasste Drehbuch und die realistisch gezeichneten Figuren noch verstärkt. Im Vergleich zu den eingangs erwähnten Blödelkomödien kommt "Ein Sommer in Paris" mit erfreulich wenigen Klischees aus. Denn eine Figur wie die Antiheldin Blandine ist einem im wahren Leben schon öfter über den Weg gelaufen als ein "Monsieur Claude und seine Töchter".
Allein, aber glücklich
Die Hauptdarstellerin Blandine Madec ist eine Wucht. Sie spielt eine Figur, mit der sie einen Vornamen, aber ansonsten wenig teilt. Denn die Blandine im Film ist schüchtern und somit das genaue Gengenteil einer Schauspielerin. Der gerade 30 Jahre gewordenen Frau, die sich für ein paar Tage durch die französische Hauptstadt treiben lässt, steht ihre Freundlichkeit wiederholt im Weg, öffnet ihr gleichzeitig aber auch ungeahnte Türen. Mit der Schwimmerin Béryl Gastaldello, die sie bewundert und die sich in einer Gastrolle selbst spielt, verbindet Blandine eine grundlegende Einsamkeit. Trotz alledem sind beide Frauen nicht unglücklich.
Einen solch zurückhaltenden Charakter so umwerfend auf die Leinwand zu bringen, dass er das Publikum sofort für sich einnimmt, ist eine große Kunst. Es ist eine der vielen kleinen Freuden einer kurzen Sommerkomödie, die nach nicht einmal 80 Minuten an einem Strand in der Normandie endet – und das Publikum beglückt aus dem Kinosaal entlässt.
Fazit: Der Debütfilm der Regisseurin Valentine Cadec begeistert durch Charme, Witz, Leichtig- und Natürlichkeit. Im Zentrum steht eine authentische Frau, die sich nicht in vorgefertigte Muster pressen lassen will. Deren Darstellerin Blandine Madec sollte man sich merken. Sie spielt so umwerfend und scheinbar mühelos groß auf, dass es eine wahre Freude ist.
Falk Straub
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Besetzung & Crew von "Ein Sommer in Paris"
Jahr: 2026Originaltitel: That Summer in Paris
Kinostart: 04.06.2026
Darsteller: Blandine Madec, India Hair, Arcadi Radeff, Matthias Jacquin, Lou Deleuze
Verleih: eksystent distribution filmverleih





