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The North (2026)
Niederländisches Drama über zwei alte Freunde, die sich während einer langen Wanderung neu kennenlernen.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Über gemeinsame Urlaube mit ihren Eltern kennen sich der Niederländer Chris (Bart Harder) und der Spanier Lluis (Carles Pulido) von Kindesbeinen an. Nach zehn Jahren der Funkstille treffen sie einander wieder, um gemeinsam 600 Kilometer durch die schroffe Schönheit Schottlands bis zum nordwestlichsten Punkt der britischen Insel zu wandern.
Nach einem ersten Abtasten tauen die zwei nicht mehr ganz so jungen Männer langsam auf, je mehr Wegstrecke sie zurücklegen. Doch die zwei alten Freunde erzählen sich nicht alles, verschweigen manch wichtiges Detail. Was ihre Freundschaft auf die Probe stellt.
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Filmkritik
"The North": Gemeinsam einsam
Wie beim Roadmovie ist auch im Wanderfilm der Weg das Ziel und die unternommene Reise eine zu sich selbst. Denn wenn man so will, ist ein Spielfilm, in dem es um eine Wanderung geht, nichts anderes als ein Roadmovie zu Fuß. Die Wege, die in diesem Subgenre beschritten werden, sind logischerweise so vielfältig wie unsere Erde selbst. Ebenso offen steht den Filmschaffenden der Ton, den sie anschlagen möchten. Vom existenziellen Drama bis zur Blödel-Komödie ist alles möglich.
Abseits des allseits beliebten Jakobswegs, der unter anderem in "Dein Weg" (2010), "Ich bin dann mal weg" (2015) und jüngst in "Buen Camino" (2025) mal mehr, mal weniger komisch bewältigt wurde, wagten sich u. a. Reese Witherspoon in "Der große Trip – Wild" (2014) ganz allein an den Pacific Crest Trail im Westen der USA und Robert Redford und Nick Nolte auf dem Appalachian Trail im Osten des Landes an ein "Picknick mit Bären" (2015). Bereits im Jahr 2013 marschierte Mia Wasikowska in "Spuren" 2.700 Kilometer durch die australische Wüste. Und auch auf der vergleichsweise unwirtlichen britischen Insel wird gewandert.
Zwischen den Zeilen liegt Schönheit und Schmerz
Zuletzt kamen mit "Edie – Für Träume ist es nie zu spät" (2017), "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" (2023) und "Der Salzpfad" (2025) drei sehr unterschiedliche (britische) Wanderfilme in die Kinos, die im Kern aber alle um die Suche nach dem Sinn kreisten. Darum geht es auch in "The North", selbst wenn es nie explizit ausgesprochen wird. Denn der Regisseur Bart Schrijver, der sich für seinen Film von seinen eigenen Wander-Erfahrungen inspirieren ließ, setzt auf zwei wortkarge Protagonisten und vertraut darauf, dass sein Publikum zwischen den Zeilen lesen kann.
Mit minimaler Crew direkt vor Ort auf dem West Highland Way und dem Cape Wrath Trail gedreht, ist Schrijver einer der bis dato authentischsten Wanderfilme geglückt. "The North" fängt nicht nur die Natur und deren Herausforderungen an die Wanderer glaubwürdig ein, sondern setzt auch auf eine nur sehr lose Dramaturgie. Ganz so, wie eine aus dem echten Leben gegriffene Wanderung in der Regel ohne Dramaturgie auskommt. Der Preis für so viel Authentizität sind unweigerlich erzählerische Längen. Auf diese filmische Wanderung muss sich das Kinopublikum somit erst einmal einlassen (wollen).
Fazit: Der niederländische Regisseur Bart Schrijver hat mit "The North" einen ausgesprochen authentischen Film über das Wandern gedreht. Seine von einer selbst unternommenen Reise inspirierte Geschichte über die Freundschaft zweier Männer besticht durch beeindruckende Landschaftsaufnahmen und ein natürliches Spiel, kommt allerdings nicht ohne erzählerische Längen aus.
Wie beim Roadmovie ist auch im Wanderfilm der Weg das Ziel und die unternommene Reise eine zu sich selbst. Denn wenn man so will, ist ein Spielfilm, in dem es um eine Wanderung geht, nichts anderes als ein Roadmovie zu Fuß. Die Wege, die in diesem Subgenre beschritten werden, sind logischerweise so vielfältig wie unsere Erde selbst. Ebenso offen steht den Filmschaffenden der Ton, den sie anschlagen möchten. Vom existenziellen Drama bis zur Blödel-Komödie ist alles möglich.
Abseits des allseits beliebten Jakobswegs, der unter anderem in "Dein Weg" (2010), "Ich bin dann mal weg" (2015) und jüngst in "Buen Camino" (2025) mal mehr, mal weniger komisch bewältigt wurde, wagten sich u. a. Reese Witherspoon in "Der große Trip – Wild" (2014) ganz allein an den Pacific Crest Trail im Westen der USA und Robert Redford und Nick Nolte auf dem Appalachian Trail im Osten des Landes an ein "Picknick mit Bären" (2015). Bereits im Jahr 2013 marschierte Mia Wasikowska in "Spuren" 2.700 Kilometer durch die australische Wüste. Und auch auf der vergleichsweise unwirtlichen britischen Insel wird gewandert.
Zwischen den Zeilen liegt Schönheit und Schmerz
Zuletzt kamen mit "Edie – Für Träume ist es nie zu spät" (2017), "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" (2023) und "Der Salzpfad" (2025) drei sehr unterschiedliche (britische) Wanderfilme in die Kinos, die im Kern aber alle um die Suche nach dem Sinn kreisten. Darum geht es auch in "The North", selbst wenn es nie explizit ausgesprochen wird. Denn der Regisseur Bart Schrijver, der sich für seinen Film von seinen eigenen Wander-Erfahrungen inspirieren ließ, setzt auf zwei wortkarge Protagonisten und vertraut darauf, dass sein Publikum zwischen den Zeilen lesen kann.
Mit minimaler Crew direkt vor Ort auf dem West Highland Way und dem Cape Wrath Trail gedreht, ist Schrijver einer der bis dato authentischsten Wanderfilme geglückt. "The North" fängt nicht nur die Natur und deren Herausforderungen an die Wanderer glaubwürdig ein, sondern setzt auch auf eine nur sehr lose Dramaturgie. Ganz so, wie eine aus dem echten Leben gegriffene Wanderung in der Regel ohne Dramaturgie auskommt. Der Preis für so viel Authentizität sind unweigerlich erzählerische Längen. Auf diese filmische Wanderung muss sich das Kinopublikum somit erst einmal einlassen (wollen).
Fazit: Der niederländische Regisseur Bart Schrijver hat mit "The North" einen ausgesprochen authentischen Film über das Wandern gedreht. Seine von einer selbst unternommenen Reise inspirierte Geschichte über die Freundschaft zweier Männer besticht durch beeindruckende Landschaftsaufnahmen und ein natürliches Spiel, kommt allerdings nicht ohne erzählerische Längen aus.
Falk Straub
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Besetzung & Crew von "The North"
Land: NiederlandeJahr: 2026
Genre: Drama, Abenteuer
Länge: 130 Minuten
Kinostart: 21.05.2026
Darsteller: Bart Harder, Carles Pulido, Olly Bassi, Gráinne Blumenthal, Theo Fraser
Verleih: Piffl Medien
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