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Girls don't cry (2025)
Deutscher Dokumentarfilm über die Zukunftswünsche von sechs Mädchen aus sechs Ländern.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nancy aus Tansania ist vor Beschneidung geflohen, Sheelan aus dem Nordirak vor dem Islamischen Staat (IS). Die Chilenin Selenna hat mit Vorurteilen gegenüber Transpersonen zu kämpfen, die Südkoreanerin Sinai mit dem gängigen Schönheitsideal, das vor allem junge Frauen unter Druck setzt. Die Engländerin Paige hat eine Teenagerschwangerschaft hinter sich, die Roma Nina eine Abschiebung nach Serbien.
Sie alle sind Teil von Sigrid Klausmanns letztem Dokumentarfilm, der die sechs, zwischen 14 und 16 Jahre alten Jugendlichen aus sechs unterschiedlichen Nationen mit der Kamera durch ihren Alltag begleitet.
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Filmkritik
"Girls Don't Cry": Starke Mädchen
Ganz am Ende des Prologs, der nacheinander alle sechs Jugendlichen einführt, kullern einer von ihnen dann doch die Tränen übers Gesicht. Es ist die Jesidin Sheelan, die heute in Tübingen lebt und von den Schreckenstaten berichtet, die ihrer Familie im Nordirak durch die Terrororganisation IS zugefügt wurden. Angesichts der außergewöhnlichen Lebenswege, die die Protagonistinnen dieses Dokumentarfilms bereits in jungen Jahren zurückgelegt haben, ist es ein Wunder, dass nicht noch mehr Tränen fließen. Wobei der Titel "Girls Don't Cry" freilich nicht wörtlich zu verstehen, sondern als Abwandlung des überkommenen Diktums "boys don't cry", also der Forderung, dass Jungen nicht weinen dürften, zu begreifen ist.
Erstaunliche Bandbreite
Die sechs porträtierten jungen Menschen stehen jede für sich ihre Frau. Die kluge Montage von Gregory Schuchmann führt die bisweilen sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten und Charaktere zusammen. Existenzängste treffen auf Luxussorgen, Identitätsfragen auf Heimatlosigkeit und miteinander konkurrierende Vorstellungen von Schönheit aufeinander. Das wird mal mehr, mal weniger selbstbewusst gelebt und mal mehr, mal weniger stark reflektiert. Wodurch sich die große Stärke des Films zeigt: Am Beispiel von nur sechs Personen fächert er eine erstaunliche Bandbreite auf.
Abschied vom Berufsleben
Dessen Regisseurin Sigrid Klausmann hat sich in ihrem filmischen Schaffen vornehmlich dem Thema des Heranwachsens verschrieben. Auf "Nicht ohne uns!" (2016), in dem Klausmann 16 Kindern rund um den Globus eine Stimme gab und sie nach ihren Ängsten und Zukunftsträumen befragte, folgt ihr letzter Dokumentarfilm. Denn die 1955 geborene Klausmann beendet mit "Girls Don't Cry" ihre Karriere. Der konzentriert beobachtende und unaufgeregt erzählte Film ist ein würdiger Abschied vom Berufsleben und kommt in unseren unruhigen Tagen, in denen "wir Frauen einen Backlash" erleben, wie Klausmann sagt, gerade zur rechten Zeit.
Fazit: Mit "Girls Don't Cry" nimmt die Regisseurin Sigrid Klausmann (zuletzt: "Nicht ohne uns!") Abschied vom Filmemachen. Ihr letzter abendfüllender Kinodokumentarfilm ist ein starkes Statement über sechs starke junge Frauen, die klar und mutig in eine ungewisse Zukunft blicken.
Ganz am Ende des Prologs, der nacheinander alle sechs Jugendlichen einführt, kullern einer von ihnen dann doch die Tränen übers Gesicht. Es ist die Jesidin Sheelan, die heute in Tübingen lebt und von den Schreckenstaten berichtet, die ihrer Familie im Nordirak durch die Terrororganisation IS zugefügt wurden. Angesichts der außergewöhnlichen Lebenswege, die die Protagonistinnen dieses Dokumentarfilms bereits in jungen Jahren zurückgelegt haben, ist es ein Wunder, dass nicht noch mehr Tränen fließen. Wobei der Titel "Girls Don't Cry" freilich nicht wörtlich zu verstehen, sondern als Abwandlung des überkommenen Diktums "boys don't cry", also der Forderung, dass Jungen nicht weinen dürften, zu begreifen ist.
Erstaunliche Bandbreite
Die sechs porträtierten jungen Menschen stehen jede für sich ihre Frau. Die kluge Montage von Gregory Schuchmann führt die bisweilen sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten und Charaktere zusammen. Existenzängste treffen auf Luxussorgen, Identitätsfragen auf Heimatlosigkeit und miteinander konkurrierende Vorstellungen von Schönheit aufeinander. Das wird mal mehr, mal weniger selbstbewusst gelebt und mal mehr, mal weniger stark reflektiert. Wodurch sich die große Stärke des Films zeigt: Am Beispiel von nur sechs Personen fächert er eine erstaunliche Bandbreite auf.
Abschied vom Berufsleben
Dessen Regisseurin Sigrid Klausmann hat sich in ihrem filmischen Schaffen vornehmlich dem Thema des Heranwachsens verschrieben. Auf "Nicht ohne uns!" (2016), in dem Klausmann 16 Kindern rund um den Globus eine Stimme gab und sie nach ihren Ängsten und Zukunftsträumen befragte, folgt ihr letzter Dokumentarfilm. Denn die 1955 geborene Klausmann beendet mit "Girls Don't Cry" ihre Karriere. Der konzentriert beobachtende und unaufgeregt erzählte Film ist ein würdiger Abschied vom Berufsleben und kommt in unseren unruhigen Tagen, in denen "wir Frauen einen Backlash" erleben, wie Klausmann sagt, gerade zur rechten Zeit.
Fazit: Mit "Girls Don't Cry" nimmt die Regisseurin Sigrid Klausmann (zuletzt: "Nicht ohne uns!") Abschied vom Filmemachen. Ihr letzter abendfüllender Kinodokumentarfilm ist ein starkes Statement über sechs starke junge Frauen, die klar und mutig in eine ungewisse Zukunft blicken.
Falk Straub
Besetzung & Crew von "Girls don't cry"
Land: DeutschlandJahr: 2025
Genre: Dokumentation
Länge: 90 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 30.04.2026
Regie: Sigrid Klausmann, Lina Luzyte
Kamera: Thorsten Harms, Gabriel Díaz, Justyna Feicht, Lina Luzyte
Verleih: farbfilm verleih





