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Born to Fake (2026)
Dokumentarfilm: Die TV-Beiträge des Journalisten Michael Born erwiesen sich als Fälschungen.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Der 1958 in Lahnstein geborene Michael Born war ein ausgebildeter Schiffsoffizier. In den 1980er Jahren arbeitete er als Journalist in Krisengebieten – und baute dabei wiederholt Archivaufnahmen von Explosionen in seine Beiträge über reale Kriegsgeschehen ein. Da dies nicht auffiel, ging er schließlich dazu über, Situationen mit befreundeten Leuten einfach zu inszenieren. Auch das wurde zunächst nicht bemerkt: Die Beiträge liefen bei namhaften Fernsehmagazinen, besonders häufig bei "Stern TV".
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Filmkritik
"Born to Fake": Eine fiktive Welt bauen
In ihrem Dokumentarfilm "Born to Fake" befassen sich die beiden Regisseure Erec Brehmer und Benjamin Rost mit dem Fernsehjournalisten Michael Born (1958-2019), der eine fragwürdige Bekanntheit erlangte, als herauskam, dass es sich bei seinen Beiträgen für TV-Magazine wie "Stern TV" um Inszenierungen handelt. Born musste sich 1996 vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Letztlich wurde entschieden, dass sich Born in 17 Fällen des Betrugs und in weiteren drei Fällen des versuchten Betrugs an diversen Fernsehsendeanstalten schuldig gemacht habe.
Der "TV-Karl-May"
Der Film zeigt, wie das Regieduo das vorhandene Material präsentiert bekommt, um daraus etwas zu machen. Alle persönlichen Aufnahmen und Dokumente waren nach Borns Tod in die Hände seines guten Freundes Roland Berger übergegangen. Dieser wird interviewt; ebenso kommen etwa Borns Schwester und eine Medienwissenschaftlerin zu Wort, um ein komplexes Bild des Protagonisten sowie der Medienbranche zu zeichnen. Warum hat niemand in den Redaktionen die oft extrem haarsträubend anmutenden Schwindel-Produkte Borns infrage gestellt und strenger geprüft? War es naive Nachlässigkeit – oder bestand mit Blick auf die Einschaltquoten einfach nur der Wunsch nach möglichst skandalösen Geschichten?
Was ist fake, was ist echt?
"Born to Fake" ist durch die Absurdität des Falls zuweilen sehr unterhaltsam – und darüber hinaus in Zeiten von Fake-News und KI-generierten Inhalten äußerst relevant. Auf kluge Weise setzen sich Brehmer und Rost auch mit der grundlegenden Frage auseinander, was überhaupt als Fälschung eingestuft werden kann – und inwiefern die Mittel eines Dokumentarfilms sich eignen, um all dem nachzugehen. So verweist das Werk immer wieder auf seine eigene "Gemachtheit" und entlässt uns mit zahlreichen interessanten Denkanstößen.
Fazit: Ein bemerkenswerter Dokumentarfilm, der sich den Themen Wahrheit und Lüge in der medialen Vermittlung widmet.
In ihrem Dokumentarfilm "Born to Fake" befassen sich die beiden Regisseure Erec Brehmer und Benjamin Rost mit dem Fernsehjournalisten Michael Born (1958-2019), der eine fragwürdige Bekanntheit erlangte, als herauskam, dass es sich bei seinen Beiträgen für TV-Magazine wie "Stern TV" um Inszenierungen handelt. Born musste sich 1996 vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Letztlich wurde entschieden, dass sich Born in 17 Fällen des Betrugs und in weiteren drei Fällen des versuchten Betrugs an diversen Fernsehsendeanstalten schuldig gemacht habe.
Der "TV-Karl-May"
Der Film zeigt, wie das Regieduo das vorhandene Material präsentiert bekommt, um daraus etwas zu machen. Alle persönlichen Aufnahmen und Dokumente waren nach Borns Tod in die Hände seines guten Freundes Roland Berger übergegangen. Dieser wird interviewt; ebenso kommen etwa Borns Schwester und eine Medienwissenschaftlerin zu Wort, um ein komplexes Bild des Protagonisten sowie der Medienbranche zu zeichnen. Warum hat niemand in den Redaktionen die oft extrem haarsträubend anmutenden Schwindel-Produkte Borns infrage gestellt und strenger geprüft? War es naive Nachlässigkeit – oder bestand mit Blick auf die Einschaltquoten einfach nur der Wunsch nach möglichst skandalösen Geschichten?
Was ist fake, was ist echt?
"Born to Fake" ist durch die Absurdität des Falls zuweilen sehr unterhaltsam – und darüber hinaus in Zeiten von Fake-News und KI-generierten Inhalten äußerst relevant. Auf kluge Weise setzen sich Brehmer und Rost auch mit der grundlegenden Frage auseinander, was überhaupt als Fälschung eingestuft werden kann – und inwiefern die Mittel eines Dokumentarfilms sich eignen, um all dem nachzugehen. So verweist das Werk immer wieder auf seine eigene "Gemachtheit" und entlässt uns mit zahlreichen interessanten Denkanstößen.
Fazit: Ein bemerkenswerter Dokumentarfilm, der sich den Themen Wahrheit und Lüge in der medialen Vermittlung widmet.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "Born to Fake"
Land: DeutschlandJahr: 2026
Genre: Dokumentation
Länge: 93 Minuten
Kinostart: 28.05.2026
Verleih: Across Nations
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