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Arnie & Barney - Retten das Wasser (2026)
Arnie & Barney
Zwei chronisch überforderte Ameisen, eine Mücke mit Geheimidentität und die Klatschmohnwiese kurz vorm Verdursten. All das bietet das erste eigene Kinoabenteuer der tollpatschigen Nebenfiguren aus dem Biene-Maja-Kosmos.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Auf der Klatschmohnwiese ist seit Wochen ist kein Regen gefallen. Die Wasserstellen versiegen, und mit ihnen schwindet die Hoffnung der gesamten Insektengemeinschaft. Während ein Ameisen-Rettungstrupp unter Leitung von Captain Paul die Krise ordnungsgemäß angehen soll, ziehen die notorisch tollpatschigen Ameisen Arnie und Barney auf eigene Faust los – ohne Erlaubnis und ohne Plan.
Ihre Spur führt mitten in eine schmutzige Angelegenheit: Der selbstgefällige Tausendfüßler Gianni hat den Wasserzufluss der Wiese gekappt, um das kostbare Nass in Flaschen abgefüllt teuer zu verkaufen. Unterstützt wird er von der resoluten Moskito-Chefin Hypnita, die anfangs so einschüchternd wirkt wie ihr Ruf. Zum Glück verbünden sich Arnie und Barney mit Szzkeat, einer Mücke mit Superheldinnen-Alter-Ego. Gelingt es ihnen der Wiese das Wasser zurückzubringen?
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Filmkritik
"Arnie & Barney -Retten das Wasser“: Zwei Ameisen gegen die Wasserknappheit
Seit Waldemar Bonsels 1912 seinen Roman über die neugierige kleine Biene Maja veröffentlichte, hat sich aus der Klatschmohnwiese ein ganzer Figurenkosmos entwickelt – über die Zeichentrickserie der Siebziger bis zu den drei computeranimierten Kinofilmen "Die Biene Maja – Der Kinofilm" (2014), "Die Biene Maja – Die Honigspiele" (2018) und "Die Biene Maja – Das geheime Königreich" (2021). Mit "Arnie & Barney – Retten das Wasser" wagt man nun den logischen nächsten Schritt einer jeden erfolgreichen Marke: den Spin-off. Statt der wissbegierigen, moralisch gefestigten Maja stehen zwei Figuren im Zentrum, deren Markenkern bislang aus Unfähigkeit und Slapstick bestand. Für das Drehbuch zeigt sich Fin Edquist verantwortlich, der schon die Maja-Trilogie geschrieben hat.
Das funktioniert für die anvisierte Zielgruppe erstaunlich gut. Kinder identifizieren sich leichter mit zwei Figuren, die ständig etwas falsch machen und trotzdem am Ende die Helden sind, als mit einer Heldin, die es ohnehin meist richtig macht. Dass Arnie und Barney ihre Heldentaten mehr dem Zufall als eigener Cleverness verdanken, mindert diesen Identifikationseffekt kaum – im Gegenteil, es macht die beiden sympathisch bodenständig. Klug ist zudem, mit Szzkeat eine weibliche Heldenfigur ins Zentrum zu rücken, die zumindest dafür sorgt, dass sich auch Mädchen im Kinosaal nicht nur als Zaungäste eines Jungsabenteuers fühlen müssen.
Die Animation bewegt sich auf ordentlichem, wenn auch nicht überragendem Niveau – solide europäische ANimationsrbeit, die die die Insektenwelt zuverlässig, aber ohne große visuelle Kühnheit zum Leben erweckt. Die ökologische Botschaft, die dahintersteckt, ist redlich gemeint und für Kinderohren genau richtig dosiert: Wasser ist kostbar, Gier schadet allen. Dass der eigentliche Bösewicht ausgerechnet als Wasserabfüller und -verkäufer auftritt, öffnet dabei durchaus eine kapitalismuskritische Lesart – ohne dass der Film diese Spur ernsthaft weiterverfolgen würde. Gianni und Hypnita sind ohnehin zu harmlos angelegt, um wirklich zu erschrecken: Der Tausendfüßler wirkt mit seinem italienischen Akzent eher komisch als bedrohlich, und Hypnita darf im Laufe der Handlung sogar sympathische Züge entwickeln. Etwas stirnrunzelnd nimmt man dabei zur Kenntnis, dass ausgerechnet die Bösewichte mit auffälligen ausländischen Akzenten – bei Hypnita ein französischer – gesprochen werden. Diese Konvention ist im Animationsfilm ein alter Zopf, den man auch 2026 gern hätte abschneiden können.
Für erwachsene Begleitpersonen bleibt insgesamt wenig hängen: Der Humor ist betont kindgerecht-albern, ohne die zweite Ebene, die man beispielsweise bei manchen Pixar-Produktion für die Erwachsenen im Saal einbaut. Maja und Willi selbst tauchen nur in kurzen Gastauftritten auf – ein netter Fanservice-Wink, mehr aber auch nicht.
Fazit: "Arnie & Barney – Retten das Wasser" ist ein solides, sympathisches Stück Familienkino, das seine tollpatschigen Helden mit erkennbarer Zuneigung inszeniert und eine kindgerechte Umweltbotschaft geschickt in ein Abenteuer verpackt. Wer die beiden Ameisen schon aus dem Biene-Maja-Universum kennt, wird hier gut unterhalten. Ein wirklich guter, mehr als das Notwendige leistender Film ist daraus aber nicht geworden – dafür bleibt zu vieles, von der Figurenentwicklung bis zur Bösewicht-Zeichnung, zu sehr an der Oberfläche.
Seit Waldemar Bonsels 1912 seinen Roman über die neugierige kleine Biene Maja veröffentlichte, hat sich aus der Klatschmohnwiese ein ganzer Figurenkosmos entwickelt – über die Zeichentrickserie der Siebziger bis zu den drei computeranimierten Kinofilmen "Die Biene Maja – Der Kinofilm" (2014), "Die Biene Maja – Die Honigspiele" (2018) und "Die Biene Maja – Das geheime Königreich" (2021). Mit "Arnie & Barney – Retten das Wasser" wagt man nun den logischen nächsten Schritt einer jeden erfolgreichen Marke: den Spin-off. Statt der wissbegierigen, moralisch gefestigten Maja stehen zwei Figuren im Zentrum, deren Markenkern bislang aus Unfähigkeit und Slapstick bestand. Für das Drehbuch zeigt sich Fin Edquist verantwortlich, der schon die Maja-Trilogie geschrieben hat.
Das funktioniert für die anvisierte Zielgruppe erstaunlich gut. Kinder identifizieren sich leichter mit zwei Figuren, die ständig etwas falsch machen und trotzdem am Ende die Helden sind, als mit einer Heldin, die es ohnehin meist richtig macht. Dass Arnie und Barney ihre Heldentaten mehr dem Zufall als eigener Cleverness verdanken, mindert diesen Identifikationseffekt kaum – im Gegenteil, es macht die beiden sympathisch bodenständig. Klug ist zudem, mit Szzkeat eine weibliche Heldenfigur ins Zentrum zu rücken, die zumindest dafür sorgt, dass sich auch Mädchen im Kinosaal nicht nur als Zaungäste eines Jungsabenteuers fühlen müssen.
Die Animation bewegt sich auf ordentlichem, wenn auch nicht überragendem Niveau – solide europäische ANimationsrbeit, die die die Insektenwelt zuverlässig, aber ohne große visuelle Kühnheit zum Leben erweckt. Die ökologische Botschaft, die dahintersteckt, ist redlich gemeint und für Kinderohren genau richtig dosiert: Wasser ist kostbar, Gier schadet allen. Dass der eigentliche Bösewicht ausgerechnet als Wasserabfüller und -verkäufer auftritt, öffnet dabei durchaus eine kapitalismuskritische Lesart – ohne dass der Film diese Spur ernsthaft weiterverfolgen würde. Gianni und Hypnita sind ohnehin zu harmlos angelegt, um wirklich zu erschrecken: Der Tausendfüßler wirkt mit seinem italienischen Akzent eher komisch als bedrohlich, und Hypnita darf im Laufe der Handlung sogar sympathische Züge entwickeln. Etwas stirnrunzelnd nimmt man dabei zur Kenntnis, dass ausgerechnet die Bösewichte mit auffälligen ausländischen Akzenten – bei Hypnita ein französischer – gesprochen werden. Diese Konvention ist im Animationsfilm ein alter Zopf, den man auch 2026 gern hätte abschneiden können.
Für erwachsene Begleitpersonen bleibt insgesamt wenig hängen: Der Humor ist betont kindgerecht-albern, ohne die zweite Ebene, die man beispielsweise bei manchen Pixar-Produktion für die Erwachsenen im Saal einbaut. Maja und Willi selbst tauchen nur in kurzen Gastauftritten auf – ein netter Fanservice-Wink, mehr aber auch nicht.
Fazit: "Arnie & Barney – Retten das Wasser" ist ein solides, sympathisches Stück Familienkino, das seine tollpatschigen Helden mit erkennbarer Zuneigung inszeniert und eine kindgerechte Umweltbotschaft geschickt in ein Abenteuer verpackt. Wer die beiden Ameisen schon aus dem Biene-Maja-Universum kennt, wird hier gut unterhalten. Ein wirklich guter, mehr als das Notwendige leistender Film ist daraus aber nicht geworden – dafür bleibt zu vieles, von der Figurenentwicklung bis zur Bösewicht-Zeichnung, zu sehr an der Oberfläche.
Markus Solty
TrailerAlle "Arnie & Barney - Retten das Wasser"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Arnie & Barney - Retten das Wasser"
Land: DeutschlandJahr: 2026
Genre: Komödie, Abenteuer, Animation
Originaltitel: Arnie & Barney
Kinostart: 03.09.2026
Regie: Sean Heuston
Darsteller: Somerset Arnold, David Cameron, David Collins, Juliette Crosbie, Shane Dundas
Verleih: Port au Prince Pictures GmbH







