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Meine Frau weint (2026)
My Wife Cries
Spielfilm von Angela Schanelec über ein Paar in einer Beziehungskrise.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Es ist Sommer in Berlin. Der Kranführer Thomas (Vladimir Vulević) holt seine Frau Carla (Agathe Bonitzer) aus dem Krankenhaus ab. Er trifft sie weinend auf einer Bank vor dem Gebäude an. Sie hatte einen Autounfall, über den sie zunächst nicht reden will. Nach und nach beginnt sie zögerlich zu erzählen, wie sie im Tanzkurs einen Mann kennengelernt hatte. Da bricht Thomas zusammen. In den nächsten Tagen reden Carla und Thomas mit Leuten aus ihrem Umfeld und Bekanntschaften über Liebe, Nähe, Trennungsangst und die Frage, wie das Leben weitergehen soll.
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Filmkritik
"Meine Frau weint“: Über Gefühle sprechen
Die Regisseurin und Drehbuchautorin Angela Schanelec ("Ich war zuhause, aber…“) ist bekannt für Spielfilme, in denen es weniger um eine lineare Handlung, als um die Gedanken und Betrachtungen der Figuren geht. Die Filmemacherin, die der Berliner Schule zugerechnet wird, inszeniert stilistisch eher karg. Auch in ihrem neuen Spielfilm "Meine Frau weint“ bleibt sie diesem Prinzip treu. Im Mittelpunkt stehen Carla und Thomas, denen der Film drei Tage lang durch ihren Berliner Alltag folgt. Ihre Beziehung droht zu scheitern. In dieser Situation, die beide verletzlich macht, nehmen sie vieles mit geschärften Sinnen wahr und stellen sich existenziellen Ängsten.
Geliebt oder schon verlassen?
Carla fällt es fast noch leichter, sich einem Fremden anzuvertrauen, als Thomas. Sie spricht vor dem Kindergarten, in dem sie arbeitet, einen wartenden Vater an. Sie erzählt ihm spontan, wie gut sie im Auto des Tanzpartners und Freundes über sich reden konnte, bevor der für ihn tödliche Unfall passierte. Sie habe das Gefühl gehabt, alles sagen zu können, zu verstehen, wozu Sprache dient. Solche Erkenntnisse der Charaktere über sich selbst und das Leben verleihen dem Film seine besondere Würze. Man wird daran erinnert, dass sich das Gefühl, eine tiefere Wahrheit entdeckt zu haben, oft aus zufälligen Situationen, flüchtigen Wahrnehmungen entwickelt. Die Figuren versuchen mäandernd oder auch brüsk und ungehobelt, in Sprache zu fassen, was sie bewegt. Ihre Zuhörer*innen finden sie auch am Arbeitsplatz, beim Spazieren und Radfahren in der Stadt, bei einem Treffen. Die Gespräche sind mal leicht und offen für Neues, mal kreisen sie schwermütig um Sehnsucht und Scheitern, ums Sterben.
Mal theaterhaft, mal flirrend leicht
In oft statischen, langen Einstellungen treten die Figuren wie im Theater auf, ihre Dialoge wirken bewusst vorgetragen. Immer wieder stehen die Menschen, mit denen die gefilmte Person spricht, erst eine Weile hinter der Kamera und steuern ihre Bemerkungen aus dem Off bei. Musik gibt es nur an drei Stellen, einmal davon im Abspann. Mal wird eine Blaskapelle im Park vom Regen überrascht – was für eine schöne, authentisch wirkende Szene aus dem Sommer in der Stadt! Mal tanzen ein paar Figuren zu Leonard Cohens "Lover Lover Lover“. Wer wie Carla mit dem Rad durch die Parks und Straßen fährt, eine Buchhandlung, ein Café besucht, kann viele kleine Entdeckungen machen. Das Leben bleibt im Fluss. So wirkt der zum Mitdenken, Philosophieren einladende Film insgesamt leicht und luftig.
Fazit: Beziehungskrisen, Liebe, Tod und Trost: Ein Paar und Leute aus seinem Umfeld reden an sommerlichen Tagen in der Stadt über Verluste, Neuanfänge und spontane Erkenntnisse. Der Spielfilm der Regisseurin und Drehbuchautorin Angela Schanelec mutet theaterhaft inszeniert, aber zugleich auch sehr sinnlich und luftig leicht an. Die Figuren versuchen für ihre Gefühle und Betrachtungen die richtigen Worte zu finden und regen dazu an, mit ihnen auf gedankliche Entdeckungsreise zu gehen.
Die Regisseurin und Drehbuchautorin Angela Schanelec ("Ich war zuhause, aber…“) ist bekannt für Spielfilme, in denen es weniger um eine lineare Handlung, als um die Gedanken und Betrachtungen der Figuren geht. Die Filmemacherin, die der Berliner Schule zugerechnet wird, inszeniert stilistisch eher karg. Auch in ihrem neuen Spielfilm "Meine Frau weint“ bleibt sie diesem Prinzip treu. Im Mittelpunkt stehen Carla und Thomas, denen der Film drei Tage lang durch ihren Berliner Alltag folgt. Ihre Beziehung droht zu scheitern. In dieser Situation, die beide verletzlich macht, nehmen sie vieles mit geschärften Sinnen wahr und stellen sich existenziellen Ängsten.
Geliebt oder schon verlassen?
Carla fällt es fast noch leichter, sich einem Fremden anzuvertrauen, als Thomas. Sie spricht vor dem Kindergarten, in dem sie arbeitet, einen wartenden Vater an. Sie erzählt ihm spontan, wie gut sie im Auto des Tanzpartners und Freundes über sich reden konnte, bevor der für ihn tödliche Unfall passierte. Sie habe das Gefühl gehabt, alles sagen zu können, zu verstehen, wozu Sprache dient. Solche Erkenntnisse der Charaktere über sich selbst und das Leben verleihen dem Film seine besondere Würze. Man wird daran erinnert, dass sich das Gefühl, eine tiefere Wahrheit entdeckt zu haben, oft aus zufälligen Situationen, flüchtigen Wahrnehmungen entwickelt. Die Figuren versuchen mäandernd oder auch brüsk und ungehobelt, in Sprache zu fassen, was sie bewegt. Ihre Zuhörer*innen finden sie auch am Arbeitsplatz, beim Spazieren und Radfahren in der Stadt, bei einem Treffen. Die Gespräche sind mal leicht und offen für Neues, mal kreisen sie schwermütig um Sehnsucht und Scheitern, ums Sterben.
Mal theaterhaft, mal flirrend leicht
In oft statischen, langen Einstellungen treten die Figuren wie im Theater auf, ihre Dialoge wirken bewusst vorgetragen. Immer wieder stehen die Menschen, mit denen die gefilmte Person spricht, erst eine Weile hinter der Kamera und steuern ihre Bemerkungen aus dem Off bei. Musik gibt es nur an drei Stellen, einmal davon im Abspann. Mal wird eine Blaskapelle im Park vom Regen überrascht – was für eine schöne, authentisch wirkende Szene aus dem Sommer in der Stadt! Mal tanzen ein paar Figuren zu Leonard Cohens "Lover Lover Lover“. Wer wie Carla mit dem Rad durch die Parks und Straßen fährt, eine Buchhandlung, ein Café besucht, kann viele kleine Entdeckungen machen. Das Leben bleibt im Fluss. So wirkt der zum Mitdenken, Philosophieren einladende Film insgesamt leicht und luftig.
Fazit: Beziehungskrisen, Liebe, Tod und Trost: Ein Paar und Leute aus seinem Umfeld reden an sommerlichen Tagen in der Stadt über Verluste, Neuanfänge und spontane Erkenntnisse. Der Spielfilm der Regisseurin und Drehbuchautorin Angela Schanelec mutet theaterhaft inszeniert, aber zugleich auch sehr sinnlich und luftig leicht an. Die Figuren versuchen für ihre Gefühle und Betrachtungen die richtigen Worte zu finden und regen dazu an, mit ihnen auf gedankliche Entdeckungsreise zu gehen.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Meine Frau weint"
Land: Deutschland, FrankreichJahr: 2026
Genre: Drama
Originaltitel: My Wife Cries
Länge: 92 Minuten
Kinostart: 11.06.2026
Darsteller: Agathe Bonitzer, Birte Schnoeink, Laure-Lucile Simon, Vladimir Vulevic, Thorbjörn Björnsson
Verleih: Grandfilm
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