
© Plaion Pictures
Die Camino-Therapie - Finde deinen Weg (2026)
Santiago: The Camino Therapy
Drama: Eine suspendierte Lehrerin und ein junger Mann aus der Jugendhaft begeben sich auf eine gemeinsame Wanderung.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Die Lehrerin Fred (Alexandra Lamy) muss gerade ihre Suspendierung vom Dienst verarbeiten – und kämpft obendrein mit privaten Problemen. So fordert ihr viel beschäftigter Ehemann Cédric (Cyril Gueï) die Scheidung, und ihre Tochter Nina (Eve Naya) geht auf Abstand zu ihr. Als Fred bei einer Jugendorganisation aktiv wird, soll sie eine dreimonatige Wanderung mit dem rebellischen Adam (Julien Le Berre) unternehmen. Die Reise wird für beide zur großen Herausforderung.
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Filmkritik
"Die Camino-Therapie – Finde deinen Weg": Eine Wanderung zu zweit
In seinem Buch "Marche et invente ta vie" (2015) widmet sich der Journalist Bernard Ollivier der Wiedereingliederungsorganisation Seuil. Der französische Drehbuchautor und Regisseur Yann Samuell ("Liebe mich, wenn du dich traust") nahm diese Schilderungen wiederum als Vorlage für sein fiktionales Drama "Die Camino-Therapie – Finde deinen Weg", in dem sich die suspendierte Lehrerin Fred im Rahmen eines Resozialisierungsprogramms mit dem juvenilen Straftäter Adam auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela begibt.
Herausfordernde und verbindende Augenblicke
Der Film zeigt einfühlsam, wie das ungleiche Duo immer wieder an physische und psychische Grenzen stößt – und wie es dabei einiges über sich selbst und über andere lernt. All das gelingt dem Skript ohne aufgesetzte Sentimentalität und ohne leere Abrisskalendersprüche. Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet; ihre biografischen Hintergründe wirken glaubwürdig und lassen uns nachvollziehen, weshalb Fred und Adam auf ihre jeweils eigene Art handeln. Die Geschichte zweier Menschen, die sich allmählich zusammenraufen müssen, ist ein gängiges Muster, das hier jedoch nie formelhaft anmutet. So erleben wir die Entstehung einer generationenübergreifenden Freundschaft, die zuweilen ziemlich ruppig sein kann.
Stimmige Chemie
Das Gelingen der Erzählung ist nicht zuletzt der guten Besetzung zu verdanken. Alexandra Lamy ("Willkommen im Hotel Mama") vermittelt Freds Engagement und Härte; der Newcomer Julien Le Berre ("Zone 3") bringt die Renitenz und das aus schlechten Erfahrungen resultierende Misstrauen überzeugend zum Ausdruck. Das Zusammenspiel der beiden ist kraftvoll. Hinzu kommen solide Nebenrollen, eine hervorragende Kameraarbeit von Vincent Gallot und ein gekonnter Musikeinsatz.
Fazit: Ein Film über eine dreimonatige Wanderung, der durch seine komplexen Figuren besticht.
In seinem Buch "Marche et invente ta vie" (2015) widmet sich der Journalist Bernard Ollivier der Wiedereingliederungsorganisation Seuil. Der französische Drehbuchautor und Regisseur Yann Samuell ("Liebe mich, wenn du dich traust") nahm diese Schilderungen wiederum als Vorlage für sein fiktionales Drama "Die Camino-Therapie – Finde deinen Weg", in dem sich die suspendierte Lehrerin Fred im Rahmen eines Resozialisierungsprogramms mit dem juvenilen Straftäter Adam auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela begibt.
Herausfordernde und verbindende Augenblicke
Der Film zeigt einfühlsam, wie das ungleiche Duo immer wieder an physische und psychische Grenzen stößt – und wie es dabei einiges über sich selbst und über andere lernt. All das gelingt dem Skript ohne aufgesetzte Sentimentalität und ohne leere Abrisskalendersprüche. Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet; ihre biografischen Hintergründe wirken glaubwürdig und lassen uns nachvollziehen, weshalb Fred und Adam auf ihre jeweils eigene Art handeln. Die Geschichte zweier Menschen, die sich allmählich zusammenraufen müssen, ist ein gängiges Muster, das hier jedoch nie formelhaft anmutet. So erleben wir die Entstehung einer generationenübergreifenden Freundschaft, die zuweilen ziemlich ruppig sein kann.
Stimmige Chemie
Das Gelingen der Erzählung ist nicht zuletzt der guten Besetzung zu verdanken. Alexandra Lamy ("Willkommen im Hotel Mama") vermittelt Freds Engagement und Härte; der Newcomer Julien Le Berre ("Zone 3") bringt die Renitenz und das aus schlechten Erfahrungen resultierende Misstrauen überzeugend zum Ausdruck. Das Zusammenspiel der beiden ist kraftvoll. Hinzu kommen solide Nebenrollen, eine hervorragende Kameraarbeit von Vincent Gallot und ein gekonnter Musikeinsatz.
Fazit: Ein Film über eine dreimonatige Wanderung, der durch seine komplexen Figuren besticht.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "Die Camino-Therapie - Finde deinen Weg"
Land: Frankreich, BelgienJahr: 2026
Genre: Drama
Originaltitel: Santiago: The Camino Therapy
Länge: 113 Minuten
Kinostart: 02.07.2026
Darsteller: Alexandra Lamy, Julien Le Berre, Maëlle Vidou, Eric Métayer, Malik Amraoui
Verleih: Plaion Pictures






